Tous Actualités
Suivre
Abonner European Society of Plastic, Reconstructive and Aesthetic Surgery (ESPRAS)

European Society of Plastic, Reconstructive and Aesthetic Surgery (ESPRAS)

Die Europäische Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (ESPRAS) fordert offizielle Leitlinien zur Brustrekonstruktion für Patientinnen mit Brustkrebs

Basel, Switzerland (ots/PRNewswire)

Eine von sieben Frauen entwickelt in ihrem Leben Brustkrebs, der häufigste Tumor bei Frauen. Er ist zu 70-80 % der Patienten heilbar, doch hinterlässt die Behandlung (einschließlich chirurgischer Eingriffe, Radio- und Chemotherapie) bei Frauen häufig körperliche und psychologische Schäden. Die operative Wiederherstellung der Brust spielt eine wertvolle Rolle bei der Genesung, erhöht das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität der Patientinnen.

ESPRAS veröffentlichte als Dachorganisation der nationalen Gesellschaften für Plastische Chirurgie in Europa mit mehr als 7.000 Mitgliedern die Ergebnisse einer bahnbrechenden Umfrage zur Brustrekonstruktion auf dem gesamten Kontinent. Die Ergebnisse machen deutlich, dass ein internationaler, evidenzbasierter Standard für bewährte Verfahren wie die Rekonstruktion mit Brustimplantaten oder körpereigenem Gewebe notwendig ist.

Die Studie, die über zwei Monate hinweg von Vertretern aus 29 Ländern durchgeführt wurde, befasste sich mit der Struktur und dem Zugang zur Versorgung bei Brustkrebs; der Sofort- und Sekundärrekonstruktion; Symmetrieangleichung sowie Strahlentherapie und standardisierten Leitlinien.

Rado Zic, Präsident von ESPRAS, kommentierte;

"Das Ziel bestand darin, die aktuellen Trends und regionalen Unterschiede bei der Bereitstellung der unterschieldichen Verfahren der Brustrekonstruktion zu untersuchen, um gesundheitpolitische Entwicklungen in Gang zu setzen, Forschungsbereiche zu identifizieren mit dem Ziel evidenzbasierte Leitlinien aufzustellen, die zu einer gerechteren Versorgung von Patientinnen mit Brustkrebs in ganz Europa führen."

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Die Anzahl von Brustrekonstruktionen nach einer Mastektomie ist in ganz Europa allgemein gering und es gibt weiterhin Kontroversen in Bezug auf geeignete Techniken.
  • Nur in wenigen Ländern sind Plastische Chirurgen von Anfang an in den Mastektomie-Prozesses und die Auswahl der am besten geeigneten Brustrekonstruktion involviert. Rekonstruktionen werden häufig von Vertretern anderer Fachgebiete wie beispielsweise Gynäkologen durchgeführt ohne das gesamte Spektrum der plastisch-chirurgischen Möglichkeiten zu nutzen
  • In den meisten Ländern wird eine präventive Mastektomie nur Hochrisikopatienten angeboten
  • Nur einem Fünftel der Patientinnen wird ein Eingriff zur Symmetrieangleichung der Brust angeboten
  • Die Reaktionen in Bezug auf den optimalen Zeitpunkt für die Rekonstruktion bei bestrahlten Patienten variierten stark (sofort oder verzögert). Zu diesem Thema fehlt es an evidenz-basierten Richtlinien.
  • Nur 45 % der Befragten gaben an, dass es nationale Richtlinien gäbe. Offizielle Leitlinien zur Auswahl der verschiedenen plastisch-chirurgischen Optionen der Brustrekonstruktion gab es nur in 32 % der Länder
  • Fast alle Befragten würden einheitliche europäische Leitlinien begrüßen. Es bestand großes Interesse an interdisziplinaren Studien und der Gründung einer europäischen Projektgruppe.

Rado Zic sagt zusammenfassend:

"Diese Studie zeigt einen internationalen Mangel an Abstimmung und ein starkes Bedürfnis nach europäischen evidenz-basierten Leitlinien auf. Es ist klar, dass Plastische Chirurgen von Beginn an in den Prozess der Entscheidungsfindung der individuell am besten geeigneten Methode der Brustrekonstruktionen für Frauen mit Brustkrebs eingebunden werden müssen, da unsere Berufsgruppe die umfassendste Expertise besitzt, "

Zu den teilnehmenden Ländern gehören: Aserbaidschan, Belgien, Bosnien und Herzegowina, , Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Montenegro, Niederlande, Nordmazedonien, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, die Türkei, das Vereinigte Königreich und Zypern.