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Arbonia AG

Jahresergebnisse 2016 Konzernumbau, Investitionen und erste operative Verbesserungen

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Arbon (ots)

Arbon, 28. Februar 2017 - Der Konzernumsatz wuchs gegenüber Vorjahr um 5.7% auf CHF 995.4 Mio. (2015: CHF 941.4 Mio.), währungs- und akquisitionsbereinigt um 0.9%. Im Vergleich zum Vorjahr erzielte Arbonia erste Verbesserungen bei der operativen Performance. Das EBITDA erhöhte sich auf CHF 68.7 Mio., womit es sich gegenüber dem von Umstrukturierungen geprägten Vorjahr mehr als verdoppelte (2015: CHF 26.6 Mio.) und nun bei 6.9% des Umsatzes liegt. Das EBIT beträgt CHF 29.1 Mio. Die Arbonia Gruppe erzielte im Berichtsjahr wieder ein positives Unternehmensergebnis nach Steuern im Umfang von CHF 7.6 Mio., nach einem hohen Verlust im Vorjahr. Die zum 31. Dezember 2016 erstmalig erfolgte Einbeziehung der im Geschäftsjahr akquirierten Looser Gruppe in den Konzernabschluss schlägt sich im Geschäftsjahr nur in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016 nieder.

Gute finanzielle Basis

Die Bilanzsumme der Arbonia zum 31. Dezember 2016 hat sich aufgrund der Übernahme der Looser Gruppe auf CHF 1'522.7 Mio. (Vorjahr CHF 900.5 Mio.) erhöht. Durch die damit verbundene Kapitalerhöhung und den mit einer Aktienplatzierung finanzierten Erwerb der Koralle Gruppe hat sich auch die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag auf 47.9% (Vorjahr 39.1%) deutlich verbessert. Die im Rahmen der erstmaligen Konsolidierung der Looser sowie Koralle bilanzierten Bilanzposten, Goodwill und immaterielle Anlagen, belaufen sich nun auf CHF 226.0 Mio. (Vorjahr CHF 41.1 Mio.) respektive CHF 215.1 Mio. (Vorjahr CHF 57.9 Mio.).

Der Free Cashflow beträgt im Geschäftsjahr 2016 CHF -67.3 Mio. (Vorjahr CHF 16.0 Mio.). Neben den oben erwähnten Akquisitionen waren die höheren Investitionen und der Verkauf der Liegenschaften an der Industriestrasse in Arbon (CH) die wesentlichen Einflussfaktoren. Ohne Einmaleffekte (Akquisitionen und Verkauf Liegenschaft) beträgt der Free Cashflow CHF -25.8 Mio. Die für den Umbau des Konzerns notwendigen Investiti-onen von CHF 57.7 Mio. (Vorjahr CHF 20.9 Mio.) werden dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns in Zukunft wesentlich zu verbessern. Höhere Investitionen werden auch in den kommenden beiden Geschäftsjahren notwendig sein, um die 2015 definierte Konzernstrategie umzusetzen.

Die Nettoverschuldung hat sich aufgrund der Looser Akquisition auf CHF 225.1 Mio. erhöht (Vorjahr CHF 21.7 Mio.). Ohne die Effekte aus der Akquisition der Looser Gruppe hätte die Nettoverschuldung der Ar-bonia CHF 45.2 Mio. betragen. Der Nettoverschuldungsgrad (Nettoverschuldung/EBITDA) per 31. Dezember 2016 beträgt -1.91 (Vorjahr -0.77). Damit sind sämtliche Finanzkennzahlen eingehalten. Mit dem bereits im August 2016 angekündigten Verkauf des Bereichs Beschichtung von Looser dürften sowohl die Nettoverschul-dung als auch der Nettoverschuldungsgrad deutlich verbessert werden.

Entwicklung der Divisionen

Die Arbonia vereinfacht die Bezeichnungen der beiden Divisionen «Gebäudehülle» und «Gebäudesicherheit» und stellt die jeweiligen Geschäftsbereiche in den Vordergrund: Die Divisionen lauten nun «Fenster» respektive «Türen».

