HEV Schweiz

HEV Schweiz: Fallstricke beim Bauen und Sanieren

Zürich (ots) - Der HEV Schweiz hat eine Mitgliederumfrage zum Thema Baurisiken durchgeführt. Die Resonanz war beträchtlich. Über 3'300 Mitglieder haben an der Online-Befragung teilgenommen. Die Studie erlaubt es, quantitative Aussagen über Probleme beim Bauen und Sanieren zu machen. Ein wichtiges Anliegen der befragten Bauherren ist die unabhängige Bauberatung.

Im Zentrum der Studie standen die folgenden Fragen: 1. Wie häufig kommt es zu Problemen beim Bauen und Sanieren? 2. Welches sind für private Bauherren die grössten Fallstricke? 3. Mit welchen Vertragspartnern gibt es am häufigsten Probleme?

Die Befragung ermittelte die Zufriedenheit der privaten Bauherren mit deren wichtigstem Bauprojekt oder Immobilienkauf der letzten zehn Jahre. Die Kosten des Projekts mussten bei mindestens 20'000 Fr. liegen. Die Studie zeigt, dass in drei von vier Fällen dieses Projekt zur Zufriedenheit der privaten Bauherren abgewickelt worden ist. Hier bezeichnen die Befragten die Zusammenarbeit mit den externen Partnern als "gut" bis "sehr gut". In 24,6% der Schlüsselprojekte geben die Befragten ihren Partnern höchstens die Note "genügend".

Die am häufigsten genannten Gründe für Ärger bei den privaten Bauherren sind eine schlechte Kundenbetreuung, lange Reaktionszeiten oder die schwierige Erreichbarkeit der Partner (15,7%). Besonders häufig wird auch die schleppende oder ausbleibende Beseitigung von gerügten Mängeln (12,5%), das Nichteinhalten von mündlichen Zusagen (12,1%) oder die schlechte Qualität der Leistungen (11,2%) beklagt. Demgegenüber werden finanzielle Argumente wie überhöhte Preise (6,4%), undurchsichtige Kostenabrechnungen (5,1%) oder Budgetüberschreitungen (4,6%) deutlich weniger häufig genannt.

Die Bewertungen der verschiedenen Projektpartner in einem Bauprojekt unterscheiden sich erheblich. Die tiefsten Noten erhalten durchwegs Partner, die in der Wahrnehmung der Investoren für die Qualität eines Gesamtprojekts stehen. Partner, die Einzel- oder Spezialleistungen erbringen, erhalten höhere Bewertungen. Mit den jeweiligen Projektpartnern lassen sich in etwas mehr als der Hälfte der Problemfälle die Schwierigkeiten auf bilateralem Weg lösen (14,3%). In den anderen Fällen (10,3%) klärten die Bauherren konkrete rechtliche Schritte ab, welche wiederum in 4,1% der Fälle in einem Rechtsverfahren endeten.

Die 3'274 erfassten Wohneigentümer haben im Verlaufe der letzten zehn Jahre insgesamt 6'480 Projekte mit einem Mindestvolumen von 20'000 Fr. realisiert. Hochgerechnet auf alle HEV-Mitglieder ergeben sich daraus 57'000 solcher Projekte pro Jahr. Eindrücklich sind auch die Zahlen zum umgesetzten Investitionsvolumen. Die befragten Mitglieder haben in den letzten zehn Jahren knapp 1,7 Mrd. Fr. in den Kauf, den Bau oder die Sanierung von Wohnraum investiert.

Kontakt:

HEV Schweiz
Ansgar Gmür, Direktor HEV Schweiz
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