DEZA

Film Festival Locarno

Eine Partnerschaft zu Gunsten der Filme aus dem Süden und Osten

    Bern (ots) - Das internationale Filmfestival von Locarno räumt dem ausländischen Filmschaffen einen wichtigen Platz ein. Um diesen zusätzlich zu stärken hat die DEZA beschlossen, konkrete Aktivitäten zu unterstützen. So fördert sie namentlich die Postproduktion und die Untertitelung von Filmen aus Entwicklungsländern und übernimmt die Kosten für den Aufenthalt der Regisseure und Produzenten. Das hatte einen spürbaren Einfluss auf die Auswahl für das Festival 2002, so dass die Weiterverbreitung dieser Filme gefördert werden kann.

    Das 55. Festival zeigt mit Indian Summer eine Retrospektive des indischen Kinos. Indien ist seit Beginn der Schweizer Entwicklungshilfe vor über 40 Jahren ein Schwerpunktland der DEZA. Das Land ist reich an unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Sprachen. Seine Filmindustrie ist eine der grössten der Welt und widerspiegelt die verschiedenen Facetten des Subkontinents. Deshalb hat sich das Festival das ehrgeizige Ziel gesetzt, unter dem Titel Indian Summer anhand von 30 Filmen der letzten 25 Jahre einen Überblick über diese Welt und die Kunst der grossen kommerziellen Filmemacher aus Bollywood zu geben. Die DEZA ist daher besonders stolz auf ihren Status als Partnerin der Retrospektive.

    Da sich die DEZA in Afghanistan humanitär engagiert, fördert sie auch das Projekt eines speziell diesem Land gewidmeten Tages. So werden am 11. August Filme der Produktionsgesellschaft Afghan Films gezeigt, die der Zerstörung durch die Taliban entgangen sind, gefolgt von einem Runden Tisch, an dem sich Persönlichkeiten aus der afghanischen Politik und Kultur sowie Zentralasienspezialisten beteiligen. Ein wenn auch bescheidener Beitrag zur immensen Rettungsarbeit für das kulturelle Erbe Afghanistans.

    In der Schweiz engagiert sich die DEZA für Veranstaltungen, welche
die kulturellen Seiten der Entwicklungs- und Transitionsländer zum
Ausdruck bringen, um zu einem besseren Verständnis und zu grösserer
Solidarität für die Menschen dieser Länder beizutragen. Fernab von
den von den Medien verbreiteten Elendsbildern und über die
reduzierenden Klischees hinaus ist es wichtig, der differenzierten
Annäherungs- und Betrachtungsweise der Künstlerinnen und Künstler des
Südens und des Ostens Platz einzuräumen. Filmfestivals sind gute
Plattformen für den Austausch, und deshalb unterstützt die DEZA seit
mehreren Jahren das Filmfestival von Fribourg, das Festival Médias
Nord-Sud und Visions du Réel.

ots Originaltext: DEZA
Internet: www.newsaktuell.ch

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Medien und Kommunikation

Sophie Delessert
Leiterin des Programms für audiovisuelle Unterstützung der DEZA
Tel. +41/31/322'50'47



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