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Ein umweltfreundlicher europäischer Verkehrssektor - der Anfang ist gemacht

Kopenhagen, April 27, 2010 (ots/PRNewswire)

Der technologische
Fortschritt führt zwar zu immer saubereren Fahrzeugen, doch diese
Effizienzsteigerung wird dadurch kompensiert, dass im expandierenden
Personen- und Güterverkehr immer mehr Kilometer zurückgelegt werden.
Gestützt auf die Analyse von Langzeittrends, fordert ein neuer
Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) eine klare
Zukunftsvision für die die Gestaltung des europäischen
Verkehrssystems bis zum Jahr 2050 sowie eine konsistente Politik zu
deren Umsetzung.
Die zehnte Ausgabe des TERM-Berichts ( http://www.eea.europa.eu/p
ublications/towards-a-resource-efficient-transport-system )
(Mechanismus für die Berichterstattung über Verkehr und Umwelt) der
EUA bietet einen Überblick über die Auswirkungen des Verkehrssektors
auf die Umwelt, der auf einer Analyse 40 politikrelevanter
Indikatoren basiert. Die Ergebnisse des Berichts für den Zeitraum
1997-2007 vermitteln ein gemischtes Bild: Einerseits gibt es einige
Verbesserungen im Bereich der Luftschadstoffe , andererseits bietet
der anhaltende Anstieg der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor
Anlass zu ernsthafter Besorgnis.
"Im Laufe der letzten zehn Jahre haben wir uns auf Massnahmen zur
Verbesserung der Mobilität konzentriert, die gleichzeitig die
Emissionen des Verkehrssektors vom Wirtschaftswachstum entkoppeln.
Heute können wir erkennen, dass die umfassenden Investitionen in die
Verkehrsinfrastruktur es uns ermöglicht haben, zur Erfüllung unserer
täglichen Ansprüche weitere Wege zurückzulegen, ohne jedoch die Zeit
zu verringern, während der wir Lärm, Staus und Luftverschmutzung
ausgesetzt sind", so Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin
der EUA. "In Zukunft müssen wir uns nicht nur auf die Verkehrsmittel
konzentrieren, sondern auch auf die Gründe, aus denen Menschen sich
fortbewegen, denn letztendlich ist Mobilität untrennbar mit unserer
Lebensqualität verbunden."
Etwa ein Viertel aller Treibhausgasemissionen in der EU entfällt
auf den Verkehrssektor, einschliesslich des internationalen Flug- und
Schiffsverkehrs. Im Gegensatz zu einigen anderen Sektoren bleiben die
Umweltauswirkungen des Verkehrssektors eng mit dem
Wirtschaftswachstum verbunden.
Trends und Ergebnisse
  • Der Güterverkehr wächst in der Regel etwas schneller als die Wirtschaft. Der Strassen- und Luftgüterverkehr verzeichnete dabei den grössten Anstieg in der EU-27 (43 % bzw. 35 % zwischen 1997 und 2007). Im selben Zeitraum nahm der Anteil des Schienen- und Binnenschiffsverkehrs am gesamten Güterverkehrsvolumen ab.
  • Die derzeitige schwache Konjunktur hat das Verkehrsvolumen verringert, doch es ist davon auszugehen, dass der Verkehr wieder zunimmt, wenn die Wirtschaft wieder stärker wächst.
  • Der Personenverkehr ist weiter angestiegen, wenn auch weniger schnell als die Wirtschaft. Flugreisen innerhalb der EU verzeichnen weiterhin das stärkste Wachstum, mit einem Anstieg um 48 % zwischen 1997 und 2007. Der Pkw ist immer noch das bevorzugte Verkehrsmittel: Sein Anteil an den Gesamtpersonenkilometern in der EU-27 lag bei 72 %.
  • Die Treibhausgasemissionen, die auf den Verkehrssektor (ohne den internationalen Flug- und Seeverkehr) zurückzuführen sind, stiegen in den Mitgliedsländern der EUA zwischen 1990 und 2007 um 28 % an und machen heute 19 % der Gesamtemissionen aus.
  • Auch wenn die Luftschadstoffemissionen in letzter Zeit gesenkt werden konnten, war der Strassenverkehr im Jahr 2007 der grösste Verursacher von Stickoxiden und die zweitgrösste Quelle von Schadstoffen, die zur Bildung von Feinstaub führen.
  • Von den 32 Mitgliedsländern der EUA sind derzeit lediglich Deutschland und Schweden auf einem guten Weg, ihr jeweiliges nationales Richtziel für die Verwendung von Biokraftstoffen im Jahr 2010zu erreichen.
  • Der Strassenverkehr ist immer noch bei weitem Hauptverursacher der Verkehrslärmbelastung. Voraussichtlich wird die Anzahl der Menschen, die - insbesondere nachts - Lärm in schädlichem Ausmass ausgesetzt sind, zunehmen, wenn keine wirksame Lärmbekämpfungspolitik entwickelt und vollständig umgesetzt wird.
Anmerkungen für die Redaktionen
Hintergrundinformationen zum Bericht
Der Bericht "Towards a resource-efficient transport system" (http
://www.eea.europa.eu/publications/towards-a-resource-efficient-transp
ort-system)  (Für ein ressourceneffizientes Verkehrssystem) ist die
jährliche Veröffentlichung des TERM-Mechanismus der EUA für die
Berichterstattung über Verkehr und Umwelt (Transport and Environment
Reporting Mechanism), der die Fortschritte und Wirksamkeit von
Ansätzen zur Integration von Verkehrs- und Umweltstrategien
beobachtet.
TERM-Berichte werden seit 2000 veröffentlicht und bieten wichtige
Einblicke, die bei der Entwicklung von politischen Massnahmen der EU
helfen können. Der Bericht richtet sich an alle Mitgliedsländer der
EUA.
http://www.eea.europa.eu/publications/towards-a-resource-efficien
t-transport-system
(Aufgrund der Länge dieser URL kann es notwendig sein, diesen
Hyperlink  zu kopieren und ihn in das URL-Adressfeld Ihres
Internet-Browsers zu  kopieren. Sollte ein Leerzeichen zu sehen sein,
entfernen Sie dies  bitte zuvor.)
Über die Europäische Umweltagentur (EUA)
Die EUA hat ihren Sitz in Kopenhagen. Ziel der Agentur ist es,
durch die zeitnahe Bereitstellung von zielgerichteten, relevanten und
zuverlässigen Informationen für politische Entscheidungsträger und
die Öffentlichkeit zu einer deutlichen und messbaren Verbesserung der
Umwelt Europas beizutragen.
Mitgliedsländer der EUA: Belgien, Bulgarien, Dänemark,
Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland,
Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta,
Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien,
Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische
Republik, Türkei, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

Pressekontakt:

CONTACT: Kontaktdaten - Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte
an:Gülçin Karadeniz, Pressereferentin, Telefon: +45-3336-7172;
Mobil:+45-2368-3653, gulcin.karadeniz@eea.europa.eu ; Iben
Stanhardt,Pressereferentin, Telefon: +45-3336-7168; Mobil:
+45-2336-1381,Iben.stanhardt@eea.europa.eu

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