Touring Club Schweiz/Suisse/Svizzero - TCS

Keine Folgeunfälle mehr: TCS initiiert Multikollisionsbremse

Bern (ots) - Trotz den guten Ergebnissen des Euro NCAP Tests: Wenn Fahrzeuge nach einer Kollision noch in Bewegung sind, kann es zu weiteren Zusammenstössen kommen. Zur Vermeidung von solchen Folgekollisionen hat der TCS zusammen mit anderen Automobilclubs vor drei Jahren die Einführung der Multikollisionsbremse initiiert. Die Industrie hat nun reagiert und stattet neue Fahrzeuge damit aus.

Der TCS führt seit mehr als 20 Jahren unabhängige Crashtests durch und trug durch dieses Engagement zu einem gesteigerten Sicherheitsbewusstsein bei. 1988 wurden erstmals sechs Kleinwagen einem Frontalaufpralltest unterzogen, seither gingen vom Club immer wieder entscheidende Impulse an die Hersteller und den Gesetzgeber zur Verbesserung der sicherheitsrelevanten Rahmenbedingungen aus.

Multikollisionsbremse kann Leben retten

Um so genannte "Sekundärkollisionen" zu vermeiden, hat der TCS das Sicherheitskonzept lanciert, dass bei der Airbagauslösung nach dem ersten Zusammenprall automatisch auch eine Notbremsung erfolgt. Diese Notbremsung wird nach der Kollision über die Airbagsensorik und das ESP eingeleitet und bremst die Restgeschwindigkeit des Fahrzeugs ab. Die Industrie hat auf diese Initiative des TCS reagiert und führt die Multikollisionsbremse nun ein. So sind beispielsweise die neusten Modelle von Audi, BMW oder Volkswagen mit diesem Sicherheitssystem ausgerüstet.

Gefahr von Sekundärkollisionen

Der TCS weist seit einigen Jahren immer wieder auf die Gefahren weiterer Kollisionen nach dem ersten Zusammenstoss hin. Insbesondere bei einer Frontalkollision mit weniger als 30% Überdeckung der Fahrzeugbreite, wird nur ein Teil der Energie abgebaut. Die verbleibende Restgeschwindigkeit kann zu Folgekollisionen führen, beispielsweise mit weiterem Gegenverkehr.

Euro NCAP verbessert die Sicherheit

Seit der Einführung der für die Hersteller nicht obligatorischen Euro NCAP Crashtests im Jahre 1997 wurde die Sicherheit von neuen Fahrzeugen stetig verbessert. Als Schweizer Vertreter berichtet der TCS in regelmässigen Abständen über die aktuellsten Ergebnisse. Diese Tests werden in vier Teilbereiche gegliedert: Schutz erwachsener Insassen, Fußgängerschutz, Schutz von im Fahrzeugfond sitzenden Kindern sowie unfallvorbeugenden Sicherheitsmerkmalen eines Fahrzeugs. Die Gesamtheit der Testresultate ergibt eine Bewertung zwischen einem und fünf Sternen, also zwischen "mangelhaft" und "sehr gut". Obwohl die Testanforderungen jedes Jahr anspruchsvoller werden, zeigen die aktuellen Ergebnisse, dass der Insassenschutz mittlerweile durchaus hoch ist: Von den 19 Fahrzeugen, die in diesem Jahr getestet wurden, erhielten mit Ausnahme des Dacia Lodgy alle Autos die Höchstbewertung von fünf Sternen.

Kontakt:

Stephan Müller, Mediensprecher TCS, 058 827 34 41, 079 302 16 36,
stephan.mueller@tcs.ch

Die TCS-Bilder sind auf Flickr -
www.flickr.com/photos/touring_club/collections.
Die TCS-Videos sind auf Youtube - www.youtube.com/tcs.

Die detaillierten Ergebnisse sind im Internet unter www.pressetcs.ch
abrufbar.



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