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Neue Studie enthüllt verheerende Wirkung einiger Epilepsiemedikamente auf normale Gehirnfunktion

Paris (ots/PRNewswire)

Annähernd die Hälfte der Menschen mit
Epilepsie haben Probleme, etwas Neues zu lernen und glauben, dass sie
nicht schnell genug denken können. Ein noch grösserer Teil fühlt sich
regelmässig schläfrig, müde und lethargisch(1). Die Ergebnisse einer
grossen europäischen Untersuchung zeigen, dass Patienten oftmals den
Medikamenten, mit denen sie ihre Epilepsie unter Kontrolle halten,
die Schuld für diese Schwierigkeiten zuschreiben - genau die
Medikamente, die helfen sollen, die Symptome ihres Leidens im Griff
zu haben.
Die Ergebnisse bestätigen, was viele Epilepsiefachleute seit
langem vermuten: Einige Therapien haben grosse Auswirkungen auf den
Alltag der Menschen mit Epilepsie, und das Ausmass, in dem diese
Symptome die Lebensqualität nachteilig beeinflussen können, sollte
nicht unterschätzt werden.
"Wir hören nicht nur viel zu häufig von Leuten, deren Epilepsie
ein normales Leben im Keim erstickt, sondern auch, dass die zur
Behandlung verschriebenen Medikamente dafür verantwortlich sind",
sagte Hilary Mounfield, die Vorsitzende des European Committee of the
International Bureau for Epilepsy (IBE), das die Umfrage durchgeführt
hat. "Sowohl Epilepsiekranke als auch die sie behandelnden Ärzte
müssen sich noch stärker ins Bewusstsein rufen, dass
Konzentrationsprobleme oder Müdigkeits- bzw. Trägheitsgefühle starke
Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben. Es ist also von
entscheidender Bedeutung, ihr Leiden optimal in den Griff zu
bekommen."
Insgesamt assoziierten 56% der Befragten ihre kognitive
Beeinträchtigung mit der Epilepsiebehandlung, wobei 45-50% angaben,
dass Arbeit-, Bildungs- und Freizeitaktivitäten sowie Familie und
Beziehungen die Bereiche sind, die besonders stark beeinträchtigt
werden. Von Problemen, wie die Unfähigkeit sich an Namen oder
Gesichter zu erinnern oder Erinnerungen abzurufen, wurde oft
berichtet. Die Probleme mit der Langsamkeit des Denkens hinderten die
Menschen mit Epilepsie daran, ihre Ausbildung zu Ende bringen oder
eine einträgliche Arbeitsstelle zu behalten. Sie führen auch dazu,
dass alltägliche Aufgaben, wie die Erinnerung an eine Einkaufsliste
oder die Telefonnummer eines Freundes, nicht bewältigt werden
konnten:
"Ich traue mich nicht mehr, vor Publikum zu sprechen (ich
unterrichtete früher wissenschaftliche Fächer), da ich weiss, dass
ich Probleme habe, die Worte zu finden, die ich verwenden möchte."
"Meine erste medikamentöse Behandlung brachte sehr ernste
Nebenwirkungen mit sich und beeinträchtigte in erheblichem Masse
meine Fähigkeit, zu funktionieren. Ich leide unter starken
Stimmungsschwankungen und übermässiger Müdigkeit, und vor allem
'verlor' ich 6 Monate meiner Schulausbildung."
Im Rahmen der Untersuchung wurden 425 Menschen mit Epilepsie in
Belgien, Malta, Irland, Schottland und Dänemark über die Auswirkungen
ihrer Krankheit und über die Auswirkungen der Epilepsietherapie auf
ihre 'kognitive Funktionen' (die Fähigkeiten, zu lernen und zu
denken), bzw. darüber, wie schläfrig oder träge sie sich fühlen sowie
zu ihrer Lebensqualität befragt. Zu den übrigen wesentlichen
Erkenntnissen zählten:
  • 44% fanden es mässig bis schwierig, etwas Neues zu lernen
  • 45% befanden, sie seien mässige bis sehr langsame Denker
  • 59% berichteten, sie fühlten sich mässig oder sehr schläfrig bzw. müde
