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Kontrastmittel für Kernspintomographie und nephrogene systemische Fibrose bei schwerer Niereninsuffizienz - Guerbet ändert Beipackzettel von Dotarem(R) und bekräftigt gute Verträglichkeit

Villepinte, Frankreich (ots/PRNewswire)

Weltweit wurden einige
Dutzend Fälle nephrogener systemischer Fibrose bei Patienten mit
Niereninsuffizienz gemeldet, die sich einer Kernspintomographie
unterzogen hatten. Die Pharmakovigilanz-Arbeitsgruppe der
Europäischen Arzneimittelagentur EMEA hat daher Empfehlungen für
verstärkte Vorsichtsmassnahmen beim Einsatz von Kontrastmitteln bei
derartigen bildgebenden Untersuchungen herausgegeben.
Diese verstärkten Vorsichtsmassnahmen gelten für alle auf
Gadolinium basierenden Kernspin-Kontrastmittel. Aus diesem Grunde
wurde der Beipackzettel von Dotarem(R) (Gadotersäure von Guerbet)
geändert. Bisher wurde allerdings noch kein einziger Fall von
nephrogener systemischer Fibrose im Zusammenhang mit DOTAREM(R)
gemeldet.
Warum also diese Warnung und diese neuen Vorsichtsmassnahmen?
Die Massnahmen stehen im Zusammenhang mit dem Verdacht, dass
bestimmte, auf Gadolinium basierende Kernspin-Kontrastmittel für das
Auftreten einer seltenen, ursprünglich nephrogene fibrosierende
Dermopathie (DFN) (1) genannten und kürzlich in nephrogene
systemische Fibrose (FSN) (2) umgetauften Krankheit verantwortlich
sind.
Diese neue Krankheit wurde erstmals im Jahre 1997 beschrieben.
Seither sind der Food and Drug Administration in den USA (4) und in
Europa (5) zahlreiche Fälle (3) (über 200) gemeldet worden.
Die Krankheit ist durch diffuse Läsionen an verschiedenen Organe,
u.a. der Haut gekennzeichnet. Der Krankheitsverlauf ist progressiv.
Einige Läsionen stabilisieren sich, andere hingegen entwickeln sich
weiter und es wurden einige Todesfälle beobachtet (6).
Die nephrogene systemische Fibrose und Gadolinium-Chelate
Alle Personen, bei den sich die Krankheit zeigte, litten an einer
meist schweren Niereninsuffizienz und bekamen eine Dialyse (1). Die
Patienten hatten sich teilweise 2 Tage bis 18 Monate, meistens jedoch
2 bis 3 Monate vor Auftreten der Symptome einer Kernspintomographie
unterzogen (5).
Der Zusammenhang zwischen dem Auftreten der nephrogenen
systemischen Fibrose und dem Einsatz eines auf Gadolinium-Chelat
basierenden Kontrastmittels wurde erstmals im Januar 2006 vermutet
(7). In den allermeisten Fällen handelte es sich bei dem
Kernspin-Kontrastmittel um Gadodiamid (OMNISCAN(R)), in seltenen
Fällen um Gadopentetat Dimeglumin (MAGNEVIST(R)) bzw. um
Gadoversetamid (4,5,8) (OPTIMARK(R)). Die Physiopathologie der
Krankheit ist weiterhin unbekannt.
Der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung kann daher nicht mit
Sicherheit behauptet werden. Er scheint jedoch durchaus plausibel, da
Wissenschaftler Gadolinium in Hautbiopsien von Patienten mit
nephrogener systemischer Fibrose haben nachweisen können (9,10).
Niereninsuffizienz ist durch eine anhaltende Verringerung der
glomerulären Filtrationsrate gekennzeichnet. Wenn diese Erkrankung
chronisch wird, kann sie sich zu einer schweren bzw. terminalen
Niereninsuffizienz entwickeln, die nur per Dialyse bzw. eine
Nierentransplantation behandelt werden kann.
Dotarem(R): Wirksamkeit und Verträglichkeit
Da bei Patienten die DOTAREM(R) erhielten bisher kein Fall
nephrogener systemischer Fibrose bekannt wurde, verlangte die EMEA
nur, dass für Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz ein
Warnhinweis in den Beipackzettel von DOTAREM(R) aufgenommen wird. Die
klinische Verträglichkeit und der diagnostische Wert von DOTAREM(R)
wurden in einem im Januar 2007 in der Zeitschrift Investigative
Radiology erschienen Artikel gewürdigt (10). Die Studie wurde
zwischen Januar 2004 und Oktober 2005 in Deutschland mit 24.308
Patienten durchgeführt, die sich einer Kernspintomographie
unterzogen. Die Nebenwirkungen, die in nur 0,4 % der Fälle beobachtet
wurden, beschränkten sich meist auf Wärmeempfindungen, Übelkeit bzw.
eine vorübergehende Veränderung des Geschmacksempfindens. Es wurde
nur von einem einzigen schweren Vorfall berichtet, der allerdings in
keinem Zusammenhang mit einer nephrogenen systemischen Fibrose stand
