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Bourbaki Panorama Luzern

Über Grenzen - Start Sonderausstellung im Bourbaki Panorama

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Über Grenzen. Neugier, Hoffnung, Mut

Sonderausstellung im Bourbaki Panorama Luzern

11.05.2021-31.12.2022

Wann haben Sie zuletzt eine Grenze überschritten? Kennen Sie Ihre eigenen Grenzen? Und wann werden diese übertreten? Grenzsituationen sind alltäglich. Sie sind ambivalent, sowohl Herausforderung wie Chance, Gefahr und Bereicherung. Zur Erinnerung an die Grenzüberschreitung der französischen Bourbaki-Armee vor 150 Jahren lädt das Museum Bourbaki Panorama mit einer neuen Sonderausstellung aufs Terrain der Grenze.

Kann Solidarität Grenzen überschreiten?

Alles hat seine Grenzen, heisst es. Trifft dies auch für die Solidarität zu? Oder zeichnet Grenzenlosigkeit diese gerade erst aus? Das Rundbild Bourbaki Panorama – 1881 von Edouard Castres gemalt – führt das Elend vor Augen, das kriegerische Konflikte auslösen. Es zeigt auf, wie Zivilgesellschaft, Staat und Hilfswerke die Herausforderung einer Internierung mit beeindruckender Solidarität angepackt und damit die humanitäre Tradition in der Schweiz mitgeformt haben. Bis heute stellt uns das Bourbaki Panorama wichtige Fragen zum menschlichen Zusammenleben – zu Gastfreundschaft, Solidarität und Grenzüberschreitungen. Über die malerisch erzählten Grenzüberschreitungen hinaus erweitert das Bourbaki Panorama auch als Medium die Grenzen der Wahrnehmung.

Neue Sonderausstellung zum Erinnerungsjahr

Mit der Sonderausstellung «Über Grenzen. Neugier, Hoffnung, Mut» widmet sich das Museum der Auseinandersetzung mit vielfältigen Grenzen und Grenzerfahrungen. Inspiriert vom monumentalen Rundbild ermöglicht die Ausstellung ab dem 11. Mai Begegnungen mit vielfältigen Grenzerfahrungen unserer Gegenwart. Der umfassende Zugang zum Thema reflektiert territoriale Grenzen genauso wie mentale, materielle wie immaterielle.

In der Ausstellung trifft Begegnung auf Selbsterkundung: Vier Filmportraits – von der Luzerner Filmemacherin Antonia Meile eigens für die Ausstellung realisiert – stellen zum einen Menschen vor, die im Alltag an Grenzen gelangen, Grenzsituationen begleiten, Grenzüberschreitungen verhindern und Grenzen überwinden. Sei es als Berufsmilitärpilot, Sterbebegleiterin, geflüchtete Person oder in einer Erziehungsgemeinschaft. Die einfühlsamen Gespräche und symbolhaften Stimmungsbilder werden auf eine überdimensionierte, der Form des Panoramas nachempfundene Fläche projiziert. Diese Präsentation ermöglicht ähnlich dem Panorama eine immersive Wirkung. Zum anderen stehen die Besuchenden selbst im Zentrum: Sie verirren sich im Grenzlabyrinth, erforschen mit Hilfe des Grenz-Orakels den eigenen Umgang mit Grenzen und entwerfen ihre fantastische Welt ohne Grenzen. Eine «Mutprobe» stellt sie gar vor die Herausforderung einer belebenden Grenzüberschreitung. Die Ausstellung verdeutlicht die Ambivalenz von Grenzüberschreitungen zwischen Herausforderung und Bereicherung. Und zeigt auf, dass Grenzen nicht nur trennen, sondern zuweilen auch orientieren und verbinden.

Ergänzend zur Sonderausstellung haben Studierende der Pädagogischen Hochschule Luzern einen «Grenzen-Rundgang» entlang von Einzelschicksalen, Wertehaltungen, politischen Entscheiden und Rollenbildern im Riesenrundbild entwickelt. Die Kombination von Panorama-Erlebnis und Sonderausstellung schafft eine Plattform zur partizipativen Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen, den Grenzen der Gemeinschaft und den Grenzen der Welt.

Info-Box

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Das Bourbaki Panorama ist ein Europäisches Kulturdenkmal und erinnert an die Internierung von 87‘000 französischen Soldaten, die im Winter 1871 in der Schweiz Zuflucht finden. Die packende Geschichte, die der Maler Edouard Castres 1881 auf dem 112 × 14 Meter grossen Rundbild erzählt, ist gleichzeitig eine Reise in das ausgehende 19. Jahrhundert, wo sich die Schweiz und ihre humanitäre Tradition geformt haben. Panoramen – eine Kunstproduktion aus derselben Epoche – bestechen durch ihre immense Grösse und ihre ausgeklügelte Illusionsoptik: Die 360°-Rundsicht suggerieren den Eindruck von Unendlichkeit und schaffen damit optimale Voraussetzungen zum grenzenlosen Eintauchen ins Bildgeschehen.

Ausblick: Im Rahmen des Erinnerungsjahres findet im Bourbaki Panorama am Samstag 14. August ein Tag der offenen Museumstüre für die Bevölkerung statt. Mit zahlreichen Führungen und Veranstaltungen an der «Denkmalmeile von Luzern» bieten die Museen und Denkmäler rund um den Löwenplatz – Bourbaki Panorama, Löwendenkmal und Gletschergarten – eine Plattform fürs Erleben, Erinnern und Reflektieren.

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Die Sonderausstellung «Über Grenzen. Neugier, Hoffnung, Mut» wird von einem vielfältigen Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm begleitet. Details entnehmen Sie bitte dem beigelegten Flyer.

KONTAKT MEDIENAUSKÜNFTE

Irène Cramm, Museumsleiterin, irene.cramm@bourbakipanorama.ch

Tel +41 41 412 30 32

MEDIENDIENST

Mediendokumente und Fotos der Ausstellung finden Sie unter folgendem Link:

https://www.bourbakipanorama.ch/medien/mediendienst/

EINBLICK IN DIE NEUE SONDERAUSSTELLUNG

Für Interview- oder Besuchstermine stehen wir gerne zur Verfügung.

Kontakt: medien@bourbakipanorama.ch

Bourbaki Panorama
Löwenplatz 11
CH–6004 Luzern
 www.bourbakipanorama.ch
Europäisches Kulturdenkmal
Monument culturel européen
European cultural monument
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