BAK Bundesamt für Kultur

Eidgenössischer Wettbewerb für Kunst 2005

Bern (ots) - Unter dem Vorsitz von Frau Jacqueline Burckhardt, Zürich, hat die Eidgenössische Kunstkommission die Arbeitsproben der BewerberInnen um einen Preis im Rahmen des Eidgenössischen Wettbewerbs für Kunst juriert und dem Eidgenössischen Departement des Innern beantragt, 35 TeilnehmerInnen (4Gemeinschaftsarbeiten) mit Preisen von insgesamt 720 '000 Franken auszuzeichnen. Am Eidgenössischen Wettbewerb für Kunst können sich Schweizer* KünstlerInnen und ArchitektInnen sowie Kunst- und ArchitekturvermittlerInnen bis zum vierzigsten Altersjahr beteiligen. Der Wettbewerb wird in zwei Runden durchgeführt. Von den 610 KandidatInnen hat die Eidgenössische Kunstkommission im März 2005 anlässlich der 1. Runde 116 BewerberInnen für die Teilnahme an der zweiten Runde ausgewählt. Die Arbeitsproben sämtlicher TeilnehmerInnen an dieser zweiten Wettbewerbsrunde werden in der Ausstellung "Swiss Art Awards" während der "Art" in der Messe Basel ausgestellt. Ort: Messe Basel, Halle 32 Vernissage: 13. Juni 2005, 18.00 Uhr Dauer der Ausstellung: 14. bis 20. Juni 2005 Öffnungszeiten: täglich 10 - 19 Uhr Entritt frei Weitere Informationen finden Sie unter www.bak.admin.ch Bundesamt für Kultur, Kommunikation Auskünfte: Herr Dr. Andreas Münch, Bundesamt für Kultur, Leiter Dienst Kunst, Tel. 031/322 92 89 Eidgenössischer Wettbewerb für Kunst Concours fédéral d'art Concorso federale d'arte 2005 PreisträgerInnen / Lauréat(e)s / Premiate e premiati B = Bewerbungen GA = Gemeinschaftsarbeit a = 1. Runde / 1er tour / 1° turno B = candidatures GA = travail en commun b = 2. Runde / 2ème tour / 2° turno B = candidature GA = lavaro in comune c = Preis / prix / premio ARCHITEKTUR Herrling Jela, 1978, Architektin, von Wettswil am Albis/ZH, Im Bröelberg 8, 8802 Kilchberg 2005 c 24'000 Kilga (KilgaPopp Architekten) Monika, 1969, Architektin, von Brunnenthal/SO, Lagerplatz 6, 8400 Winterthur 2005 c GA Popp (Popp Architekten) Stephan 12'000 Popp (KilgaPopp Architekten) Stephan, 1969, Architekt, von Steinach/SG, Lagerplatz 6, 8400 Winterthur 2005 c GA Kilga (Popp Architekten) Monika 12'000 KUNST Bassanini Katia, 1969, -, di Maroggia/TI, Via Centro TV 49, 6949 Comano 1998 b 2000 c 25'000 2001 a 2002 b 2003 c 24'000 2005 c 24'000 Bauer Marc, 1975, Artiste, de Genève/GE, Rue des Foulons 69, 1000 Bruxelles 2000 a 2001 c 20'000 2002 b 2003 a 2004 b 2005 c 24'000 Bernardi Donatella, 1976, Artiste, de Gondiswil/BE, Quai Charles Page 37, c/o Nicolo Abbate 1205 Genève 2005 c GA Lapzeson Andrea 12'000 Branc Isabella, 1977, Studentin, von Serbien & Montenegro/, Bodenacherstrasse 83, 8121 Benglen 2005 c 24'000 Buma (Bucher) Gaspard, 1975, Artiste, de Trachselwald/BE, Chemin Raffort 5, 1032 Romanel-sur-Lausanne 2005 c 24'000 Estermann Robert, 1970, Bildender Künstler, von Rickenbach/LU, Zurlindenstrasse 82, 8003 Zürich 1995 a 2003 a 2004 a 2005 c 24'000 