Wettbewerbskommission (Weko)

Weko eröffnet Untersuchung betreffend der "Interchange Fees" im Bereich Kreditkarten

      (ots) - Die Wettbewerbskommission (Weko) eröffnet eine Untersuchung
betreffend einer allfällig unzulässigen Abrede über die sogenannte
"Interchange Fee" in den Kreditkartensystemen MasterCard und Visa.
Die "Interchange Fee" ist eine Verrechnungsgebühr zwischen
verschiedenen Kreditkartenunternehmen. Sie wird von den
Kreditkartenunternehmen, die Händler für die Akzeptanz von
Kreditkarten anwerben („Acquirer“), an die Herausgeber von
Kreditkarten („Issuer“) bezahlt. Die "Interchange Fee" wird
prozentual auf den bei den Händlern getätigten Transaktionsbetrag
erhoben. Die Abklärungen haben ergeben, dass die Kreditkarten-
Herausgeber und –Acquirer in der Schweiz die auf Transaktionen
innerhalb der Schweiz anwendbare „Domestic Interchange Fee“ (DIF) in
den Kreditkartensystemen MasterCard und Visa gemeinsam festsetzen.
Um zu überprüfen, ob die gemeinsame Vereinbarung der DIF eine
unzulässige Wettbewerbsbeschränkung im Sinne des Kartellgesetzes
darstellt, hat die Weko am 15. Dezember 2003 eine Untersuchung
eröffnet. Die Höhe der DIF wirkt sich auf die Rahmenbedingungen des
Wettbewerbs auf dem Acquiring- und Issuing-Markt aus. Deshalb werden
in der Untersuchung auch die Wettbewerbsverhältnisse auf diesen
beiden Märkten analysiert. Nicht Gegenstand der Untersuchung ist die
sogenannte Nichtdiskriminierungsklausel in den Verträgen der
Kreditkarten-Acquirer, welche die Weko mit Entscheid vom 18.
November 2002 als unzulässig erklärt hatte. Ein Rekurs gegen diesen
Entscheid ist vor der Rekurskommission für Wettbewerbsfragen (Reko)
hängig.

Kontaktperson Dr. Olivier Schaller 031 322 21 23 olivier.schaller@weko.admin.ch

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