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Schweiz. Markenartikelverband Promarca

Für Konsumenten sind Marken attraktiver als Eigenmarken - dennoch hat die Schweiz den höchsten Eigenmarkenanteil Europas

Bern (ots)

Dies zeigt die repräsentative Promarca-/GfK-Studie
"Marken und Eigenmarken 2010" sowie Zahlen der PLMA
Hohe Qualität, Vertrauenswürdigkeit, innovative Produkte: Aus 
Konsumentensicht heben sich Marken klar von Eigenmarken der Händler 
ab. Hat ein Käufer die Wahl, ist das einzige Kriterium, das ihn zur 
Eigenmarke greifen lässt, der Preis. Dies zeigt eine repräsentative 
Studie, die GfK im Auftrag des Schweizerischen Markenartikelverbandes
Promarca durchgeführt hat. Obwohl Marken also höchst attraktiv sind, 
führen Schweizer Händler 54% Eigenmarken - der europaweit höchste 
Wert.
89 Prozent der Befragten attestieren Marken im Vergleich zu 
Eigenmarken einen gleich grossen bis sehr grossen Mehrwert. Diesen 
Mehrwert sehen die Konsumenten in einer hohen Qualität (87%; +23 
Prozentpunkte gegenüber Eigenmarken), einem tiefgreifenden Vertrauen 
ins Produkt, dem Hervorbringen von Innovationen sowie der 
jahrzehntelangen Tradition. In all diesen Punkten heben sich Marken 
aus Sicht des Konsumenten signifikant bis hochsignifikant von 
Eigenmarken ab. Zudem besitzen sie weitere  Eigenschaften wie 
"beständig" (82%; +16 Prozentpunkte), "wertvoll" (60%; +20 
Prozentpunkte) oder "emotional" (50%; +22 Prozentpunkte).
Eigenmarken hingegen profilieren sich praktisch ausschliesslich über 
den Preis. Dementsprechend werden sie als "für alle geeignet" 
eingeschätzt (74%; +24 Prozentpunkte gegenüber Marken).
"Ohne Marken keine Eigenmarken"
Anastasia Li-Treyer, Direktorin des Schweizerischen 
Markenartikelverbandes Promarca, sieht sich bestärkt. Konsumenten 
würden erkennen, dass ihnen Markenprodukte mehr bieten als bloss 
funktionalen Nutzen. "Um diesen Marken-Mehrwert zu schaffen und zu 
erhalten, investieren Markenunternehmen stark in Forschung und 
Entwicklung neuer Produkte und erschaffen eine emotionale Markenwelt,
die nur durch permanente Höchstleistungen am Markt erfolgreich ist. 
Das macht Marken langfristig erfolgreich". Von starken Marken 
profitieren Eigenmarken, erläutert Promarca-Präsident Dr. Alexander 
Jost: "Konkurrenten und Einzelhandelsunternehmen schrecken oft nicht 
davor zurück, als Trittbrettfahrer ein erfolgreiches Markenkonzeptes 
zu nutzen. Innovationen werden immer schneller kopiert. Nicht umsonst
steht neben vielen Originalen eine entsprechende Händler-Eigenmarke 
im Gestell."
54%: Der Eigenmarken-Anteil ist in der Schweiz europaweit am 
höchsten
Trotz des Goodwills der Konsumenten gegenüber Marken steigt der 
Eigenmarkenanteil bei Schweizer Händlern stetig - und liegt 
europaweit am höchsten. Satte 54% betrug er gemäss dem "PLMA 
Internationalen Jahrbuch der Handelsmarken" im 2009. Unsere 
Nachbarländer liegen markant darunter: Deutschland 40%, Österreich 
37%, Frankreich 34%, Italien 17%.
Lidl noch nicht als Markenartikel-Kanal wahrgenommen, 
Einkaufserlebnis wichtig
Spannende Resultate lieferte die Promarca-/GfK-Studie zur Frage, 
in welchen Kanälen die Befragten erwarten, Markenartikel kaufen zu 
können. 92% antworteten mit Coop, drei von vier mit Manor und Globus,
58% mit Migros, 57% nannten Denner. Lidl liegt mit lediglich 13% weit
im Hintertreffen. Es scheint, als ob der deutsche Discounter seine 
Markenaffinität noch nicht in den Köpfen potentieller Kunden hat 
verankern können. Auch schätzen Herr und Frau Schweizer weiterhin das
Einkaufserlebnis: 55% gaben an, dass sie (sehr) gerne bereit sind, in
einem anderen Geschäft für Sortimentsvielfalt, Auswahl, 
Ladengestaltung und Beratung mehr zu bezahlen als bei Discountern.
Preise sind bei der Wahl des Einkaufsgeschäfts nicht 
spielentscheidend
Bestätigt wurde die gängige Annahme, dass die "Nähe" das 
wichtigste Kriterium für die Wahl des Einkaufsgeschäfts ist (22% der 
Befragten). Auf dem zweiten Platz steht die "Produktqualität" vor 
"gesunden und frischen Waren". Auch eine "grosse Auswahl" wird den 
Konsumenten immer wichtiger: Verglichen mit 2009 legte dieses 
Argument um 2% auf 9% zu. Lediglich an vierter Stelle (12%) rangieren
für die Befragten "speziell günstige Preise". Vergleichen sie im 
Vorfeld Preise bei verschiedenen Händlern, geschieht dies 
hauptsächlich über Kundenzeitschriften (55%). Mit 40% spielt auch das
Internet eine tragende Rolle.

Kontakt:

Anastasia Li-Treyer, Direktorin
Patrick Eigenmann, Kommunikation/PR

Promarca
Schweizerischer Markenartikelverband
Tel.: +41/31/310'54'54
E-Mail: info@promarca.ch

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