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migros museum für gegenwartskunst präsentiert vom 6. März bis 30. Mai 2010: While Bodies Get Mirrored - An Exhibition about Movement, Formalism and Space

migros museum für gegenwartskunst präsentiert vom 6. März bis 30. Mai 2010: 

While Bodies Get Mirrored - An Exhibition about Movement, Formalism and Space
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Zürich (ots)

- Hinweis: Bildmaterial wird über Keystone durch Photopress
     verbreitet und steht zum kostenlosen Download bereit unter:
     http://www.presseportal.ch/de/pm/100009795 -
Die Gruppenausstellung bringt Arbeiten zusammen, die ein 
Spannungsverhältnis von Bewegung und Raum thematisieren und dafür ein
formalistisches Zeichenvokabular aufnehmen und reaktivieren. Ein 
Fokus der Ausstellung ist der Einfluss des (post)modernen Tanzes und 
dessen Choreografie in der zeitgenössischen Kunst. Weitere zentrale 
Fragestellungen bilden die Re-Präsentation des Performativen und die 
Notation von Bewegung und tänzerischen Handlungsvorgängen mit 
verschiedensten Medien - von der klassischen fotografischen und 
filmischen über die skulpturale und installative Weise.
Der frühe postmoderne Tanz mit seiner Behauptung «jede Bewegung 
der Teil eines Tanzes und jeder Mensch ein Tänzer» kann einerseits 
als historisches Brückenmoment zum Modernismus, andererseits aber 
auch als Moment gelesen werden, das die in der Ausstellung gezeigten 
Positionen verkettet. Im postmodernen Tanz hat sich das Erbe der 
formalistischen Bewegungsausdrücke gesetzt und weiterentwickelt und 
rückwirkend die zeitgenössische bildende Kunst geprägt. Gerade in den
letzten Jahren konnte bei jüngeren Künstlern ein verstärktes 
Interesse an der Wiederaufnahme und -entdeckung dieser 
Avantgarde-Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts ausgemacht werden -
sowohl aus formalästhetischer als auch sozialer Sicht. 
Formalästhetisch werden dabei Momente des Spiegelns, Reflektierens, 
Funkelns und der Zergliederung komplexer Formen in ihre einfachen 
geometrischen Bestandteile aufgenommen und zu wichtigen 
Ausdrucksmitteln einer formalen Sprache.
Die dreizehn in der Ausstellung gezeigten internationalen 
Positionen bezeichnen den unterschiedlichen Einsatz und die 
verschiedenen inhaltlichen Funktionen einer solchen Sprache: Delia 
Gonzalez (*1972, USA), Hanna Schwarz (*1975, D) und Kelly Nipper 
(*1971, USA) nehmen dabei direkt Tanzbewegungen zitathaft in ihre 
Videoarbeiten auf und erweitern diese oftmals in einen räumlichen 
Kontext. So schafft Gonzalez als räumliche Inszenierung eine 
Bühnensituation, in der sie ihren Film (Not yet titled, 2010) 
präsentieren wird. Ebenfalls wird das politische Potenzial von 
Bewegung untersucht - so etwa bei Anetta Mona Chişa (*1975, 
Rumänien) & Lucia Tkáčová (*1977, Slowakei), die in ihrer 
Videoarbeit Manifesto of Futurist Woman (Let's Conclude) (2008) 
uniformierte Majoretten vor der Videokamera marschieren und per 
Flaggenalphabet das «Manifest der futuristischen Frau» verbreiten 
lassen. Auch Anna Molska (*1983, Polen), Mai-Thu Perret (*1976, CH) 
oder Paulina Olowska (*1976, Polen) untersuchen einen solchen 
politischen Ansatz. Sie versuchen, eine Art «soziale Choreografie» 
(Andrew Hewitt) zu ergründen, wenn sie sich in ihren Arbeiten mit 
Tanz und Bewegung auseinandersetzen. William Forsythe (*1949, USA), 
Martin Soto Climent (*1977, Mexiko) und Julian Goethe (*1966, D) 
erweitern ihre Arbeiten in den skulpturalen Bereich hinein und 
untersuchen die Verfestigung von Bewegung. So bezeichnet Forsythe 
seine Raumskulptur The Defenders Part II (2008), eine Anordnung von 
über siebzig ineinander verkeilten Spiegeln auf rotem Teppich, als 