Gastaldon Vidya, 1974, Artiste, de Frankreich/, Rue Lamartine 23, 1203 Genève 1999 a 2005 c 24'000 Hunziker Daniel Robert, 1965, Künstler/Dozent, von Leimbach/AG, Grüngasse 18, 8004 Zürich 1997 b 1999 b 2002 c 20'000 2003 b 2004 b 2005 c 24'000 Ingold Georgine, 1965, Künstlerin, von Basel/BS, Bartenheimerstrasse 40, 4055 Basel 1998 a 1999 a 2000 a 2001 a 2004 b 2005 c 24'000 Lapzeson Andrea, 1976, Artiste, de Bâle/BS, Ruelle du Midi 10, 1207 Genève 1999 c GA Massard Jérôme, Piguet Emmanuel, Saini Florian, Sgouridis Konstantin 4'000 2000 a GA Massard (KLAT) Jérôme, Piguet (KLAT) Emmanuel, Saini KLAT) Florian, Sgouridis 2002 b GA Massard (KLAT) Jérôme, Saini (KLAT) Florian, Sgouridis (KLAT) Konstant 2005 c GA Bernardi Donatella 12'000 Leuba Jérôme, 1970, Artiste, de La Côte-aux-Fées/NE, Plantamour 30, 1201 Genève 1999 a 2000 a 2004 b 2005 c 24'000 Leutenegger Zilla, 1968, Künstlerin, von Chur/GR, Wildbachstrasse 87, 8008 Zürich 1997 a 1999 a 2000 b 2001 a 2002 b 2003 b 2005 c 24'000 Nova Nils, 1968, Künstler, von Luzern/LU, Industriestrasse 9, 6005 Luzern 2000 a 2001 c 20'000 2002 b 2003 b 2004 c 20'000 2005 c 24'000 Nyffeler Andrea, 1969, Kunstmalerin, von Huttwil/BE, Flühlenmühle, 3205 Gümmenen 2003 a 2004 a 2005 c 24'000 Piguet (collectif_fact) Claude, 1977, Artiste, de Le Chenit/VD, Rue de Berne 23, 1201 Genève 2003 a GA Schneider (collectif_fact) Annelore, Thommen (collectif_fact Swann 2004 b GA Schneider (collectif_fact) Annelore, Thommen (collectif_fact) Swann 2005 c GA Schneider (collectif_fact) Annelore, Thommen (collectif_fact) Swann 8'000 Raccoursier Anne-Julie, 1974, Artiste, de Bussigny-sur- Oron/VD, Avenue Virgile Rossel 18, 1012 Lausanne 2000 a 2001 a 2002 b 2005 c 24'000 Rittener Didier, 1969, Artiste , de Château-d'Oex/VD, Rue Cheneau de Bourg 6, 1003 Lausanne 1998 a 1999 a 2001 b 2002 b 2004 c 20'000 2005 c 24'000 Roldan Ana, 1977, Künstlerin, von Mexiko/, Postfach 7703, 3001 Bern 2005 c 24'000 Sala Mario, 1965, Künstler, von Piazzogna/TI, Reutgasse 11, 8406 Winterthur 1992 a 1996 b 1998 b 1999 a 2003 c 24'000 2004 b 2005 c 24'000 Schenker Katja, 1968, Künstlerin, von St. Gallen/SG, Zentralstrasse 123, 8003 Zürich 2000 b 2002 b 2003 c 24'000 2004 c 20'000 2005 c 24'000 Schneider (collectif_fact) Annelore, 1979, Artiste, de La Chaux-de- Fonds/NE, Rue Edouard Racine 4, 1202 Genève 2003 a GA Piguet (collectif_fact) Claude, Thommen (collectif_fact) Swann 2004 b GA Piguet (collectif_fact) Claude, Thommen (collectif_fact) Swann 2005 c GA Piguet (collectif_fact) Claude, Thommen (collectif_fact) Swann 8'000 Shahbazi Shirana, 1974, Künstlerin, von Iran/, Pfingstweidstrasse 31A, 8005 Zürich 2003 b 2004 c 20'000 2005 c 24'000 Streuli Christine, 1975, Künstlerin, von Bern/BE, Hinterbergweg 15, c/o Familie Streuli 4900 Langenthal 2000 a 2001 a 2003 b 2004 c 20'000 2005 c 24'000 Terzaghi Matteo, 1970, Redattore editoriale, di Quinto/TI, Via Lambertenghi 9a, 6900 