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Neue Studie zur Früherkennung von Blasentumoren
Proteomic-Urintest verbessert frühzeitige Diagnose von Blasenkrebs

Freiburg (ots)

Ein einfacher Urintest kann die Früherkennung von
Blasenkrebs wesentlich verbessern. Das berichten amerikanische
Wissenschaftler in einer aktuellen Veröffentlichung der
Fachzeitschrift "Journal of the American Medical Association" (JAMA).
Der Test weist im Urin das nukleäre Matrixprotein 22 (NMP22) nach.
NMP22 ist ein Protein, das von den Krebszellen gebildet wird. Durch
die neue Untersuchung lassen sich bösartige Tumoren der Blase bereits
in sehr frühen Stadien diagnostizieren. Dr. Mark Soloway, Urologe an
der Universität Miami, einer der Autoren der Veröffentlichung: "Wenn
der Tumor früh erkannt wird, hat Blasenkrebs gute Heilungschancen.
Dann überleben 95 Prozent der Patienten mindestens fünf Jahre. Leider
kommt es aber sehr oft vor, dass Menschen mit Blasenkrebs erst viel
später diagnostiziert werden." In fortgeschrittenen Krankheitsstadien
verschlechtern sich die Heilungschancen deutlich. Professor Garth
Williams vom University College London erläutert die Vorteile des
Tests auf NMP22: "Das ist ein Test, der leicht in der Arztpraxis
durchgeführt werden kann und außerdem preiswert ist". Patienten
müssen auf das Testresultat nicht lange warten: Das Ergebnis steht
nach weniger als einer Stunde fest.
Soloway und seine Kollegen hatten in einer Studie 1.331 Patienten
untersucht. Die Teilnehmer wiesen entweder ein erhöhtes Risiko für
Blasenkrebs auf - zum Beispiel weil sie langjährige Raucher waren -,
oder es bestanden verdächtige Symptome wie Blut im Urin. Bei allen
Patienten wurden neben dem Test auf NMP22 eine Blasenspiegelung
(Zytoskopie) und eine Urinzytologie durchgeführt.
Die Wissenschaftler stellten fest, dass 79 Studienteilnehmer an
Blasenkrebs litten. Bei knapp 56 Prozent der Betroffenen fiel der
neue Urintest positiv aus. Durch die Untersuchung auf NMP22 wurde
Blasenkrebs sogar in vier Fällen nachgewiesen, in denen die erste
Blasenspiegelung unauffällig verlaufen war. Drei dieser Patienten
litten bereits an einem Tumor in fortgeschrittenem Stadium. Ein
Patient hatte ein Carcinoma in situ, ein Karzinom im Anfangsstadium.
Soloway und seine Mitarbeiter kommen deshalb zu dem Schluss, dass der
Test auf NMP22 die Zuverlässigkeit der Zystoskopie wesentlich
verbessern kann. In ihrer Studie wurden durch eine Kombination von
Blasenspiegelung und Test auf NMP22 knapp 94 Prozent der betroffenen
Patienten erkannt. Die Zytologie überzeugte dagegen nicht: Sie
identifizierte nur knapp 16 Prozent der Tumoren. Der leitende
Wissenschaftler Barton Grossmann erklärte, dass der neue Test viele
Leben retten könne. Er sprach sich für einen Einsatz in Kombination
mit einer Blasenspiegelung aus. "Keines der Verfahren ist 100%
sicher. Daher empfiehlt sich eine Kombination."
Der Urintest auf NMP22 wurde von der Firma Matritech entwickelt
und durch die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA zugelassen.
Blasenkrebs-Experten wie Soloway fordern seit längerem, den Test auf
NMP22 bei gefährdeten Personen regelmäßig einzusetzen. "Wenn jemand
raucht und über 50 ist, sollte er daran denken, sich testen zu
lassen", so Soloway.
Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 24.700 Menschen an
Blasenkrebs, und etwa 6000 sterben. Der Test auf NMP22 wird von den
gesetzlichen Krankenkassen bisher allerdings nicht bezahlt. Ärzte
können die Untersuchung ihren Patienten deshalb als so genannte
Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) anbieten.
Quelle: JAMA 2005; 293: 810-816

Pressekontakt:

MasterMedia GmbH
Dr. Petra von der Lage
Bodelschwinghstraße 17
22337 Hamburg
Tel.: 040 / 50 71 13 - 44
Fax: 040 / 59 18 45
E-mail: vonderlage@mastermedia.de

Vertrieb NMP22:
Matritech GmbH
Joachim Hevler
Jechtinger Straße 9
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Fax: 0761 / 4 78 33 - 33
E-mail: info@adl.de

Selbsthilfegruppe Blasenkrebs im Internet: www.harnblasenkrebs.de
Weiterführende Informationen über Blasenkrebs: www.blasenkrebs.net