«performatives Objekt». Als historisches Beispiel gilt die Arbeit A 
Study in Choreography for Camera (1945) von Maya Deren (1917-1961), 
die sich in ihrem Schaffen sehr früh für die Synthese von Film und 
Tanz interessiert hat. Auch die experimentelle Filmemacherin Babette 
Mangolte (F/USA), die während der 1970er und 1980er Jahre unzählige 
Performances u. a. von Trisha Brown, Yvonne Rainer und Richard 
Foreman dokumentierte, beschäftigt sich ausführlich in ihrem Schaffen
mit der Frage nach der Repräsentation des Performativen. Silke 
Otto-Knapp (*1970, D) nimmt oftmals fotografisches 
Dokumentationsmaterial von Ballettinszenierungen als Ausgangsmaterial
für ihre Malerei. Dabei fokussieren ihre monochromen Bilder das 
Moment der Bewegung der Figur und verdichten diese.
PERFORMANCE VON MARTIN SOTO CLIMENT: Parallel zur Eröffnung wird 
Martin Soto Climent eine Performance im Museum durchführen. Diese 
wird die ganze Eröffnung hindurch dauern.
PERFORMANCE VON KELLY NIPPER: Am Samstag, 17. April wird eine 
Performance von Kelly Nipper im Museum stattfinden. Weitere 
Informationen finden Sie unter: www.migrosmuseum.ch.
FILMVORFÜHRUNG «DANCINC BY MYSELF»: Am Donnerstag, 6. Mai, findet 
eine Filmvorführung statt, die sich dem Solo-Tanz des 20. 
Jahrhunderts widmet. Mit Tanzfilmen u. a. von Trisha Brown, Isadora 
Duncan, William Forsythe, Loïe Fuller, Miriam LaVelle und Erna 
Ómarsdóttir.
KATALOG: Im Juni 2010 wird eine ausführliche Anthologie mit dem 
Titel Zwischenzonen - Repräsentationen des Performativen erscheinen, 
die sowohl die aktuelle wie die Ausstellung While Interwoven Echoes 
Drip into a Hybrid Body - an Exhibition about Sound, Performance and 
Sculpture (2006) diskutiert und erweitert. Im Zentrum dieser 
Diskussion stehen die Überschneidung und Ineinanderfaltung des 
Performativen mit verschiedenen Kunstgattungen wie Skulptur, 
Installation und Film. Mit Texten u.a. von: Philip Auslander, Raphael
Gygax, Babette Mangolte, Heike Munder.
SCHULKLASSEN-WORKSHOPS: Zur Ausstellung bietet das Museum 
museumspädagogische Workshops für Schulklassen an. Daten: 15. März 
bis 25. Mai 2010 zwischen 9.30 und 16.30 Uhr. Jeweils Montag, 
Dienstag und Donnerstag. Dauer: 1,5 Stunden. Bitte bei der Anfrage 
mindestens zwei mögliche Termine angeben. Für Schulklassen kostenlos.
Anmeldungen an: Brigit Meier, Museumspädagogin,  
kunstvermittlung@migrosmuseum.ch.
ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN: Sonntag, 7. und 21. März, 4. und 18. April,
9. und 30. Mai, um 15 Uhr sowie Donnerstag, 11. März und 28. Mai,
um 18.30 Uhr.
FAMILIENFÜHRUNGEN: Sonntag, 21. März und 18. April, um 13.30 Uhr. 
Die Führung dauert 1,5 Stunden und ist inhaltlich auf Familien 
ausgerichtet. Innerhalb der Führung wird auch praktisch gearbeitet.
FEIERTAGE: Das Museum bleibt geschlossen am Karfreitag, 2. April, 
Ostermontag, 5. April, sowie am Pfingstmontag, 24. Mai.
ÖFFNUNGSZEITEN: Di / Mi / Fr 12-18, Do 12-20, Sa / So 11-17 Uhr.
Der Eintritt ins Museum ist donnerstags von 17-20 Uhr kostenlos.
PRESSEKONFERENZ: Freitag, 5. März 2010, 11.30 Uhr
ERÖFFNUNG: Freitag, 5. März 2010, 18 Uhr
www.migrosmuseum.ch
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Das migros museum für gegenwartskunst ist eine Institution des 
Migros-Kulturprozent. Das Migros-Kulturprozent ist ein freiwilliges, 
in den Statuten verankertes Engagement der Migros für Kultur, 
Gesellschaft, Bildung, Freizeit und Wirtschaft.
www.migros-kulturprozent.ch

Kontakt:

Barbara Salm, Leiterin Kommunikation, Direktion Kultur und Soziales,
Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich, Tel. 044 277 20 79,
barbara.salm@mgb.ch
Für Bildmaterial wenden Sie sich bitte an: presse@migrosmuseum.ch

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