Lugano 2003 c GA Zürcher Marco 12'000 2005 c GA Zürcher Marco 12'000 Thommen (collectif_fact) Swann, 1979, Artiste, de Niederdorf/BL, Rue Royaume 9, 1201 Genève 2003 a GA Piguet (collectif_fact) Claude, Schneider (collectif_fact) Annelore 2004 b GA Piguet (collectif_fact) Claude, Schneider (collectif_fact) Annelore 2005 c GA Piguet (collectif_fact) Claude, Schneider (collectif_fact) Annelore 8'000 Zürcher Marco, 1969, Grafico, di Thalwil/ZH, Via Buffi 8, 6900 Lugano 2003 c GA Terzaghi Matteo 12'000 2005 c GA Terzaghi Matteo 12'000 KUNST- U. ARCHITEKTURVERMITTLUNG Hönig Roderick, 1971, Dipl. Architekt/Redaktor, von Winterthur/ZH, Scheuchzerstrasse 31, 8006 Zürich 2005 c 24'000 Jetzer Gianni, 1969, Kurator, von Lengnau/AG, Zentralstrasse 161, 8003 Zürich 2003 b 2005 c 24'000 Omlin Sibylle, 1965, Kunstwissenschaftlerin, von Zürich/ZH, Erikastrasse 17, 8003 Zürich 2005 c 24'000 Stroun Fabrice, 1969, Commissaire d'expositions, de Genève/GE, Lamartine 15B, 1203 Genève 2005 c 24'000 Trembley Nicolas, 1965, Commissaire d'exposition, de Genève/GE, Rue Gabriel Laumain 7/9, BDV Bureau des Vidéos 75010 Paris 2004 c 20'000 2005 c 24'000 Tschanz Martin, 1965, Architekt/Architekturkritiker, von Bern/BE, Hegibachstrasse 58, 8032 Zürich 2005 c 24'000 Eidgenössischer Wettbewerb für Kunst 2005 Der Eidgenössische Wettbewerb für Kunst ist der älteste und renommierteste Kunstwettbewerb der Schweiz. 1899 das erste Mal als Selektionsverfahren für Auslandstipendien durchgeführt, wandelte er sich bald zu einer prestigeträchtigen Auszeichnung, zu einer Anerkennung auf nationaler Ebene. Einigen der über 500 jungen Künstlerinnen und Künstler, Architektinnen und Architekten, die sich jedes Jahr mit einem Dossier bewerben, ermöglicht die Ausstellung zur zweiten Runde des Wettbewerbs erste Erfahrungen im Kunstbetrieb, eine erste Präsenz im internationalen Umfeld der "ART". Nicht wenigen der jährlich rund 30 Preisträgerinnen und Preisträgern öffnet die Auszeichnung schliesslich die Türen zum Kunstbetrieb, zu den Galerien und Kunsthallen. Dank des Entgegenkommens der Messe Basel findet die Ausstellung des Eidgenössischen Wettbewerbs für Kunst unter dem Titel "Swiss Art Awards" in den letzten Jahren parallel zur „Art“ in den Gebäuden der Messe Basel statt. Beim internationalen Fachpublikum stösst die Ausstellung inzwischen auf grossen Zuspruch, bietet sie doch die Gelegenheit, sich anhand eines selektionierten Querschnitts über den aktuellen Stand der Kunstszene Schweiz und die Namen und Werke von morgen zu informieren. Für die jungen Kunstschaffenden andererseits ist die Begegnung mit Galeristinnen und Galeristen, mit Fachleuten und Kunstfreunden aus aller Welt eine wertvolle Erfahrung. Am Eidgenössischen Wettbewerb für Kunst können sich Schweizer* KünstlerInnen und ArchitektInnen sowie Kunst- und ArchitekturvermittlerInnen bis zum vierzigsten Altersjahr beteiligen. Die Eidgenössische Kunstkommission bildet