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Credit Suisse Absturz: SNB rettet Klimasünderin

Credit Suisse Absturz: SNB rettet Klimasünderin
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Medienkommentar zu Credit Suisse Absturz: SNB rettet Klimasünderin

Bern, 16. März 2023. Die Schweizerische Nationalbank rettet die Credit Suisse mit 50 Milliarden Franken an Steuergeldern. Beide Banken verschärfen mit ihren Investitionen und Anlagen die Klima- und Biodiversitätskrise. Für die Klima-Allianz und weitere Organisationen ist klar: Bankenrettung nur mit Transparenz und Klimaauflagen.

Bei der heutigen Rettungsaktion für die Credit Suisse fehlt es sowohl an Transparenz, als auch an Nachhaltigkeits- und Vorsorgefaktoren in der Finanzregulierung. «Wenn staatliche Interventionen notwendig werden, müssen diese an klare Vorgaben für eine klima- und biodiversitätskompatible Bank geknüpft werden», findet auch Grünen-Nationalrätin Franziska Ryser.

Schweiz öffnet goldenen Fallschirm für fossile Krisenbank Credit Suisse

Seit der Insolvenz zweier US-Banken ist die Credit Suisse an der Börse stark ins Straucheln geraten. Um die Situation zu stabilisieren, hat die Schweizerische Nationalbank beschlossen, der Credit Suisse einen Kredit von 50 Milliarden Franken zu gewähren. «Die SNB rettet mit der Credit Suisse wieder einmal eine Privatbank, die massiv in die Klimakrise investiert. Und dies mit dem Geld von Steuerzahler:innen!», kritisiert Björn Müller, Finanzplatz-Campaigner bei Campax. Asti Roesle, Finanzplatz-Expertin bei der Klima-Allianz Schweiz, ergänzt: «SNB und Bund reagieren immer erst, wenn es schon fast zu spät ist. Mit der Klima -und Biodiversitätskrise können wir uns das nicht erlauben: Wir müssen jetzt Umdenken und Vorsorgen».

Demokratischer Skandal

Die Vereinbarung zur Rettung der Credit Suisse durch die SNB wurde hinter verschlossenen Türen getroffen. Über die Bedingungen für die Verleihung der öffentlichen Gelder und allfällige Gegenleistungen ist bisher nichts bekannt. «Das ist ein demokratischer Skandal!», sagt Roesle und ergänzt: «Jahrelang hat die Credit Suisse ihre Geschäftstätigkeit auf Profit um jeden Preis gestützt - und hat damit Korruptionsskandale und Menschenrechtsverletzungen verursacht und die Klimakrise angeheizt». Diese Praktiken sind die Ursache für die Krise, in der sich die Credit Suisse heute befindet.

Dringende Anpassungen bei Finanzregulierung nötig

Der Fall Credit Suisse zeigt auf, dass die Schweizer Finanzregulierung dringend Anpassungen benötigt. Die Klima-Allianz und weitere Organisationen fordern deshalb mit der Petition "Ihre Skandale - unsere öffentlichen Gelder: Nicht mit uns!":

  • Volle Transparenz über die Bedingungen des Rettungskredits zwischen der SNB und der Credit Suisse, insbesondere über die von der Bank in Zürich zur Verfügung gestellten Sicherheiten, die potenzielle Verluste absichern.
  • Dass jede zukünftige Unterstützung der SNB und des Bundes für die Credit Suisse und andere Schweizer Banken von der Einhaltung sozial gerechter und nachhaltiger Richtlinien (Klima und Biodiversität) abhängig gemacht wird.
  • Die SNB und der Bund müssen die privaten Finanzakteure wirksam regulieren und dabei das Vorsorgeprinzip und unverzichtbare Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigen.

Weiterführende Informationen:

Kontakt:

Klima-Allianz Schweiz

Medienstelle

medien@klima-allianz.ch / 079 766 96 20