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Institute for Economics & Peace (IEP)

Global Peace Index: 2010 Weltweit steigende Gewaltbereitschaft; Gewalttaten kosten Wirtschaft jährlich 7Billionen USD

London, June 8, 2010 (ots/PRNewswire)

Im zweiten Jahr in Folge ist die
Gewaltbereitschaft in der Welt  gestiegen. Dies besagt der zum
vierten Mal erschienene alljährliche Global  Peace Index (GPI), der
heute veröffentlicht wurde. Im Angesicht der weiterhin  schwächelnden
globalen Wirtschaftslage verweisen die diesjährigen Daten auf  eine
gesteigerte Konfliktintensität und wachsende Instabilität. Diese sind
in  Verbindung zu setzen mit dem wirtschaftlichen Abschwung des
Jahres 2008, der  in einigen Ländern zu stark gestiegenen Mordraten,
einer wachsenden Zahl  gewalttätiger Demonstrationen sowie
zunehmender Angst vor Kriminalität  geführt hat.
Um die multimediale Pressemitteilung zu sehen, gehen Sie bitte
zu:
http://multivu.prnewswire.com/mnr/prne/iep/42434
Die steigende Gewaltbereitschaft beraubt die globale Wirtschaft
ihres  Vermögens zu einem Zeitpunkt, wo dies so notwendig ist, wie
nie zuvor. Ein  25%-iger Rückgang der weltweiten Gewaltrate würde
jährlich bis zu 1.8  Billionen USD freisetzen[1] - genug, um
Griechenlands Schulden zu decken,  die Vollendung der Millennium
Development Goals (MDG) zu finanzieren sowie  die 20-20-20 Klima- und
Energieziele zu erreichen.
Der GPI, initiiert durch das Institute for Economics and Peace
(IEP),  ist die einzige Studie ihrer Art, die zum Ziel hat, die
globale  Friedensbereitschaft zu bemessen. Ausgedehnt auf 149
unabhängige Staaten  wurde jenen in diesem Jahr im Zuge der Vorgaben
des GPI ein Rang zugewiesen.  Anhand von 23 qualitativen und
quantitativen Indikatoren kombiniert der GPI  interne und externe
Faktoren, die sich von Militärausgaben über Beziehungen  mit
Nachbarstaaten sowie die Schwere der jeweiligen Gewalttaten Niveau
der  Gewaltkriminalität erstrecken.
"Die Recherchen des IEP, basierend auf dem GPI - Daten der
vergangenen  vier Jahre, erbringen den bezifferbaren Beweis, dass die
Förderung der  Friedfertigkeit die globale Wirtschaft verändern kann
und jene Reichtümer  freisetzt, die gebraucht werden, um Schulden zu
begleichen, wirtschaftliche  Expansion zu finanzieren und ein
nachhaltigeres Umfeld zu schaffen", so Steve  Killelea, Gründer des
GPI.
Neuseeland, Spitzenreiter des GPI, ist eines von nur drei Ländern
auf den  ersten zehn Rängen, die es geschafft haben, im diesjährigen
Index die  Friedfertigkeit ihres Landes zu verbessern. Island wurde
Rang 2 zugewiesen,  da sich die Wirtschaft des Landes stabilisiert
hatte, nachdem es im letzten  Jahr auf Platz vier gefallen war; diese
Verbesserung demonstriert die  Stabilität friedfertiger Nationen.
Prof. Jeff Sachs[2], Direktor des Earth Institute der Columbia
University  kommentiert diese Ergebnisse: "Der GPI setzt seine
Pionierarbeit fort, indem  er das Augenmerk der Welt auf die
gewaltigen wirtschaftlichen Ressourcen  lenkt, die wir mit Gewalt und
Kämpfen verschwenden. Die Zahl an  Menschenleben sowie das Geld, das
wir für Kriege, Inhaftierungen,  Waffensysteme, Waffenhandel und
dergleichen mehr verschwenden, könnte darauf  verwendet werden, die
Armut zu beenden, Bildung zu fördern und die Umwelt zu schützen.
Der GPI wird nicht nur unsere Aufmerksamkeit auf diese
essentiellen  Themen richten, sondern uns auch dabei helfen, diese zu
verstehen und  produktiv in eine friedlichere Welt zu investieren."
Trotz des globalen wirtschaftlichen Abschwungs haben der Nahe
Osten &  Nord Afrika sowie Schwarzafrika seit Beginn der Recherchen
im Jahr 2007 die  meisten Plätze gutgemacht. Die Gründe für diese
Verbesserung variieren, doch  beinhalten sie größere politische
Stabilität und einen Rückgang der  Militärausgaben im Nahen Osten &
Nordafrika sowie einen erchwerten Zugang zu  Waffen, eine verminderte
Konfliktbereitschaft sowie verbesserte  Nachbarschaftsbeziehungen mit
angrenzenden Staaten im Falle von Schwarzafrika.
Im Gegenzug verzeichnete der Süden Asiens den größten Anstieg der
Gewaltbereitschaft als Ergebnis vermehrter Verwicklungen in
