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Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen BDIU

12 Milliarden Euro offene Forderungen bei Städten und Gemeinden

Berlin (ots)

Die Wirtschaftskrise und das Wegbrechen der
Gewerbesteuereinnahmen belasten zunehmend die kommunalen 
Finanzhaushalte. Gleichzeitig verharren die Außenstände der Kommunen 
auf einem hohen Niveau. "Die unbezahlten Forderungen der Städte und 
Gemeinden summieren sich aktuell auf mindestens 12 Milliarden Euro", 
erklärt jetzt Wolfgang Spitz, Präsident des Bundesverbandes Deutscher
Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU), Berlin. Dieses Geld werde dringend 
benötigt. Vorvergangene Woche hatte die Präsidentin des Deutschen 
Städtetags, Petra Roth, die Befürchtung geäußert, dass die Kommunen 
im kommenden Jahr ein Defizit von mehr als 10 Milliarden Euro 
verkraften müssten.
Wolfgang Spitz dazu: "Die Kommunen müssen ihr Forderungsmanagement
jetzt professionalisieren. Es sind deutliche Mehreinnahmen möglich. 
Das entlastet auch die Bürgerinnen und Bürger vor Ort und schafft 
neue Spielräume für dringend benötigte Investitionen."
Kritisch sieht Spitz in diesem Zusammenhang auch das eigene 
Zahlungsverhalten der öffentlichen Hand. In einer Umfrage unter den 
mehr als 540 Mitgliedsunternehmen des BDIU berichten 87 Prozent der 
Inkassounternehmen, dass sich das ohnehin nicht besonders gute 
Zahlungsverhalten der öffentlichen Hand im Vergleich zum Herbst 2008 
nicht verändert hat. 12 Prozent meldeten sogar eine Verschlechterung.
"Städte und Gemeinden gewinnen durch das professionelle Einziehen 
ihrer Forderungen neue Spielräume auch beim Bezahlen der eigenen 
Rechnungen. Und die Kommunen sollten die Mittel aus dem aktuellen 
Konjunkturpaket jetzt so verwenden, dass die Rechnungen der in diesem
Zusammenhang beauftragten Handwerker und Unternehmen unverzüglich 
bezahlt werden", fordert Spitz. "Die öffentliche Hand muss beim 
Zahlungsverhalten ihrer Vorbildfunktion gerecht werden."
Der BDIU rät den Kommunen, bei der Bewältigung ihrer hohen 
Außenstände auch auf die Unterstützung durch private 
Inkassounternehmen zuzugreifen. "Die aktuelle Rechtslage erlaubt das 
und gibt den Verwaltungen hier große Handlungsspielräume", so Spitz. 
Hier seien aus Sicht des BDIU viele Verwaltungen noch zu zögerlich.
Dabei könnten Inkassounternehmen beim Realisieren 
niedergeschlagener Forderungen konkrete Hilfe bieten. "Hier hat sich 
in den Verwaltungen der Begriff 'Kellerakten' eingebürgert", sagt 
Spitz. "Das heißt: Forderungen werden nach einigen fruchtlosen 
Mahnungen gewissermaßen in den Keller gepackt, wo sie dann auch oft 
bleiben. Inkassounternehmen könnten Teile dieser offenen Forderungen 
in die kommunalen Kassen zurückholen. Das ist bei der derzeitigen 
Lage der kommunalen Haushalte ein Gebot der Stunde", so Spitz.

Pressekontakt:

Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V.
c/o muehlhaus & moers kommunikation gmbh
Ihr Ansprechpartner: Udo Seidel
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