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Urinmenge ist ein nützlicher Indikator für nächtliche Polyurie

Paris (ots/PRNewswire)

- Millionen Betroffene, die nachts häufig auf die Toilette müssen,
können sich jetzt mit einem einfachen Diagnosetest, der zuhause
angewendet werden kann, Klarheit verschaffen
Eine jüngste Studie mit 1.000 Nokturie-Patienten, die in diesem
August beim ICS/IUGA-Jahreskongress in Paris vorgestellt wurde,
ergab, dass mehr als 76% an dem lästigen Zustand litten, der als
nächtliche Polyurie bekannt ist. Studien zeigen auch, dass ein
signifikanter Anteil Erwachsener im Alter von unter 65 Jahren
aufgrund von häufigem nächtlichen Wasserlassen Schlaf einbüsst (1).
Die von einer Person des Nachts abgegebene Urinmenge ist der
Schlüssel-Indikator bei der Diagnose einer potentiellen Nokturie,
sagen Experten, und die Patienten haben jetzt eine Möglichkeit, die
Urinabgabe aufzuzeichnen, um zu bestimmen, ob bei ihnen ein solches
Problem vorliegt.
Gesunde Menschen jeglichen Alters, die des Nachts einmal oder
häufiger auf die Toilette müssen, leiden oft unter Problemen wie
Schlafentzug und Fehlern am Arbeitsplatz. "Fehlender Schlaf aufgrund
von nächtlichem Wasserlassen ist mehr als störend, sagt Dr. Poul
Jennum, dänischer Schlafexperte. "Schläfrigkeit während des Tages
kann eine Gefahr für die allgemeine Gesundheit und Sicherheit
darstellen und belastet zwischenmenschliche Beziehungen am
Arbeitsplatz."
Personen, die an nächtlicher Polyurie leiden, produzieren des
Nachts häufige und grosse Urinmengen, die mehr als 1/3 der
Gesamt-Tagesmenge ausmachen.
Eine Behandlung mit MINIRIN (Desmopressin) reduziert die Urinmenge
durch Erhöhung der Urinkonzentration. Eine nächtliche Dosis hält bis
zu 8 Stunden an und kann das Bedürfnis nach nächtlichem Wasserlassen
signifikant reduzieren. Studien zeigen, dass rund 30% der Patienten
nach Einnahme von MINIRIN einen ungestörten Schlaf von 5 oder mehr
Stunden geniessen (2,3,4).
Diejenigen, die an Schlafentzug aufgrund von häufigen nächtlichen
Toilettenbesuchen leiden, besitzen jetzt ein wichtiges Werkzeug, um
ihr Problem zu 'diagnostizieren'. Durch die Aufzeichnung der
Urinabgabe über ein paar Tage mit einem einfachen 'Frequency Volume
Chart' (FVC) können die Patienten ihrem Arzt wertvolle Daten zur
Auswertung in die Hand geben.
Nokturie kann auch mit Depression verbunden sein
Schlafentzug aufgrund von nächtlichen Toilettenbesuchen kann ein
chronisches Problem mit ernsthaften Konsequenzen für die Gesundheit
werden. Über die Schlaf-Schwelle hinaus wird eine Person
Schwierigkeiten bei der Bewältigung normaler täglicher Aktivitäten
haben. Kognitive Funktionen wie Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnis
und Kreativität können laut Experten alle negativ beeinflusst
werden(5).
Probleme, bei der Arbeit konzentriert zu bleiben, kann auch die
Produktivität einer Person beeinflussen. Statistiken zeigen, dass
Menschen, die an Nokturie leiden, ungefähr 9,2% weniger Arbeit
leisten im Vergleich zu gesunden Personen(6).
Eine im Februar 2004 präsentierte schwedische Studie lässt eine
starke Verbindung zwischen gravierender Depression (MD) und Nokturie
(zwei oder mehr Entleerungen pro Nacht) vermuten (7). Wissenschaftler
fanden eine sechsfache Erhöhung des Nokturie-Vorkommens bei Männern
(Durchschnittsalter 48) und eine dreifache Erhöhung bei Frauen mit
einem Durchschnittsalter von 50, verbunden mit einer grösseren
Depression.
Behandlungsmöglichkeiten
Patienten mit Drang nach nächtlichem Wasserlassen (mehr als
einmal) und die die grosse Mengen abgeben (350 ml oder mehr pro
Entleerung) können versuchen, ihren Lebensstil zu ändern, indem sie
die Aufnahme von Flüssigkeit, wie z.B. Kaffee, Limonaden oder Tee am
späten Nachmittag und Abend einschränken, sagen Experten.
Allerdings ist eine Änderung des Lebensstils für die meisten
Betroffenen keine Lösung. Eine Medikamententherapie ist eine machbare
Alternative.
Bei der Behandlung von nächtlicher Polyurie ahmt MINIRIN
(Desmopressin) die Wirkungsweise des natürlich produzierten
antidiuretischen Hormons Vasopressin nach, indem es die exzessive
nächtliche Urinabgabe reduziert.
Referenzen
1) Paul Abrams et al. Is nocturnal polyuria a key factor in
nocturia? [Ist die nächtliche Polyurie ein Schlüsselfaktor bei
Nokturie?] Auf dem ICS/IUGA 2004 vorgestelltes Abstrakt
2) Mattiasson A. et al. Efficacy of desmopressin in the treatment
of nocturia: a double-blind placebo-controlled study in men. BJU Int
2002;89:855-862
3) Lose G. et al. Efficacy of desmopressin (Minirin) in the
treatment of nocturia: a double-blind placebo-controlled study in
women. Am J Obstet Gynecol 2003;189:1106-1113
4) Van Kerrebroeck, P., Rezapour, M., Thüroff, J., Cortesse, A.
(2002). "Efficacy and safety of oral desmopressin (MINIRIN) in
treatment of nocturia in men and women." Int Urogynecol J 13:S5-S6
5) Jennum P. The impact on nocturia on sleep [Der Einfluss von
Nokturie auf den Schlaf]. Präsentiert auf dem ersten internationalen
Nokturie-Workshop , Juni, Malta.
6) Kobelt G et al. Productivity, vitality and utility in a group
of healthy professionally active individuals with nocturia. BJU Int
2003;91:190-195
7) Asplund R et al. Nocturia and depression. BJU Int
2004;93:1253-1256

Pressekontakt:

Sharmi Albrechtsen, Ferring International Center, Telephon:
+45-28-78-72-09, Email: sharmi.albrechtsen@ferring.com