Bundesamt für Statistik

Tourismus in der Schweiz 2001 - Leichter Rückgang der Übernachtungszahlen in der Hotellerie und der Parahotellerie

    Neuenburg (ots) - Gemäss ersten provisorischen Berechnungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) wurden im Jahr 2001 in sämtlichen von der schweizerischen Tourismusstatistik erfassten Beherbergungsstätten 68,2 Millionen Übernachtungen gezählt. Gegenüber 2000 wurden 615'000 Übernachtungen weniger registriert, was einer Abnahme um 0,9% entspricht. Im langfristigen Vergleich liegt das diesjährige Resultat um 0,7% über dem Mittel der letzten fünf Jahre und um rund 5% unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

    Gründe für die Negativentwicklung im Schweizer Tourismus sind in erster Linie der Abschwung der Weltwirtschaft, die Stärke des Schweizer Frankens und die Terroranschläge vom 11. September.

    Nachfragerückgang in Hotelbetrieben, Stagnation in Kurbetrieben

    Nachdem die Entwicklung in den Hotelbetrieben seit 1997 jeweils positiv verlaufen ist, wurde im Berichtsjahr ein leichter Rückgang beobachtet (-342'000 Logiernächte/-1%). In den Kurbetrieben war eine Stagnation zu verzeichnen. Der Nachfragerückgang geht bei beiden Beherbergungsformen auf das Konto der ausländischen Gäste, wobei der Verlust bei der aussereuropäischen Kundschaft besonders deutlich ausfiel. So betrug der Ausfall in Hotelbetrieben bei den aussereuropäischen Gästen 8,1% (-434'000), insbesondere bedingt durch das Ausbleiben der US-amerikanischen Gäste (-295'000/-14%) und der japanischen Kundschaft (-141'000/-15%).

    Abnahme in der Parahotellerie

    Der seit 1993 anhaltende Rückgang der Logiernächtezahlen in der Parahotellerie fand 1998 vorübergehend ein Ende. In den darauffolgenden Jahren verlief die Nachfrage in der Parahotellerie wiederum negativ. Diese Entwicklung setzte sich im Berichtsjahr fort. Insgesamt brachte die Parahotellerie dem schweizerischen Fremdenverkehr 33,5 Millionen Logiernächte ein; dies bedeutet eine Abnahme um 0,8% gegenüber dem Vorjahr. Für die Beherbergungsformen Ferienwohnungen wurde eine Stagnation verzeichnet, und in Jugendherbergen (+44'000/+5,5%) wurden höhere Ergebnisse notiert. Demgegenüber verlief die Nachfrage in den Zelt- und Wohnwagenplätzen (-264'000/-3,7%) sowie in Gruppenunterkünften (-56'000/-0,8%) rückläufig. Der Logiernächteverlust bei den Zelt- und Wohnwagenplätzen ist insbesondere auf das Ausbleiben der Schweizer Gäste zurückzuführen (-213'000/-4%), während die Abnahme bei der ausländischen Kundschaft etwas weniger dramatisch ausfiel (-51'000/-2,7%).

    Schweizer und Schweizerinnen nach wie vor wichtigste Kundengruppe

    Alle Beherbergungsformen zusammengenommen stellten die Schweizer Gäste auch im Jahr 2001 mit einem Anteil von insgesamt 53% am Gesamtlogiernächtetotal die wichtigste Kundengruppe dar. 44% der Übernachtungen in Hotel- und Kurbetrieben entfielen auf Schweizer Gäste. In der Parahotellerie wurden 62% der Logiernächte von im Inland wohnhaften Personen gebucht.

    Hotellerie als Zugpferd

Wie in den vorhergehenden Jahren vereinigten die Hotelbetriebe auch
im Jahr 2001 den grössten Teil des schweizerischen Logiernächtetotals
auf sich (49%). Auf die Ferienwohnungen und Privatzimmer entfielen
rund 28% der Nachfrage, gefolgt von den Gruppenunterkünften (10%),
den Zelt- und Wohnwagenplätzen (10%), den Kurbetrieben (2%) sowie den
Jugendherbergen (1%).

ots Originaltext: BFS
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Neuerscheinung:
BFS, Hotel- und Kurbetriebe in der Schweiz, Angebot und Nachfrage
2001, Neuchâtel 2002, Bestellnummer: 040-0100, Preis: 10 Fr.

BFS, Hotellerie und Parahotellerie in der Schweiz, Angebot und
Nachfrage 2001, Neuchâtel 2002, Bestellnummer: 045-0100, Preis: 5 Fr.


Diese Publikationen erscheinen voraussichtlich im Juli 2002.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
http://www.statistik.admin.ch



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