Die Division Gebäudetechnik erzielte im Berichtsjahr, begleitet durch die zeitanteilige Wirkung von zwei erfolgten Akquisitionen, einen Gesamtumsatz von CHF 486.8 Mio. (Vorjahr CHF 462.2 Mio.), was einem Wachstum von 5.3% entspricht. Währungs- und akquisitionsbereinigt wuchs der Umsatz um 1.1%. Das EBITDA stieg von CHF 45.6 Mio. im Vorjahr auf CHF 53.4 Mio. an. Ohne Sondereffekte betrug das EBITDA CHF 57.9 Mio. (Vorjahr CHF 50.7 Mio.). Das EBIT kam auf CHF 35.2 Mio. zu liegen (Vorjahr CHF 4.4 Mio.), ohne Sondereffekte wies die Division ein EBIT von CHF 39.7 Mio. (Vorjahr CHF 33.5 Mio.) aus.

Vor dem Hintergrund der heterogenen Entwicklungen in den einzelnen Produkt- und Ländermärkten wirkten unter anderem die Lancierung von Neuprodukten, der fortgesetzte Ausbau der Marktpräsenz und weitere Ver-besserungen in der Kosteneffizienz unterstützend. Besonderen Einfluss auf die Kennzahlen der Division hatten zwei Akquisitionen: Einerseits konnte mit der Akquisition der Koralle Gruppe die Marktposition Sanitär in den wichtigen Märkten Schweiz, Deutschland und Österreich ausgebaut werden. Andererseits verstärkte die Division ihren direkten Vertriebszugang für Klima- und Lüftungsprodukte mit dem Erwerb des französischen Vertriebspartners Sabiatherm.

Die Division hat die im Vorjahr begonnene Verlagerung der Fertigung für Sonderheizkörper von Arbon (CH) nach Stribro (CZ) plangemäss abgeschlossen. Die ersten Heizkörper konnten Anfang Februar 2017 in eigens dafür erstellten Fertigungshallen in Tschechien produziert werden.

Der andauernde Transformationsprozess und das insbesondere in der Schweiz weiterhin anspruchsvolle Marktumfeld forderte die Division Fenster im Berichtsjahr erneut heraus. Die Division konnte ihren Umsatz um 5.9% von CHF 331.4 Mio. im Vorjahr auf CHF 350.8 Mio. steigern, währungs- und akquisitionsbereinigt resultierte jedoch ein Rückgang um -1.2%. Das EBITDA der Division verbesserte sich von CHF -8.2 Mio. im Vorjahr auf CHF 8.2 Mio. Ohne Sondereffekte stieg das EBITDA von CHF 6.6 Mio. auf CHF 7.6 Mio. Das EBIT entwickelte sich von CHF -122.4 Mio. auf CHF -5.0 Mio., während das EBIT ohne Sondereffekte auf CHF -5.9 Mio. (Vorjahr CHF -8.0 Mio.) zu liegen kam.

Die in 2015 angekündigte Verlagerung der Kunststoff-Fensterproduktion von Villeneuve (CH) nach Pravenec (SK) wurde erfolgreich abgeschlossen und die Vorbereitungen zur in diesem Jahr stattfindenden Verlagerung der Holz/Aluminium-Fensterproduktion von Altstätten (CH) nach Langenwetzendorf (D) schreiten planmässig voran. Der erwirtschaftete Umsatz der Division Türen resultierte in diesem turbulenten Jahr mit CHF 156.7 Mio. um 6.2% über dem Vorjahresniveau (CHF 147.6 Mio.). Währungs- und akquisitionsbereinigt entsprach dies einem Wachstum von 4.5% zum Vorjahr. Das EBITDA reduzierte sich aufgrund des erheblichen Preisdrucks im Heimatmarkt Schweiz von CHF 7.5 Mio. auf CHF 5.8 Mio., ohne Sondereffekte erzielte die Division ein EBITDA von CHF 6.8 Mio. Das EBIT stieg von CHF -17.2 Mio. auf CHF 2.8 Mio. Ohne Sondereffekte betrug das EBIT CHF 3.8 Mio. (Vorjahr CHF 3.5 Mio.).

