Fürstentum Liechtenstein

Jugendgesetz: Bürgergespräche mit Regierungschef Otmar Hasler

    Vaduz (ots) - Am Samstag, 30. Juni, von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr findet in Schaan (Post- und Verwaltungsgebäude) die Tagung "Ein neues Jugendgesetz entsteht" statt. Wer bei der Gestaltung des künftigen Jugendgesetzes mitreden will, wird in den verschiedenen Workshops ausreichend Gelegenheit dazu haben. Das Amt für Soziale Dienste lädt alle interessierten Jugendlichen und Erwachsenen herzlich ein. Regierungschef Otmar Hasler wird ebenfalls teilnehmen und sich der Diskussion stellen.

    Mit den Regelungen des Jugendgesetzes ist - oder war - jeder und jede schon einmal konfrontiert. Das Amt für Soziale Dienste befragte Regierungschef Otmar Hasler nach seinen persönlichen Erfahrungen damit.

    Herr Regierungschef, welche Erfahrungen haben Sie persönlich als Jugendlicher und später als Vater und Lehrer mit dem Jugendgesetz gemacht?

    Das Jugendgesetz wurde im Jahr 1979 geschaffen. Meine Jugendjahre liegen schon einiges weiter zurück. Damals habe ich mir über gesetzliche Vorschriften keine Gedanken gemacht. Die Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen, auch mit den eigenen Kindern, hat mir gezeigt, wie sehr sich die Wertvorstellungen und Normen der Gesellschaft verändert haben und wie schwer sich Jugendliche tun, verschiedene Vorschriften des Jugendgesetzes zu akzeptieren und sich daran zu halten.

    Was denken Sie über das heutige Jugendgesetz, was würden Sie verändern und was beibehalten?

    Es ist dringend notwendig, das heutige Jugendgesetz in verschiedenen Bereichen zu überdenken und gerade im Bereich des Jugendschutzes auf seine Durchsetzungsmöglichkeit hin zu hinterfragen. Gesetze gelten für alle und müssen auch mit dem entsprechenden Nachdruck umgesetzt werden. Wir müssen uns deshalb vor allem über die verschiedenen Vorschriften bezüglich Ausgang, Suchtmittel, Beteiligungsmöglichkeiten von Jugendlichen in verschiedenen sie betreffenden Fragen Gedanken machen.

    Warum ist es Ihnen wichtig, Jugendliche und Erwachsene im Entstehungsprozess eines neuen Jugendgesetzes zu beteiligen?

    Der Einbezug der Jugendlichen sowie der Eltern und Erzieher in die Erarbeitung der Jugendgesetzesrevision ist wichtig, weil damit die einmalige Chance besteht, dass die direkt Betroffenen entscheidend Einfluss nehmen können. Ich hoffe auf eine lebendige Diskussion.

    Kommen Sie am 30. Juni zur Tagung "Ein Jugendgesetz entsteht"? Und warum sollten Jugendliche und Erwachsene daran teilnehmen?

    Am 30. Juni werden meine Stellvertreterin, Hildegard Marxer, und ich an der Tagung teilnehmen und uns in die Diskussion einbringen. Es ist mir ein Anliegen, mit Jugendlichen, Eltern und Erziehern ins Gespräch zu kommen. Diese neue Art, eine Gesetzesänderung zu erarbeiten, wird hoffentlich von vielen genutzt. Ich freue mich auf diesen Tag und hoffe, dass möglichst viele daran teilnehmen.

    Hinweis: Anmeldungen zur Tagung "Ein neues Jugendgesetz entsteht" nimmt das Amt für Soziale Dienste, Tel. 236 72 55, oder E-Mail: Nancy.Barouk@asd.llv.li gerne entgegen.

ots Originaltext: pafl
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