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Drei asiatische Wissenschaftler erhalten Otto-Schott-Forschungspreis 2005

Shanghai / Mainz (ots)

Der Otto-Schott-Forschungspreis wurde in diesem Jahr an die beiden
japanischen Wissenschaftler Prof. Kazuyuki Hirao (54, Kyoto
University, Japan) und  Dr. Kiyotaka Miura (45, Kyoto University und
Central Glass Co. Ltd., Japan) sowie an den chinesischen
Wissenschaftler Prof. Jianrong Qiu (41, Shanghai Institute of Optics
and Fine Mechanics, Chinese Academy of Science, China) vergeben.  Sie
erhielten die Auszeichnung für ihre "außergewöhnlichen Forschungen
und Ergebnisse im Bereich der optischen Materialien, speziell ihre
Pionierleistungen zu Femtosekundenlaser-induzierten Mikrostrukturen
in Glas und der Anwendung dieser neuen Werkstoffe zur Umsetzung neuer
Funktionsweisen". Die Verleihung des mit insgesamt 25.000 Euro
dotierten Preises fand im Rahmen eines internationalen
Glaswissenschafts-Kongresses am 11. April 2005 in Shanghai (China)
statt.
Die drei Wissenschaftler haben eng im Hirao Active Glass Project
und dem Photon Craft Project zusammengearbeitet, die beide von der
Japan Science and Technology Co-operation initiiert wurden. Im Rahmen
dieser Projekte haben sie beachtliche Erfolge bei der Erforschung
neuartiger Phänomene in Glasblöcken erzielt, die durch intensive
externe elektromagnetische Felder erzeugt werden. Insbesondere ihre
Pionierarbeit hinsichtlich der Auswirkungen von
Femtosekundenlaserpulsen auf Glas hat neue Wege für die Erzeugung
lokaler Mikrostrukturen in Glas aufgedeckt.
Auf dieser Basis werden neue mikrooptische und photonische
Bauteile und Anwendungen denkbar. Zum Beispiel eröffnet das direkte
Schreiben von Lichtwellenleitern in Glasblöcke neue Möglichkeiten für
die weitere Miniaturisierung von optischen Schaltkreisen. Die Valenz
von Samarium-Ionen in Glas kann durch Laserbestrahlung in sehr
kleinen Glaskörpern reversibel verändert werden. Da die jeweilige
lokale Valenz mit Hilfe der Fluoreszenz bestimmt werden kann, ist
diese Technik sehr vielversprechend für dreidimensionale optische
Speicher mit ultrahoher Speicherdichte. In ähnlichen Experimenten
haben die Preisträger auch gezeigt, dass spektrales Lochbrennen in
Samarium-haltigen Gläsern bei Raumtemperatur beständig ist und für
holographische optische Speicher genutzt werden kann.
Insgesamt haben die Preisträger viele neuartige Effekte aufgrund
von Femtosekundenlaserbestrahlung erforscht, die neue interessante
Einsatzmöglichkeiten für Glas in Mikrooptik und Photonik erwarten
lassen.
Der Otto-Schott-Forschungspreis wird im jährlichen Wechsel mit dem
Carl-Zeiss-Forschungspreis zur Auszeichnung hervorragender
wissenschaftlicher Leistung und zur motivierenden Förderung der
Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie 
verliehen. Beide Forschungspreise verwaltet der Stifterverband für
die deutsche Wissenschaft und schreibt sie international aus, was dem
Wirkungskreis der Konzerne SCHOTT AG und CARL ZEISS AG entspricht.

Pressekontakt:

Matthias M. Reinig
SCHOTT AG
Corporate Public Relations
Tel. +49 (0) 6131 66-4094
Fax: +49 (0) 6131 66-4041
e-mail: matthias.reinig@schott.com
http://www.schott.com

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