die Jury. Sie wird im Bereich Architektur von anerkannten ExpertInnen unterstützt. Der Wettbewerb wird in zwei Runden durchgeführt. In einer ersten Runde legen die TeilnehmerInnen der Jury ein Dossier vor. Die ausgewählten BewerberInnen werden zu einer zweiten Runde eingeladen, wo sie im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung in Basel ihre Arbeit vorstellen. An diesem Anlass bestimmt die Jury die PreisträgerInnen. Pro Jahr werden zwischen 20 und 30 Preise zugesprochen. Die Preissumme beträgt zwischen 18'000 und 25'000 Franken. Eine Künstlerin oder ein Künstler kann insgesamt sieben Mal am Eidgenössischen Wettbewerb für Kunst teilnehmen und in dessen Rahmen höchsten drei Mal einen Preis erhalten. Die private Kiefer-Hablitzel-Stiftung hat ihren Stipendienwettbewerb mit dem Eidgenössischen Wettbewerb für Kunst zusammengelegt, verfügt aber über eine eigene Jury. *Als SchweizerInnen gelten auch Personen, die sich seit mindestens 5 Jahren in der Schweiz aufhalten oder mit einer Person schweizerischer Nationalität verheiratet sind. Eidgenössische Kunstkommission Commission fédérale d'art Commissione federale d'arte (1.1.2005 - 31.12.2008) Präsidentin/Présidente/Presidente Dr. Jacqueline Burckhardt, Kunsthistorikerin, Zürich Redaktorin der Kunstzeitschrift Parkett, Zürich Mitglieder/Membres/Membri Stefan Banz, Künstler, Luzern Mariapia Borgnini, artista, Lugano Silvie Defraoui, artiste, Vufflens-le-Château/VD Peter Hubacher, Architekt, Herisau Simon Lamunière, artiste et commissaire indépendant, Genève Professeur aux HES de Lausanne et Genève Chantal Prod'Hom, historienne d'art, Lausanne Directrice du Musée de design et d'arts appliqués contemporains, Lausanne Hans Rudolf Reust, Kunstkritiker und Dozent an der Hochschule der Künste Bern (HKB) Hinrich Sachs, Künstler, Basel Sekretariat/Secrétariat/Segreteria Dr. Andreas Münch, Kunsthistoriker, Leiter des Dienstes Kunst, Bundesamt für Kultur, Hallwylstrasse 15, 3003 Bern Experten/Experts/Esperti Beat Consoni, Architekt, Horn Carlos Martinez, Architekt, Widnau Isa Stürm, Architektin, Zürich Eidgenössischer Wettbewerb für Kunst 2005 Concours fédéral d'art 2005 Concorso federale d'arte 2005 Statistik 2. Runde / statistique 2e tour / statistica 2a selezione 2005 2004 Teilnehmer / participants / partecipanti 116 120 Architektur Architecture Architettura 9 19 Kunst Art Arte 87 83 Kunst- und Architekturvermittlung Médiation d'art et d'architecture Mediazione d'arte et d'architettura 20 18 Geschlecht/sexe/sesso Männer/hommes/uomini 68 80 Frauen/femmes/donne 48 40 Sprache/langue/lingua Deutsch/allemand/tedesco 83 87 Französisch/français/francese 28 32 Italienisch/italien/italiano 5 1 Wohnkanton/canton de domicile/cantone di domicilio AG: 2 BL: GL: NE: SH: TI: 5 ZG: AI: BS: 11 GR: 2 NW: SO: UR: ZH: 46 AR: FR: JU: OW: SZ: VD: 7 BE: 9 GE: 20 LU: 2 SG: 4 TG: 1 VS: Wohnsitz im Ausland/domicilié à l'étranger/domiciliati