  • 48% fühlten sich mässig bis sehr lethargisch bzw. träge
  • 63% befanden, dass sie die Erfahrung gemacht hätten, dass durch die Auswirkungen an der Ausübung von Aktivitäten oder dem Erreichen von Zielen gehindert worden seien
Auf die Frage nach derjenigen Nebenwirkung, deren Vermeidung sie
sich am stärksten herbeiwünschten, antworteten 38% der Befragten, sie
wünschten sich die Befreiung von den Schläfrigkeits- und
Müdigkeitsgefühlen; 16% wünschten sich die Befreiung von den
Problemen mit dem Erinnerungsvermögen und 13% von der
Lethargie/Trägheit. Ein Zwölftel wünschte sich, die Gewichts- und
Appetitprobleme im Zusammenhang mit ihrer medikamentösen Behandlung
los zu werden.
Die Untersuchung wurde mit einer uneingeschränkten Finanzhilfe von
UCB Pharma gefördert
Bezugsquelle:
1. Epilepsy and Cognitive Function Survey, International Bureau
for Epilepsy, August 2004
Informationen zu IBE
Das International Bureau for Epilepsy (IBE) wurde 1961 als
Organisation von an medizinischen und nichtmedizinischen Aspekten der
Epilepsie interessierten Laien und Mediziner ins Leben gerufen. Das
IBE befasst sich mit gesellschaftlichen Problemen wie Ausbildung,
Beschäftigung, Versicherung, Führerscheinbeschränkungen und sie rückt
diese Probleme ins öffentliche Bewusstsein. Das Büro arbeitet eng mit
der International League against Epilepsy (ILAE) zusammen, einer
Organisation der mit den medizinischen und wissenschaftlichen
Problemen der Epilepsie befassten Mediziner. Das IBE finanziert sich
grösstenteils aus den Mitgliedbeiträgen seiner Ortsgruppen und über
finanzielle Unterstützung anderer Beitragszahler.
Das International Bureau for Epilepsy bietet Hilfe durch seine
internationale Unterstützung, durch die Bereitstellung der Mittel zum
internationalen Informationsaustausch und, wenn möglich, durch die
Schaffung von Normen, die eine internationale Vorgehensweise für alle
Menschen mit Epilepsie festlegen und definieren. Ein guter Teil
dieser Arbeit wird durch IBE-Arbeitskomissionen, die sich aus
Freiwilligen, die Spezialisten ihres Fachgebiets sind,
zusammensetzen, ergänzt.
Informationen zu UCB Pharma
UCB Pharma ist Teil der UCB-Unternehmensgruppe und globales
Pharma- und Spezialchemieunternehmen mit Sitz in Brüssel (Belgien).
UCB Pharma ist ein führendes biopharmazeutisches Unternehmen, das
sich auf Störungen des zentralen Nervensystems, Allergien und
Erkrankungen der Atemwege, Immunstörungen und inflammatorische
Störungen sowie Onkologie spezialisiert hat. Zu den Hauptprodukten
von UCB Pharma gehören Keppra(R) (Antiepileptikum) , Nootropil(R)
(Zerebralfunktionsregulator), Xyzal(R) und Zyrtec(R) (Antiallergika)
und Tussionex(R) (Antitussivum). Das Unternehmen beschäftigt über
8.000 Menschen in 100 Vertretungen und erwirtschaftete im Jahr 2003
einen Umsatz von 1,5 Mio. Euro.

Pressekontakt:

Ansprechpartner für weitere Informationen: Carolyn Brown, UCB Pharma,
Brüssel, Tel. +32-(0)-2-559-9539, Mobiltel. +44-(0)-7774-235-284,
E-Mail carolyn.brown@ucb-group.com. Bily Kuo, UCB Pharma, Brüssel,
Tel. +32-(0)-2-559-9321, Mobiltel. +32-(0)-475-940-149, E-Mail
bily.kuo@ucb-group.com. Elaine Ferguson, Chandler Chicco Agency, Tel.
+44-(0)-20-7318-8317, Mobiltel. +44-(0)-7979-905-270, E-Mail
e.ferguson@cca-uk.com. Corinne Locke, Chandler Chicco Agency, Tel.
+44-(0)-20-7318-8310, Mobiltel. +44-(0)-7966-253-126, E-Mail
c.locke@cca-uk.com

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