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BAK Bundesamt für Kultur

Die EKKJ sagt 2x Ja zur erleichterten Einbürgerung für Jugendliche der 2. und 3. Generation

    Bern (ots) -

    Die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) empfiehlt 2x Ja am 26. September für die erleichterte Einbürgerung von Jugendlichen der 2. und 3. Generation. Durch die Annahme der erleichterten Einbürgerung können wir die ausländischen Jugendlichen, deren Ressourcen für die demografische, ökonomische und sozialpolitische Zukunft unseres Landes zentral sind, anerkennen und ihre Partizipation als Bürgerinnen und Bürger mit allen Rechten und Pflichten fördern.

    In ihrem 2003 veröffentlichten Bericht „Stärken wahrnehmen - Stärken nutzen“ plädiert die EKKJ für eine kinder- und jugendfreundliche Integrationspolitik. Die erleichterte Einbürgerung gehört zu den zentralen Forderungen der Kommission.

    Die erleichterte Einbürgerung betrifft Jugendliche, die in der Schweiz geboren oder aufgewachsen sind. „Diese Jugendlichen fühlen sich bei uns heimisch und sprechen unsere Sprache. Die erleichterte Einbürgerung würde ihre Integration fördern. Zudem haben sie ihre Ausbildung in der Schweiz absolviert oder werden sie hier in Angriff nehmen. Es liegt in unserem Interesse, ihr ökonomisches aber auch soziales und kulturelles Potenzial zu behalten“, stellt Leo Brücker- Moro, Präsident der EKKJ, fest.

    14 Kantone kennen die erleichterte Einbürgerung für junge Ausländerinnen und Ausländer der 2. Generation bereits. Dieses Verfahren hat sich bewährt. Es ist an der Zeit, die Chancengleichheit in der ganzen Schweiz sicherzustellen, denn Kinder und Jugendliche können nicht auswählen, wo und unter welchen Bedingungen sie aufwachsen.

    Die Annahme der erleichterten Einbürgerung hätte auch eine symbolische Tragweite. „Die Identitätsfindung ist für Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht immer einfach. Sie willkommen heissen, Ihnen sagen, dass sie zu uns gehören, würde ihnen ermöglichen, ein Zugehörigkeitsgefühl zu entwickeln. Aus eigener Erfahrung wissen wir alle, wie wichtig solche Zeichen sind, damit man sich wohl fühlen und seine Fähigkeiten entfalten kann“, bemerkt Leo Brücker-Moro abschliessend.

    Die EKKJ empfiehlt für die Abstimmungen vom 26. September 2004 2x Ja zur erleichterten Einbürgerung.

EIDGENÖSSISCHE KOMMISSION FÜR KINDER- UND JUGENDFRAGEN

    Weitere Auskünfte:

- Leo Brücker-Moro, Präsident der EKKJ, Tel. G: 041 875 63 31, Tel./Fax P: 041 870 92 36 - Marion Nolde, Sekretärin der EKKJ, Bundesamt für Kultur, 3003 Bern, Tel. 031 322 92 26, Fax 031 322 92 73, E-Mail: ekkj-cfej@bak.admin.ch


      EKKJ: Stärken wahrnehmen - Stärken nutzen. Perspektiven für eine
kinder- und jugendgerechte Integrationspolitik, Bern, 2003
(Bestellung: ekkj-cfej@bak.admin.ch).



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