all'estero: 7 Alter/âge/età Das Durchschnittsalter der TeilnehmerInnen beträgt 33 Jahre. Am stärksten vertreten ist der Jahrgang 1969 mit 14 TeilnehmerInnen. L'âge moyen des participant(e)s (sans les médiatrices et médiateurs d'art et d'architecture) est de 33 ans. L'année la mieux représentée est 1969 avec 14 participant(e)s. L'età media dei partecipanti (esclusi le mediatrici e i mediatori d'arte e d'architettura) è di 33 anni. L'anno di nascita che figura più spesso è il 1969 con 14 partecipanti. Kiefer Hablitzel Stiftung 2005 Die Kiefer Hablitzel Stiftung (KHS) ist eine der bedeutendsten kulturellen Stiftungen der Schweiz. Sie wurde 1943 durch die Eheleute Charles und Mathilde Kiefer Hablitzel gegründet, welche in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts als Industriepioniere in Brasilien zu grossem Ansehen und Vermögen gelangt waren. In den dreissiger Jahren kehrten sie in die Schweiz zurück und nahmen in Luzern im Schloss Dreilinden Wohnsitz. Schon zu ihren Lebzeiten waren sie aktiv als Mäzene tätig und stifteten unter anderem das Geld zum Bau des Kunsthauses Luzern. In enger Zusammenarbeit mit den eidgenössischen Behörden wurde noch vor dem Ableben der kinderlosen Eheleute eine Stiftung für den grössten Teil ihres Vermögens vorbereitet. Daraus entstand die "Kiefer Hablitzel Stiftung", deren jährlicher Vermögensertrag in 16 Teile aufgeteilt und zum grossen Teil an urkundlich genannte Institutionen geleitet wird wie die Gottfried Keller-Stiftung, die ETH Zürich und Lausanne, die Schweizerische Vereinigung für Heimatschutz und die Nationalpark-Kommission. Fünf Sechzehntel sind für junge Schweizer Vertreterinnen und Vertreter der bildenden Kunst und der klassischen Musik bestimmt; in jährlichen Wettbewerben werden den erfolgreichen Kandidatinnen und Kandidaten Stipendien zur Förderung ihrer Ausbildung zugesprochen. Die Stiftung untersteht der Aufsicht des Bundesrates. Der Stiftungsrat selbst setzt sich aus Repräsentanten des schweizerischen öffentlichen und kulturellen Lebens zusammen, unter Berücksichtigung der verschiedenen Landesteile. Kiefer Hablitzel Preis 2005 Die Kiefer Hablitzel Stiftung hat ihren Wettbewerb mit dem Eidgenössischen Wettbewerb für Kunst zusammengelegt, verfügt aber über eine eigene Jury. Die Jury der Kiefer Hablitzel Stiftung hat am 8. und 9. Juni 2005 die Werke von 30 BewerberInnen (5 Gemeinschaftsarbeiten) geprüft. Diese wurden im März 2005 in einer Vorprüfung aus 166 Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt. Die von der Jury gestellten Anträge wurden am 9. Juni 2005 vom Stiftungsrat bestätigt. PreisträgerInnen 2005 Isabella Branc, 1977, Benglen CHF 9'000 Stefan Burger, 1977, Zürich 6'000 collectif_fact Claude Piguet, 1977, Genève Annelore Schneider, 1979, Genève Swann Thommen, 1979, Genève 6'000 Yanick Fournier, 1978, Köln 6'000 Mickry 3 Christina Pfander, 1980, Zürich Dominique Vigne, 1981, Zürich Nina von Meiss, 