Alle Storys
Folgen
Keine Story von Lungenliga Schweiz / Ligue pulmonaire Suisse / Lega polmonare svizzera mehr verpassen.

Lungenliga Schweiz / Ligue pulmonaire Suisse / Lega polmonare svizzera

Lungenliga Schweiz: Raucherhusten ernst nehmen

Bern (ots)

Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung COPD wird
fälschlicherweise oft als harmloser "Raucherhusten" wahrgenommen.
Dabei nimmt die Volkskrankheit weltweit massiv zu. In der Schweiz
sind schätzungsweise 350'000 bis 450'000 Personen von der Krankheit
betroffen, häufig ohne es wissen. Zum Welt-COPD-Tag vom 19. November
2008 bietet die Lungenliga Schweiz einen Online-Risikotest und ein
Online-Forum an. Interessierte können mit einem einfachen Test ihr
COPD-Risiko abklären und erfahren, ob sich für sie ein Arztbesuch
empfiehlt.
In der Schweiz sterben jährlich gegen 4000 Menschen an der Chronic
Obstructive Pulmonary Disease, abgekürzt COPD. Waren früher vor allem
Männer betroffen, erkranken heute wegen des erhöhten Tabakkonsums
beinahe gleich viele Frauen an dieser heimtückischen Krankheit. Die
Weltgesundheitsorganisation, (WHO), schätzt, dass die
chronisch-obstruktive Lungenerkrankung im Jahr 2030 die
dritthäufigste Todesursache sein wird.
Zum Welt-COPD-Tag bietet die Lungenliga Schweiz auf
www.copd.lungenliga.ch einen Risikotest und ein Online-Forum an. Im
Online-Forum beantwortet der Lungenspezialist Prof. Dr. med. Roland
Keller vom 10. bis 28. November 2008 medizinische Fragen von
Betroffenen und Interessierten zu COPD.
Hauptursache Tabakrauch
Rauchen ist der grösste Risikofaktor für eine COPD. 90 Prozent der
Fälle sind auf Tabakrauch zurückzuführen. Die zunehmende Zerstörung
der Lunge kann denn auch nur durch einen konsequenten Rauchverzicht
gestoppt oder verlangsamt werden. Aber auch Menschen, die bei der
Arbeit häufig Staub ausgesetzt sind, wie beispielsweise Landwirte,
erkranken vermehrt an COPD.
Anzeichen ernst nehmen
COPD-Betroffene haben oft Husten mit Auswurf und leiden schon bei
kleiner Anstrengung unter Atemnot. Die Beschwerden treten häufig erst
auf, wenn die Lunge schon stark geschädigt ist. Diese Beschwerden
werden oft nicht ernst genommen und gar als "Raucherhusten"
verharmlost. COPD kann nicht geheilt werden. Aber je früher sie
diagnostiziert wird, desto besser kann sie behandelt werden. Die
Behandlung zielt darauf, den Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen
und die Beschwerden zu vermindern.
Die Diagnose wird durch einen Lungenfunktionstest (Spirometrie)
durch die Ärztin oder den Arzt gestellt. Insbesondere Rauchende und
ehemalige Rauchende über 40, sowie Personen, die eines oder mehrere
der folgenden Symptome haben, sollten ihre Lungenfunktion
unter¬suchen lassen:
  • häufiges Husten auch ohne Erkältung
  • morgendlicher Husten mit Auswurf
  • Atemnot bei körperlicher Belastung
  • pfeifende Atmung
Die Lungenliga hilft
Die Lungenliga setzt sich ein im Bereich der Prävention von
Lungen- und Atemwegserkrankungen. Die Fachkräfte der Lungenliga
beraten und begleiten Betroffene. In enger Zusammenarbeit mit der
Ärztin oder dem Arzt stellt die Lungenliga die für die Therapie
erforderlichen Atemhilfsgeräte bereit. Sie bietet zudem
Rauchstopp-Beratungen und -Kurse an.
Was ist COPD?
Die Chronic Obstructive Pulmonary Disease, abgekürzt COPD, engt
die Atemwege zunehmend ein. Durch eingeatmete Schadstoffe wie
Tabakrauch oder Staub entzünden sich die Bronchien. Die
Bronchialmuskulatur verkrampft sich und in den Atemwegen bildet sich
vermehrt Schleim. Die Krankheit zerstört auch die Lungenbläschen und
erschwert die Aufnahme von Sauerstoff ins Blut. Die Broschüre "COPD -
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Symptome, Diagnose,
Behandlung" kann kostenlos in Deutsch, Französisch und Italienisch
über www.publikationen.lungenliga.ch, per E-Mail bei  info@lung.ch,
oder per Telefon unter 031 378 20 50 bestellt werden. Der Risikotest
und das vom 10. bis 28. November durch Prof. Dr. med. Roland Keller
moderierte Online-Forum sind unter www.copd.lungenliga.ch zu finden.
Leben heisst Atmen
Die Lungenliga ist die Schweizerische Gesundheitsorganisation für
die Lunge und die Atemwege. Sie setzt sich dafür ein, dass weniger
Menschen an Atemwegserkrankungen leiden oder gar vorzeitig daran
sterben, und dass Atembehinderte und Lungenkranke  möglichst
beschwerdefrei leben können. 23 kantonale Ligen sind wichtige
Anlaufstellen für Menschen mit Atembehinderungen und
Lungenkrankheiten wie Asthma, Schlafapnoe, chronische Bronchitis und
COPD sowie Tuberkulose. Die Lungenliga engagiert sich auch für eine
bessere Luft - drinnen und draussen.

