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salamiNEWS: Dunkle Wolken über der großen bunten Tupperware-Familie

Wien (ots)

Die Wirtschaftskrise zieht weitere Kreise. Nun hängen
auch über der heiteren Tupperware-Gemeinschaft Gewitterwolken. Wie
Ende letzter Woche bekannt wurde, ist der Direktvertriebskonzern aus
allen Unternehmensverbänden in Europa ausgetreten, in denen ein
Verhaltenskodex gilt. Tupperware habe dazu keine Lust mehr, heißt es
aus gut informierten Kreisen. Dieses ganze Fairness-Getue nerve schon
die längste Zeit. Man sei ein amerikanisches Unternehmen und wolle
einzig und allein an die Kohle der Kunden.
"Unsere Verkäuferinnen sollen ihren Bekanntenkreis abgreifen,
unsere technologisch überragenden Plastik-Doserln verkaufen und sonst
eine Ruhe geben", heißt es hinter vorgehaltener Hand bei Tupperware.
Da brauche man niemanden, der einem vorschreibt, wie man
Mitarbeiterinnen oder Kundinnen zu behandeln habe. Man habe daher mit
ein paar befreundeten Unternehmen in Brüssel einen eigenen
Unternehmensverband gegründet - ohne mühsame Verhaltensregeln. Jedes
Mitglied könne tun und lassen, was es wolle. Dafür habe man eine
coole "Mission" und eine echte "Vision" (sprich: Misschn und
Visschn).
Erna Schtreber aus Leobersdorf hätte heute Abend eine
Tupperware-Party für ihre Freundinnen organisiert. "Jetzt bin ich
aber nicht mehr sicher, ob ich meine Punkte überhaupt bekomme, und ob
es den Dampfgarer, für den ich all das mache, überhaupt noch gibt."
Ebenfalls verunsichert Sandra D. aus Wien Meidling. Ihr war vor
einigen Tagen auf einer Tupperware-Party so viel Sangria verabreicht
worden, dass sie das gesamte Sortiment bestehend aus über 300 Teilen
gekauft hatte. Und zwar zweimal - zur Sicherheit hatte die
Gastgeberin gemeint. Um zumindest das Backup-Sortiment zu
retournieren, rief sie in der Österreich-Zentrale an. Doch als sie
ihren Namen nannte, sei sie lediglich mit höhnischem Gelächter
konfrontiert worden. Dann habe der Mann aufgelegt. Andere Unternehmen
wollen nun dem Beispiel folgen und ebenfalls eine härtere Gangart
einschlagen. So wird in Direktvertriebsunternehmen aus dem
Versicherungssektor darüber nachgedacht, die Vertriebsmitarbeiter für
die Verkaufsgespräche zu bewaffnen.
Gefunden auf www.salamiNEWS.at

Rückfragehinweis:

Michael Schiebel, Tel.: +43 664 3011363

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/10441/aom