Bundesamt für Landwirtschaft

BLW: Milchwirtschaft: Der Bundesrat bestätigt die angekündigten Massnahmen

      (ots) - Infolge der provisorischen Nachlassstundung für die Gruppe
Swiss Dairy Food (SDF) hat der Bundesrat beschlossen, 85 Prozent der
Forderungen von Milchproduzenten zu bezahlen. Diese Massnahme
erfordert 63 Millionen Franken. Zusätzlich werden den
Branchenorganisationen zwei verzinsliche rückzahlbare Darlehen von
insgesamt 70 Millionen Franken für die Finanzierung von Käse-,
Milchpulver- und Butterlagerabbaus gewährt.

    Der Bundesrat schlägt vor, den durch die Nachlassstundung von SDF betroffenen Milchproduzenten 85% der Milchgeldforderungen vom 1. August bis zum 22. September 2002 direkt zu bezahlen. Diese Massnahme erfordert 63 Millionen Franken. Ohne diese Intervention wären voraussichtlich in kürzester Zeit Sozialmassnahmen erforderlich gewesen.

    Ausserdem verschlimmern die Probleme der SDF die seit Monaten andauernde schwierige Situation der Milchbranche. Ergänzend zu den anfangs August getroffenen Entscheiden beschloss der Bundesrat Massnahmen im Hinblick auf eine dauerhafte Lösung der Krise. Er begrüsst die Anstrengungen der Milchbranche zum Abbau der Lagerbestände von Käse, Milchpulver und Butter. Diese Bestände haben in den letzten Monaten stark zugenommen. Der Bundesrat ist bereit, diese Massnahme auf die Nichtmitglieder zu erweitern. Die Erhöhung der Produzentenbeiträge wird erst längerfristig wirksam. Deshalb hat der Bundesrat beschlossen, zwei Überbrückungsdarlehen von je 30 und 40 Millionen Franken den Schweizer Milchproduzenten und der Branchenorganisation Butter zu gewähren. Diese beiden Darlehen sind rückzahlbar und verzinslich. Sie sollen insbesondere die Finanzierung kurzfristiger Verbilligungsaktionen in der Schweiz und im Ausland ermöglichen. Zur Tilgung dieser Darlehen werden die von der Branche erhobenen Produzentenbeiträge eingesetzt.

Für weitere Auskünfte: Jacques Chavaz, Vizedirektor, Tel. 031-322 25 02 Bundesamt für Landwirtschaft Presse- und Informationsdienst



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