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HPI Hasso-Plattner-Institut

International führende Universitäten entwickeln gemeinsam neuen Standard zum Austausch akademischer Leistungsnachweise

Potsdam (ots)

Die Digitalisierung verändert, wie wir lernen und unser Bildungswesen. Aber die Art und Weise, wie Bildungseinrichtungen akademische Leistungsnachweise ausstellen und verwalten, hat sich bislang nicht wesentlich geändert. Neun international führende Universitäten haben sich daher zusammengeschlossen und ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben. Am Projekt beteiligt sind die Technische Universität Delft (Niederlande), die Harvard University (USA), das Hasso-Plattner-Institut (Universität Potsdam), das Massachusetts Institute of Technology (USA), das Tecnologico de Monterrey (Mexiko), die TU München (Deutschland), UC Berkeley (USA), UC Irvine (USA) und die University of Toronto (Kanada).

Wissenschaftler des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und der beteiligten acht Universitäten werden im Rahmen der Digital Credentials Collaboration zusammen einen neuen Standard entwickeln, der einen sicheren und zuverlässigen Austausch sowie die Verifizierung akademischer Leistungsnachweise ermöglicht. Gemeinsam bauen sie eine globale Infrastruktur für digitale akademische Leistungsnachweise auf.

Ein wichtiger Antrieb für das Gemeinschaftsprojekt ist das Interesse der Universitäten, die Vorzüge, die diese neuen Technologien mit sich bringen so einzusetzen, dass sie sich stärker an den Bedürfnissen der Lernenden orientieren. Mithilfe digitaler Leistungsnachweise erhalten Lernende ihr Leben lang Zugriff auf all ihre Abschlüsse - dazu können Zeugnisse, aber auch Bestätigungen für Praktika oder für die Teilnahme an Bootcamps zählen. All diese Nachweise können sehr einfach mit Arbeitgebern und anderen Institutionen geteilt werden.

"Dass Universitäten ihre Abschlüsse noch immer auf Papier ausstellen und diese nicht digital und automatisiert zu validieren sind, ist schlicht nicht mehr zeitgemäß", so Prof. Christoph Meinel, HPI-Direktor und Leiter des Fachgebiets Internet-Systeme und Technologien. "Wir freuen uns, dass wir mit unserer Expertise, unter anderem im Bereich Blockchain, nun gemeinsam daran arbeiten, hier sinnvolle, technologisch gestützte Lösungen zu erforschen." Auf seiner digitalen Lernplattform openHPI (https://open.hpi.de/) stellt das HPI schon seit längerem digitale Zeugnisse für Lernende aus.

"Momentan müssen alle, die an einer Institution ihren Abschluss machen, sich jedes Mal an diese Institution wenden - per Post oder sogar persönlich - wenn die akademischen Qualifikationen überprüft werden müssen", sagte Sanjay Sarma, Vizepräsident am MIT für open Learning. "Dies kann ein kompliziertes Problem sein, insbesondere wenn der Lernende keinen Zugang mehr zur Universität hat. Dies ist bei vielen Flüchtlingen, Einwanderern und Vertriebenen der Fall."

Weitere Informationen zum Gemeinschaftsprojekt auf: https://digitalcredentials.mit.edu/

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang "IT-Systems Engineering" bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatikstudium an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. In den vier Masterstudiengängen "IT-Systems Engineering", "Digital Health", "Cybersecurity" und "Data Engineering" können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI 14 Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.

Kontakt:

presse@hpi.de
Christiane Rosenbach, Tel. 0331 5509-119, christiane.rosenbach@hpi.de
und Friederike Treuer, Tel. 0331 5509-177, friederike.treuer@hpi.de

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