1978, Zürich 6'000 Nadin Rüfenacht, 1980, Leipzig/D 6'000 Guadalupe Ruiz Cifuentes Rihs, 1978, Lausanne 6'000 Christine Streuli, 1975, Zürich 6'000 Andro Wekua, 1977, Zürich 6'000 Ramon Zürcher, 1982, Bern 6'000 Die Jury setzte sich wie folgt zusammen: Toni Stooss, Bern (Präsident) Ana Axpe, Genf Giovanni Carmine, Zürich Frantiek Klossner, Bern Auskünfte: Kiefer Hablitzel Stiftung, c/o Zölch & Partner, Postfach 8936, 3001 Bern, Tel. 031/386 11 12 " Mobilière Young Art" 2005 Der Preis für junge Kunst der Mobiliar heisst neu „Prix Mobilière Young Art.“ Providentia und Mobiliar, seit Jahren unter einem Dach vereint, treten in Zukunft auch gegen aussen unter einem Namen auf. Der Preis an eine junge Künstlerin oder an einen jungen Künstler in der Höhe von 10 000 Franken wird weiterhin anlässlich des Eidge- nössischen Wettbewerbes in Basel vergeben. Die Jury wird in jedem Jahr neu bestimmt. Sie setzte sich für die Auslobung 2005 wie folgt zusammen: Didier Rittener, Künstler und Preisgewinner 2004, Lausanne Nicole Schweizer, Kunsthistorikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstmuseum Bern Liselotte Wirth Schnöller, Kuratorin der Kunstsammlung der Mobiliar Die Wahl der Jury fiel in diesem Jahr auf die Lausanner Künstlerin Anne-Julie Raccoursier, Lausanne, 1974 „Grace-notes“ heisst das Video der Künstlerin, indem sie mit wenigen Bildern und einem einprägsamen Sound die Gedanken der Betrachtenden in Bewegung setzt. Eine kleine Frage mit grosser Wirkung: Wie würde man (bzw. die amerikanische Seele) darauf reagieren, wenn die amerikanische Flagge mit einer Etikette versehen wäre, auf der „Made in China“ geschrieben stünde? Auf dem Video, dessen vordergründig dokumentarischer Blick sich durch statisch ausgewählte Einstellungen zu einer künstlerisch präzisen Aussage verdichtet, sind unausweichliche Bilder von der industriellen Produktion der amerikanischen Flagge zu sehen, die an den Film der „Lauf der Dinge“ von Fischli/Weiss erinnern. Getrieben vom Takt der Maschine, nähen Arbeiterfrauen in der Textilverarbeitungsfabrik in Pennsilvanya mechanisch und stumm die Bahnen der „Stars and Stripes“ zusammen. Sie produzieren Ideologie am Fliessband. Als Betrachterin fragt man sich, was sie dabei empfinden und ob sie über die Bestimmung ihres Produktes nachdenken? Die starken bildhaften Eindrücke werden vom nicht minder einprägsamen Sound „We are the Champions“ der Rockband Queen von Freddy Mercury begleitet. Nicht die amerikanische Nationalhymne, sondern eine britische Band mit ihrem aus Sansibar gebürtigen Leadsänger feiert hier die Produktion der amerikanischen Flagge. Sind wir soweit, dass die Globalisierung auch unsere nationalen Ideologien und unsere heimatlichen Gefühle durchdringt? Es bleibt die Frage, wer näht bzw. knüpft da an wessen Lob (Grace-not(e)s) und wer ist der wirkliche Champion? Liselotte Wirth Schnöller

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