Auseinandersetzungen, eine gestiegene Todesrate aufgrund interner
Konflikte  und Menschenrechtsverletzungen. Die Länder, die von dieser
Entwicklung am  meisten betroffen waren, sind Indien, Sri Lanka und
Pakistan. In all den  Jahren erlebte Lateinamerika den stärksten
Anstieg der Gewaltbereitschaft  aufgrund von vermehrter interner
Gewalt, Morddelikten und einer erhöhten  wahrgenommenen Kriminalität.
Dazu Georg Kell, Executive Director des United Nations Global
Compact:  "Diese Forschungsdaten verweisen deutlich auf die starke
positive  Beziehung zwischen Frieden und Faktoren, die entscheidend
sind für eine  erfolgreiche Geschäftsentwicklung, wobei die Größe
eines Marktes,  Kostenstrukturen und Gewinne darin eingeschlossen
sind. Wirtschaftsführer  wären gut beraten, diese Daten zu bedenken
wenn sie ihre strategischen und  operativen Pläne erstellen und über
Investitionen entscheiden."
Die Vereinigten Staaten verbesserten ihre Punktzahl, rutschten
aber  aufgrund der Miteinbeziehung neuer Länder und der neuen
Gewichtung der  Anzahl schwerer Waffen auf dem Index drei Plätze nach
unten. Abgesehen von  methodischen Veränderungen nahm die
Friedfertigkeit in den USA seit Beginn  der Studie in einem nie
erlebten Maße zu, was sich durch gesteigerte  politische Stabilität
und eine gesunkene Zahl an Todesfällen bedingt durch  externe
Konflikte ausdrückt.
Westeuropa bleibt weiterhin die friedfertigste Region, mit der
Mehrzahl  seiner Länder auf den Plätzen 1-20. Alle fünf
skandinavischen Länder haben  einen Platz in den Top Ten; dennoch
rutschte Dänemark um fünf Plätze auf  Platz 7 aufgrund sinkenden
Respekts gegenüber der Menschenrechte sowie  Dänemarks fortwährender
Beteiligung am Afghanistan-Konflikt.
Der Irak, Somalia und Afghanistan wurden zum zweiten Jahr in
Folge  als die am wenigsten friedfertigen Länder eingestuft. Syrien,
Georgien,  die Philippinen, Russland und Zypern waren die Verlierer
der diesjährigen  Studie.
Der GPI wurde von Steve Killelea, einem internationalen
Technologie-Entrepreneur und Philanthrop aus Australien, ins Leben
gerufen.  Der GPI ist Teil des Institute for Economics and Peace,
einer weltweit  agierenden Ideenschmiede, die sich der Erforschung
und Förderung der  Beziehungen von Wirtschaft, Business und Frieden
verschrieben hat. Ein  internationales Gremium von Experten der
Friedensforschung berät über  die Identifizierung und Gewichtung der
Indikatoren des GPI, der durch das  Economist Intelligence Unit
zusammengestellt wird.
Für weiterführende Informationen besuchen Sie bitte
http://www.visionofhumanity.org
[1] Laut den Daten der IEP/Economists for Peace & Security,
veröffentlicht im GPI2010 Discussion Paper
[2] Prof. Sachs wirkt auch als Sonderberater für UN
Generalsekretär  Ban Ki-moon; Quetelet- Professor für Nachhaltige
Entwicklung und Professor  für Gesundheitspolitik und Management an
der Columbia University, Präsident  und Mitbegründer der Millennium
Promise Alliance, einer gemeinnützigen  Organisation deren Ziel es
ist, die globale Armut zu beenden. Auch ist er  Autor zahlloser
wissenschaftlicher Artikel und Bücher, unter anderem der  New York
Times Bestseller "Common Wealth" (Penguin, 2008), erschienen im
Verlag Siedler unter dem deutschen Titel: "Das Ende der Armut" und
"The End of Poverty" (Penguin, 2005), auch bei Siedler erschienen,
unter:  "Wohlstand für viele: Globale Wirtschaftspolitik in Zeiten
der ökologischen  und sozialen Krise".
    Kontaktdaten
    International: Hill & Knowlton for the GPI,  GPI2010@hillandknowlton.com
    Sara Jurkowsky,  sjurkowsky@hillandknowlton.com, +44-207-973-5970
    Alexander Breedon,  abreedon@hillandknowlton.com, +44-207-973-5935
    USA: Edelman for the Global Peace Index
    Amgad Naguib, Edelman for the GPI,  amgad.naguib@edelman.com,
    +1-202-289-6305

Pressekontakt:

CONTACT: Kontaktdaten: Global: Hill & Knowlton for the
GPI,GPI2010@hillandknowlton.com; Sara
Jurkowsky,sjurkowsky@hillandknowlton.com, +44-207-973-5970; Alexander
Breedon,abreedon@hillandknowlton.com, +44-207-973-5935; USA: Edelman
for the GlobalPeace Index, Amgad Naguib, Edelman for the GPI,
amgad.naguib@edelman.com,+1-202-289-6305