In der Schweiz machte sich bei der Business Unit Profilsysteme der nach wie vor verschärfte Wettbewerbs- und Preisdruck ausländischer Anbieter als Nachwirkung der Aufhebung des Euro-Mindestkurses deutlich bemerkbar. RWD Schlatter hingegen konnte vor allem in den Bereichen Spitalbauten und Hotelprojekte Aufträge gewinnen und damit den rückläufigen Nichtwohnhochbau kompensieren.

Die aus der Looser-Transaktion übernommenen Türengesellschaften Prüm, Garant und Invado verzeichneten einen Nettoumsatz von CHF 238.8 Mio. (Vorjahr: CHF 215.0 Mio.), was einer signifikanten Steigerung zum Vorjahr von 11.1% entspricht. Währungsbereinigt resultierte ein Umsatzplus von 9.3%. Das EBITDA von CHF 32.6 Mio. (Vorjahr: CHF 25.0 Mio.) und die EBITDA-Marge von 13.6% (Vorjahr: 11.6%) übertrafen die Vorjahreszahlen ebenfalls deutlich. Die starke Nachfrage im Wohn- und Nichtwohnbau in Deutschland, die positiven Marktbedingungen in Polen sowie Effekte aus umgesetzten Massnahmen zur Engpassbeseitigung und Produktivitätssteigerung und somit die Erhöhung von Lieferbereitschaft und -geschwindigkeit waren die Haupttreiber für diese positive Entwicklung.

Eine erstmalige Konsolidierung der neu dazugekommenen Gesellschaften Prüm, Garant und Invado erfolgt ergebnisseitig per 1. Januar 2017.$

Neue Eigentümerschaft für den Produktbereich «Plastic Tubes & Laminates» der zum Geschäftsbereich Beschichtungen gehörenden Schekolin AG

Die Looser Holding AG hat den Verkauf des Produktbereichs «Plastic Tube & Laminates» (PTL - Polyethylen- und Laminattuben) der Schekolin AG in Bendern (FL) am 27. Februar 2017 abgeschlossen. Neue Eigentümerin ist Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA in Siegburg bei Köln (D). Das Unternehmen Schekolin AG und der Fertigungsstandort in Bendern bleiben bestehen. Über den Kaufpreis haben die Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart.

Der Verkaufsprozess für die verbleibenden Geschäftssparten und die Gesellschaft Schekolin AG sowie für die Feyco Treffert Gruppe und die Industrielack Gruppe (Ilag) wird unterdessen weitergeführt. Die Arbonia ist zu-versichtlich, diese Veräusserungen ebenfalls bald erfolgreich abzuschliessen und somit die kommunizierten Verkaufsziele für den gesamten Geschäftsbereich Beschichtungen zu erreichen.

Ausblick

Die Arbonia rechnet für das Geschäftsjahr 2017 mit einem Nettoumsatz in der Grössenordnung von > CHF 1.3 Mrd. Insgesamt geht Arbonia von einem EBITDA im Umfang von > CHF 110 Mio. aus. Zusätzlich zu den Ergebnissen, die die Divisionen erwirtschaften werden, ist auf Stufe Konzern für 2017 ein Erlös für das Beschichtungsgeschäft von der Looser Gruppe zu erwarten.

Die Arbonia sieht sich auf dem richtigen Weg, die strategischen und finanziellen Ziele für das Jahr 2018 zu erreichen - angepasst an die veränderte Ausgangslage nach den Akquisitionen. Für das Jahr 2018 rechnet die Gruppe mit einem Umsatz von rund CHF 1.4 Mrd. und einem EBITDA von rund CHF 150 Mio., dies bei einer Nettoverschuldung von rund CHF 100 Mio. Das Unternehmen strebt an, ab 2019 einen substanziellen Free Cashflow zu generieren und im selben Jahr wieder in der Lage zu sein, eine Dividende auszuschütten.

Diese Mitteilung, Informationen zum Geschäftsbericht 2016 und weitere Informationen zur Arbonia finden Sie auf unserer Website www.arbonia.com. Ebenfalls gelangen Sie unter nachfolgendem Link direkt zum Online-Geschäftsbericht: www.arbonia.com/report2016.

Kontakt:

Alexander von Witzleben
Verwaltungsratspräsident und CEO

Fabienne Zürcher
Leiterin Corporate Communications
T +41 71 447 45 54
fabienne.zuercher@arbonia.com

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