Kontakt:

Lungenliga Schweiz
Frau Ursula Luder
Südbahnhofstrasse 14c
CH-3000 Bern 14
Tel.: +41/31/378'20'50
E-Mail: u.luder@lung.ch
Internet: www.lungenliga.ch

Weitere Storys: Lungenliga Schweiz / Ligue pulmonaire Suisse / Lega polmonare svizzera
Weitere Storys: Lungenliga Schweiz / Ligue pulmonaire Suisse / Lega polmonare svizzera
  • 07.11.2008 – 08:00

    Lungenliga Schweiz: Online-Gastroführer für rauchfreies Essen und Schlafen

    Bern (ots) - Rauchfreie Restaurants und Hotels sind heute sehr gefragt. Darum bietet die Lungenliga ihre erfolgreichen Online-Führer www.rauchfreiessen.ch und www.rauchfreischlafen.ch ab sofort auch in Französisch an. Denn in vielen Schweizer Restaurants und Hotels wird als Folge der lückenhaften Bundesregelung auch in Zukunft geraucht werden. Immer weniger ...

  • 16.10.2008 – 09:00

    Lungenliga Schweiz: Lungenkrebs ist aggressiv und meldet sich meist spät

    Bern (ots) - Eine neue Broschüre der Lungenliga informiert Betroffene und Angehörige über Lungenkrebs. Diese aggressive Tumorerkrankung gehört zu den häufigsten Krebsarten. Da sich zu Beginn keine oder harmlos erscheinende Symptome zeigen, wird Lungenkrebs oft spät entdeckt. In der Schweiz ist Lungenkrebs diejenige Tumorform, die bei Männern am ...

  • 08.09.2008 – 11:36

    Lungenliga Schweiz: Ausnahmen im Nichtraucherschutz schaffen Willkür und Bürokratie

    Bern (ots) - Nur ein umfassender Nichtraucherschutz ohne Ausnahmen funktioniert in der Praxis. Die Zulassung von Raucherbetrieben schafft Wettbewerbsverzerrungen, Bürokratie, Willkür und eine Ungleichbehandlung des Personals. Das zeigen jüngste Erfahrungen aus dem In- und Ausland. Die Lungenliga Schweiz fordert deshalb einen klaren und umfassenden Schutz vor ...