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Neue Studie schreibt Oxycodon bessere Wirksamkeit als Morphin bei der Behandlung von Eingeweideschmerzen zu

Sydney, Australien (ots/PRNewswire)

Eine neue experimentelle
Studie mit gesunden freiwilligen Teilnehmern  deutet darauf hin, dass
der Einsatz von Oxycodon, einem gängigen modernen  synthetischen
Opioidpräparat, möglicherweise grössere Wirksamkeit bei der
Behandlung von Eingeweideschmerzen als Morphin zeigt. Die Studie
wurde heute  im Rahmen des 11. IASP Schmerz-Weltkongresses in Sydney,
Australien  präsentiert(1).
Die Ergebnisse, im Einklang mit klinischer Erfahrung, zeigen
erstmals  bedeutende Unterschiede zwischen Oxycodon und Morphin bei
der Behandlung  von Eingeweideschmerzen und weisen darauf hin, dass
der Einsatz des Präparats  bei der Behandlung dieses Schmerztyps von
grossem Erfolg sein könnte.
"Eingeweideschmerzen stellen eines der schwierigsten Symptome der
Gastroenterologie dar", so Prof. Jens Arendt-Nielsen, Institut für
Gastroenterologie der Universität Aalborg, Dänemark. "Im Rahmen
dieser Studie  wurden Analgetika erstmals anhand einer multimodalen
und  Multigewebe-Schmerzbewertung untersucht. Mit diesem Verfahren
konnten die  unterschiedlichen Wirkungen neuer und vorhandener
Arzneimittel auf  spezifische Gewebe und Schmerzmodalitäten beurteilt
werden."
Für die Studienergebnisse wurden gesunde Freiwillige mittels einer
an  einem Ballon montierten Sonde viszeralen Reizen in der
Speiseröhre  ausgesetzt. Mit diesem Gerät wurden mechanische,
Wärmeschmerz- und  Elektroschmerzreize erzeugt. Zur Haut- und
Muskelreizung wurden Elektroden,  ein Druckalgometer sowie ein
'Thermotester' eingesetzt. 24 Personen (12  Frauen und 12 Männer)
nahmen an dieser doppelblinden randomisierten Studie  teil. Nach
einer Basisaufzeichnung des experimentellen Schmerzes wurden
Oxycodon (15 mg), Morphin (30 mg) oder Placebo zufällig verabreicht.
Die  Schmerzreaktionen der Patienten wurden je nach den verschiedenen
Schmerzreizen bewertet, die zu Studienbeginn sowie nach 30, 60 und 90
Minuten getestet wurden.
Die Studienergebnisse zeigten, dass beide Opioide eine bedeutend
bessere analgetische Wirkung als das Placebo erzielten (alle  P-Werte
<0,001). Interessanterweise wirkten die Opioide auf alle Gewebe
ausser den Eingeweiden gleich, wo Oxycodon eine grössere Wirkung
aufwies  (P<0,001).
Eingeweideschmerzen betreffen die 'weichen' Organe sowie
Körpergewebe oder Eingeweide und stellen ein äusserst häufig
auftretendes Leiden dar, das zu schwerer Entkräftigung führen kann.
Fast  jeder wurde bereits einmal in irgendeiner Form von diesem
Schmerz betroffen,  sei es als leichtes Unbehagen (z.B.
Verdauungsstörung oder leichter  gastroösophagealer Rückfluss) oder
als äusserst schmerzhaftes Leiden (z.B.  Nierenkolik, schweres
Reizdarmsyndrom etc). Bei vielen Patienten können
Eingeweideschmerzen Teil eines komplexen Syndroms mit Schmerzsignalen
mehrerer Organe und Gewebe sein - typisch für krebsbedingten Schmerz
- , was  es dem Patienten erschwert, den Schmerz zu identifizieren.
Zahlreiche Formen von Eingeweideschmerzen treten besonders häufig
bei  Frauen auf und stehen mit dem Fortpflanzungssystem in
Zusammenhang  (Menstruationsschmerzen, Wehen oder postmenopausale
Beckenschmerzen). Sowohl  bei Männern als auch Frauen sind Schmerzen
der inneren Organe die häufigste  Ursache für ambulante
Arztbesuche(2).
Morphine und ähnliche Stoffe, die der 'Opioid'-Gruppe der
Arzneimittel  angehören, werden häufig zur Behandlung von
Eingeweideschmerzen eingesetzt,  wobei Morphin bisher von vielen
Ärzten als das Therapeutikum erster Wahl für  die Behandlung dieses
Leidens angesehen wurde. Oxycodon ist in Form  verschiedener
Präparate erhältlich, darunter Oxycontin Retard-Tabletten
(Oxycodonhydrochlorid-Tabletten mit verzögerter Freisetzung), und
aufgrund  seiner wirksamen Behandlung von Millionen Patienten mit
leichten bis zu  schweren Schmerzen altbewährt im Bereich
Schmerzmanagement.
Trotz der häufigen Verwendung von Opioiden zur Behandlung von
Eingeweideschmerzen kann ihre Wirkung aufgrund einer Reihe von
Faktoren,  wie etwa tägliche Fluktuation des Schmerzniveaus sowie
psychologische und  soziale Faktoren, sehr unterschiedlich ausfallen.
Zudem fällt es Patienten  oft schwer, den Schmerz von den zahlreichen
anderen Symptomen einer  bestimmten Erkrankung zu unterscheiden.
Frühere Experimente an Nagetieren haben einen Randeffekt von
k-Opioid-Agonisten bei Eingeweideschmerzen aufgezeigt(3). Hypothese
dieses  Experiments war, dass Oxycodon - mit einiger Wirkung beim
k-Opioid-Rezeptor -  eine bessere Wirkung bei Eingeweideschmerzen als
Morphin erzielt, das  wahrscheinlich weniger Wirkung beim
k-Opioid-Rezeptor hat.
"Die Ergebnisse dieser experimentellen Studie zeigen die
unterschiedliche  Wirkung der verschiedenen Opioid-Typen bei der
Behandlung von  Eingeweideschmerzen, was mit klinischen Beobachtungen
in Einklang steht",  erklärte Dr. Asbjørn Drewes von der Klinik
Aalborg, Dänemark.
Literaturnachweis:
1) Opioids in modulation of experimental pain in skin, muscles
and viscera. C.Staahl et al. Posterpräsentation beim 11. IASP
Schmerz-Weltkongress in Sydney, Australien
2) Visceral pain: gender differences in response to experimental
and  clinical pain. Arendt-Nielsen European Journal of Pain 2004 8 5
465-472
3) The intrinsic antinociceptive effects of oxycodone appear to be
k-opioid receptor mediated. Ross et al Pain 1997 73 151-7

Pressekontakt:

Für weitere Informationen oder Anfragen bezüglich Interviews mit
einem Mitglied des Studienteams wenden Sie sich bitte an: Jim Baxter
('paineurope' Newswire Team), Tel: +44-(0)20-7331-5371, Fax:
+44-(0)20-7331-9084, Email: james_baxter@uk.cohnwolfe.com