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HPI: Zusätzliche Gratiskurse wegen wachsenden Bedarfs an E-Learning

Potsdam (ots)

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) hat sein Angebot an kostenlosen Onlinekursen zu Digitalisierungs-Themen sprunghaft ausgebaut: Um den während der Coronavirus-Pandemie stark steigenden Weiterbildungsbedarf zu decken, schuf das HPI jetzt die Möglichkeit, acht weitere Gratiskurse zu belegen und mit einem Zeugnis abzuschließen. Das Material ist auf der Lernplattform https://open.hpi.de/ zu finden, mit der das Institut seit 2012 Europas Pionier im Bereich flexiblen digitalen Lernens ist.

"Es handelt sich um attraktive Themenangebote, die seit 2016 bereits von mindestens 5.000 und bis zu 15.000 Personen genutzt worden sind", teilte Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel mit. Normalerweise hätten diese "Massive Open Online Courses" (MOOC) nur noch im Archiv-Modus angeschaut werden können.

Archiv-Kurse, aber mit Möglichkeit für Prüfungen und Zeugnis

"Jetzt aber präsentieren wir wegen der starken Nachfrage in Zeiten häuslicher Isolierung nicht mehr bloß die Lehr-Videos und Selbsttests, sondern haben auch die benoteten Prüfungen wieder freigeschaltet", berichtet Meinel. Das verschaffe den Lernenden die Möglichkeit, diese beliebten Kurse aus dem Archiv wie ein aktuelles Lernangebot zu nutzen. Erfolgreiche Absolvierende können somit ein Zeugnis des HPI erhalten.

Die Aktion, die zunächst bis zum 30. Juni befristet ist, umfasst kostenlose Onlinekurse für IT-Einsteiger und -Experten jeden Alters zu aktuellen Themen wie Internet- und Blockchain-Technologien, aber auch Programmierung und Algorithmen. Dies sind die Kurs-Titel:

- " Data Engineering und Data Science - Klarheit in den
  Schlagwort-Dschungel
  (https://open.hpi.de/courses/data-engineering2020) "
- " Die Technologie, die die Welt veränderte - 50 Jahre Internet
  (https://open.hpi.de/courses/internetworking2019) "
- " Blockchain: Hype oder Innovation
  (https://open.hpi.de/courses/blockchain2018) ?"
- " Programmieren mit Ruby (https://open.hpi.de/courses/ruby2018)
  "
- " Einführung in die Mathematik der Algorithmik
  (https://open.hpi.de/courses/mat-ws2018) "
- " IPv6 in modernen Netzwerken
  (https://open.hpi.de/courses/ipv6-2018) "
- " Information Service Engineering
  (https://open.hpi.de/courses/semanticweb2017) "
- " Wie designe ich meine eigene Homepage?"
  (https://open.hpi.de/courses/homepage2016/)

Wie bei den übrigen gut 60 abgeschlossenen openHPI-Kursen, die weiterhin im Archiv-Modus fürs Selbststudium bereitstehen, können die Lernenden auch das Diskussionsforum nutzen - allerdings nur lesend, ohne die Möglichkeit zum aktuellen Austausch mit anderen Teilnehmenden und dem Teaching Team.

"Für die Moderation von neuen Diskussionen zu den wieder geöffneten Kursen würde uns im Moment die Kapazität fehlen", erläutert Meinel. Er verweist aber darauf, dass in Kürze startende neue Angebote diese Diskussionsmöglichkeiten selbstverständlich beinhalten. Dazu gehört etwa der am 13. Mai startende sechswöchige Onlinekurs " https://open.hpi.de/courses/intsec2020 ".

Ansturm auch auf weitere Lernplattformen, zum Beispiel OpenWHO

Das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut registriert derzeit einen gewaltigen Ansturm von Bildungswilligen - nicht nur auf openHPI, sondern auch auf die zahlreichen weiteren von ihm geschaffenen Lernplattformen. "Gerade in Zeiten der Corona-Krise bewältigen wir ein riesiges Volumen an Datenverkehr", berichtet der HPI-Direktor. Sein Team sei im E-Learning-Sektor im Moment "ähnlich stark gefordert wie Bedienstete in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Handel", so Meinel.

Beispielsweise verzeichneten die HPI-Server in der sogenannten "Cloud" gerade die 1.000.000. Anmeldung für Kurse der Plattform https://openwho.org/ . Anfang des Jahres hatte die Zahl der Einschreibungen dort noch bei gut 157.000 gelegen. Die Weltgesundheitsorganisation bedient sich der Technologie des Hasso-Plattner-Instituts, um derzeit in vielen Sprachen schnell viel medizinisches Personal zu schulen für den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie.

"Derzeit bewältigen wir täglich bis zu 50.000 neue Anmeldungen zu den Kursangeboten der WHO", berichtet HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Etwa 250 bis 350 Vorgänge bearbeitet das Helpdesk-Team des Instituts, das für die Weltgesundheitsorganisation gegebenenfalls technische Fragen klärt und Probleme löst. 30.000 Anfragen pro Minute müssen die HPI-Server in Spitzenzeiten für die massiv ausgeweitete Nutzung der openWHO-Plattform "schultern".

Hinweis für Redaktionen: Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch unsere Pressemitteilung " https://hpi.de/pressemitteilungen/2020/hpi-wissenschaftler-bewaeltigen-in-der-corona-krise-einen-e-learning-boom.html " vom 30. März 2020.

Hintergrund zur interaktiven Bildungsplattform openHPI

Seine interaktiven Internetangebote hat das Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den europäischen Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet - auf der Plattform https://open.hpi.de . Sie bietet seitdem einen Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschul-Wissen aus den sich schnell verändernden Gebieten der Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Mittlerweile wurden auf openHPI gut 740.000 Kurseinschreibungen registriert. Mehr als 226.000 Personen aus 180 Ländern gehören auf der Plattform zum festen Nutzerkreis. Er wächst derzeit rasant. Für besonders erfolgreiche Teilnehmer an seinen "Massive Open Online Courses", kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher mehr als 74.000 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm für 2020 umfasst zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen rund 70 Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden - ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann zudem die openHPI-App für Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen.

Kontakt:

Pressekontakt:

Pressekontakt: presse@hpi.de
Christiane Rosenbach, Tel. 0331 5509-119, christiane.rosenbach@hpi.de
und Friederike Treuer, Tel. 0331 5509-177, friederike.treuer@hpi.de

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