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Studie von comparis.ch zu den Erwartungen an Managed Care - Bessere Zusammenarbeit von Hausarzt und Spezialist im Fokus

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Zürich (ots) - Information: Die Grafik "Faktoren, denen eine Verbesserung der Qualität zugeschrieben wird" kann unter www.presseportal.ch/de/pm/100003671 kostenlos heruntergeladen werden.

Bislang denkt nur eine Minderheit, dass Managed Care die Qualität der medizinischen Versorgung verbessert, wie eine repräsentative Umfrage von comparis.ch zeigt. Dies bedeutet noch viel Arbeit für die Befürworter der Vorlage bis zur Abstimmung am 17. Juni. Immerhin: Wer Managed Care kennt, urteilt positiver. Und die Mehrheit der Befragten denkt, dass Managed Care den Anstieg der Gesundheitskosten dämpft.

In gut einem Monat stimmt die Schweiz über die Managed-Care-Vorlage ab. Mit dieser soll einerseits die Qualität der medizinischen Versorgung verbessert, andererseits der Kostenanstieg gebremst werden. Doch beurteilen die Versicherten die Wirkung der Vorlage gleich wie ihre Urheber? Der Internet-Vergleichsdienst comparis.ch hat dies in einer repräsentativen Umfrage untersucht. Dazu hat das Marktforschungsinstitut Demoscope im April 1209 Personen über 18 Jahren in der ganzen Schweiz befragt.

Knapp die Hälfte der Befragten, nämlich 46 Prozent, gibt an, dass Managed Care keinen Einfluss auf die Qualität hat. 28 Prozent der Befragten denken, dass mit Managed Care die medizinische Qualität der Behandlung verbessert wird. 25 Prozent wissen es nicht oder können dieses nicht beurteilen.

Röstigraben hinsichtlich Managed Care und Qualität Bei der Beurteilung der Wirkung von Managed Care auf die Qualität spielt es eine Rolle, wie gut man die integrierte Versorgung bereits kennt. 32 Prozent der Deutschschweizer denken, dass mit Managed Care die Qualität steigt. In der Westschweiz sind nur 23 Prozent der Befragten dieser Ansicht, im Tessin 24 Prozent. In der Deutschschweiz gibt es heute bereits wesentlich mehr Managed-Care-Netzwerke als in der lateinischen Schweiz. «Deutschschweizer haben mit Managed Care schon mehr Erfahrungen gesammelt und beurteilen deshalb die Wirkung der integrierten Versorgung positiver als die lateinische Schweiz», sagt Felix Schneuwly, Krankenkassen-Experte von comparis.ch.

Verbesserte Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Spezialisten erwartet Die Befragten, die denken, dass Managed Care die Behandlungsqualität positiv beeinflusst, gehen vor allem von Verbesserungen bei der Zusammenarbeit von Hausarzt und Spezialisten aus. So nennen 78 Prozent dieser Befragten den systematischen Austausch zwischen Allgemeinmedi-ziner und Spezialist als wichtigen oder sogar sehr wichtigen Grund für eine Verbesserung der Qualität (vgl. Grafik). In einem Managed-Care-Netz erfolgen die Überweisungen vom Hausarzt zum Spezialisten aufgrund systematischer und koordinierter Abklärungen durch die involvierten Ärzte innerhalb des Netzwerks. 75 Prozent sehen darin einen wichtigen oder sehr wichtigen Grund für bessere Qualität. Gleich häufig wird die Verpflichtung zu systematischem Qualitätsmonitoring bewertet. Also die Tatsache, dass die Ärzte Rechenschaft über die Behandlungsqualität ablegen müssen, was bei der integrierten Versorgung Standard ist. «Die Befragten gehen bei Netzwerken von einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Spezialisten aus. Dies lässt vermuten, dass viele selber bereits erlebt haben, dass die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gesundheitsfachleuten heute nicht immer optimal ist», sagt Schneuwly zu den Ergebnissen.

Managed Care gegen den Kostenschub nach dem Ärztestopp Die Umfrage zeigt aber auch, dass die Befragten Managed Care in erster Linie als ein Instrument zum Kosten sparen sehen. So geben 57 Prozent der Befragten an, dass Managed Care den Kostenanstieg im Gesundheitswesen dämpfen kann. 30 Prozent rechnen nicht mit weniger stark steigenden Kosten dank Managed Care. 13 Prozent wissen nicht, welche Auswirkungen die integrierte Versorgung auf die Kosten hat. Die Annahme, dass Managed Care auch zur Kostensenkung beiträgt, ist nicht unbegründet, wie der Krankenkassen-Experte erklärt: «Seit Ende des Zulassungsstopps für Ärzte Ende letzten Jahres haben bereits 700 Ärzte - vorwiegend Spezialisten - Zulassungen für eine neue Praxis erhalten. Managed Care war immer als Antwort auf den Zulassungsstopp geplant. Kommt Managed Care nicht, droht die soziale Krankenkenversicherung zum Selbstbedienungsladen der Spezialärzte, auch aus den Nachbarländern, zu werden - und das ohne Mehrwert für die Patienten.»

Auffallend auch: 13 beziehungsweise 25 Prozent der Befragten können keine Angaben dazu machen, ob Managed Care eine positive Wirkung auf den Kostenanstieg oder die Qualität hat. «Für viele Befragte scheint Managed Care nach wie vor ein abstrakter Begriff zu sein. Was integrierte Versorgung genau ist, ist nicht allen klar. Wollen die Befürworter der Vorlage die Abstimmung gewinnen, müssen sie vorher noch Aufklärungsarbeit leisten. Dann stehen die Chancen aber gut», stellt Schneuwly fest.

Kontakt:

Felix Schneuwly
Krankenkassen-Experte
Handy: 079 600 19 12
Telefon: 044 360 34 00
E-Mail: media@comparis.ch
www.comparis.ch/krankenkassen



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