Caritas Zürich

SPERRFRIST: Caritas und HEKS lancieren in Winterthur die Kulturlegi: Jede/r Sechste in Winterthur kann sich kein Konzert leisten

Sperrfrist: 23. Januar 2003, 11:00h

    Zürich (ots) - In Winterthur sind über 15'000 Menschen von Armut bedroht oder betroffen. Sie können sich Konzert- oder Theaterbesuche, Schwimmbadeintritte oder Zeitungsabonnemente nicht leisten. Die regionalen Hilfswerke Caritas Zürich und HEKS Zürich/Schaffhausen reagieren darauf und lancieren eine Kulturlegi. Dieser Ausweis wird bereits von 45 kulturellen Institutionen, Vereinen und Unternehmen in Winterthur anerkannt und berechtigt zu Preisermässigungen bis zu 50 Prozent.

    Armut in Winterthur ist keine Randerscheinung. Jede und jeder Sechste in Winterthur kann sich aus finanziellen Gründen keine kulturellen Veranstaltungen wie Konzerte, Kino oder Theater, keine Eintritte ins Schwimmbad und kein Zeitungsabonnement leisten. Über 15'000 Winterthurerinnen und Winterthurern droht damit die gesellschaftliche Ausgrenzung. Wer am Alltäglichen nicht mehr teilhaben kann, verliert schnell den Kontakt zu anderen Menschen. Die daraus entstehende Isolation verhindert Chancen, Auswege aus der Armut zu finden.

    Kulturlegi Winterthur: persönlicher Ausweis mit Foto

    Dem wirken die beiden regionalen Hilfswerke Caritas Zürich und HEKS Zürich/Schaffhausen in enger Zusammenarbeit mit den städtischen Behörden entgegen und lancieren die Kulturlegi Winterthur. Die Kulturlegi ist ein persönlicher Ausweis mit Foto. Er kann von Personen beantragt werden, die in Winterthur wohnen und von der Sozialhilfe der Stadt Winterthur unterstützt werden oder Zusatzleistungen zu AHV oder IV erhalten. Auch Personen, die keine öffentlichen Unterstützungsgelder beanspruchen, deren Einkommen aber nachweislich das Existenzminimum nicht übersteigt, können eine Kulturlegi beantragen. Abgegeben wird der für ein Jahr gültige Ausweis ab sofort von der Zentralen Anlaufstelle und der Sozialberatung des Sozialamts an der Lagerhausstrasse 6 sowie der Caritas Beratung an der Steinberggasse 35.

    Breite Unterstützung durch Winterthurer Firmen

    Den beiden regionalen Hilfswerken von Caritas und HEKS ist es gelungen, 45 Vertragspartner zu verpflichten, die Kulturlegi zu akzeptieren und damit Rabatte zwischen 30 und 50 Prozent auf ihren Angeboten zu gewähren. Alle haben im Kassenbereich deutlich sichtbar das Label "ausgezeichneter Ort gelebter Solidarität" angebracht. Zu ihnen gehören u.a. das Casinotheater, das Kulturlokal Salzhaus, die Bénédict Schule, die Billard Halle Winti oder das City Gym. Auch die neue Eissporthalle und der FC Winterthur gewähren 50 Prozent Er- mässigung.

    Lancierungskampagne, Hompage und Info-Line

    Den beiden Initianten, Caritas und HEKS, ist es wichtig, dass die Kulturlegi möglichst schnell möglichst vielen Personen bekannt ist. Sie lancieren deshalb eine breite Informationskampagne. Rosarote Plakate in der ganzen Stadt erklären ab Freitag, 24. Januar was und für wen die Kulturlegi ist. Ein Informationsflyer geht an sämtliche Haushalte der Stadt Winterthur. Wer Genaueres wissen will, kann sich ausserdem auf der eigenen Homepage www.kulturlegi.ch oder unter einer eigens eingerichteten Info-Line unter 0800'366'666 informieren.

    Weitere Institutionen, Vereine und Unternehmen sind willkommen

    Mit der Informationskampagne wollen die Trägerorganisationen zudem weitere Institutionen, Vereine und Unternehmen dazu motivieren, sich als Ort der gelebten Solidarität auszuzeichnen. Denn mit der Kulturlegi erschliesst sich den Vertragspartnern ein neuer Kundenkreis, der immerhin einen Sechstel der Winterthurer Bevölkerung ausmacht. Diese neue Kundschaft könnte sich das jeweilige Angebot ohne Kulturlegi gar nicht leisten.

    Die Lancierung der Kulturlegi Winterthur kostet rund 130'000 Franken. Caritas Zürich und HEKS Zürich/Schaffhausen tragen gemeinsam knapp die Hälfte der Kosten. Die Stadt Winterthur leistet einen einmaligen Beitrag von 10'000 Franken. Rund 70'000 Franken müssen in Form von Spenden und Beiträgen privater Fonds und Stiftungen beschafft werden.

ots Originaltext: Caritas Zürich
Internet: www.newsaktuell.ch

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