und für den Patienten ohne bleibende Folgen verlief.
DOTAREM(R), eine chemisch stabile Verbindung
Die Pharmakovigilanz-Arbeitsgruppe der EMEA erklärte in ihrem
Abschlussbericht, dass es Stabilitätsunterschiede zwischen
verschiedenen Gadolinium-Chelaten gäbe, die das Auftreten einer
nephrogenen systemischen Fibrose bei Patienten mit schwerer
Niereninsuffizienz erklären könnten.
Die Stabilität der Gadolinium-Chelate hängt von ihrer Struktur ab.
DOTAREM(R), das stabilste Gadolinium-Chelat, hat eine makrozyklische
Struktur und die längste Dissoziationshalbwertszeit. Dadurch wird die
Freisetzung toxischen, freien Gadoliniums verhindert, da dieses in
der makrozyklischen Struktur gefangen bleibt (11,12).
DOTAREM(R)
DOTAREM(R) ist bei Erwachsenen, Kindern und Säuglingen für die
Kernspintomographie bei Erkrankungen des Gehirns und der Medulla
oblongata, Erkrankungen der Wirbelsäule und anderen, den gesamten
Körper betreffenden Erkrankungen (z.B. bei Angiographien) indiziert.
DOTAREM(R) wird seit 1989 weltweit vertrieben und ist über 10
Millionen Menschen verabreicht worden, die sich einer
Kernspintomographie unterzogen. Die Indikationen, für die Dotarem(R)
zugelassen ist, können von Land zu Land verschieden sein.
Guerbet
Guerbet (www.guerbet.com) ist die einzige pharmazeutische
Unternehmensgruppe, die sich vollständig auf medizinische
Bildgebungsverfahren spezialisiert hat. Das Unternehmen verfügt über
eine umfassende, auf dem Weltmarkt präsente Röntgen- und
Kernspin-Kontrastmittelreihe. Die Produkte unterstützen den
Radiologen, Kardiologen, Onkologen usw. bei der Stellung einer
genauen Diagnose, sodass er seine an Krebs, kardiovaskulären,
entzündlichen und degenerativen Erkrankungen leidenden Patienten
besser behandeln kann. Um neue Produkte entwickeln und das weitere
Wachstum sicherstellen zu können, beschäftigt Guerbet 160 Mitarbeiter
in Forschung und Entwicklung und widmet diesem Bereich 10 % der
Umsatzerlöse. Guerbet ist mit einem Markteinteil von 25 % in Europa
stark vertreten und baut seine Präsenz in den Vereinigten Staaten und
Japan aus.
Referenzen:
(1) Cowper SE, Robin HS, Steinberg SM, Su LD, Gupta S, LeBoit PE.
Scleromyxoedema-like cutaneous diseases in renal-dialysis patients.
Lancet 2000;356:1000-1001
(2) Cowper SE, Su LD, Bhawan J, Robin HS, LeBoit PE. Nephrogenic
fibrosing dermopathy. Am J Dermatopathol 2001; 23: 383-93
(3) Un registre de signalement a été mis en place sur le web :
International Center for Nephrogenic Fibrosing Dermopathy Research
(ICNFDR) www.icnfdr.org
(4) FDA, Public Health Advisory Update on Magnetic Resonance
Imaging (MRI) Contrast Agents Containing Gadolinium and Nephrogenic
Fibrosing Dermopathy
http://www.fda.gov/cder/drug/advisory/gadolinium_agents_20061222.htm
(5) Thomsen HS. Nephrogenic systemic fibrosis: a serious late
adverse reaction to gadodiamide. Eur Radiol. 2006 Dec;16(12):2619-21
(6) NSF/NFD update. MRI Summit 2006. Dearborn, Michigan, USA.
October 21-22, 2006;
(7) Grobner T. Gadolinium: a specific trigger for the development
of nephrogenic fibrosing dermopathy and nephrogenic systemic
fibrosis? Nephrol Dial Transplant 2006;21:1104-1108.
(8) Thomsen HS, Morcos SK, Dawson P. Is there a causal relation
between the administration of gadolinium based contrast media and the
development ofnephrogenic systemic fibrosis (NSF)? Clin Radiol. 2006
Nov;61(11):905-
(9)High WA et al. Gadolinium is detectable within the tissue of
patients with nephrogenic systemic fibrosis. J Am Acad Dermatol 2006
In Press.
(10) Boyd AS et al. Gadolinium deposition in nephrogenic fibrosing
dermopathy. J Am Acad Dermatol 2006, In press
(11) Herborn CU, Honold E, Wolf M, Kemper J, Kinner S, Adam G,
Barkhausen J.. Clinical safety and diagnostic value of the gadolinium
chelate gadoterate meglumine (Gd-DOTA). Invest Radiol. 2007
Jan;42(1):58-62.
(12) Caravan P, Ellison JJ, McMurry TJ, Lauffer RB.
Gadolinium(III) Chelates as MRI Contrast Agents: Structure, Dynamics,
and Applications. Chem Rev. 1999 Sep 8;99(9):2293-352

Pressekontakt:

Ansprechpartner für die Presse: Marina Rosoff - Ruder Finn France.,
Tel.: + 33-(0)1-56-81-15-03 - E-Mail: mrosoff@ruderfinn.fr

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