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EANS-News: RHI AG: Globale Rezession belastet Unternehmensentwicklung im 1. Halbjahr 2009 - RHI sieht sich für schwieriges Gesamtjahr gerüstet

Wien (euro adhoc) -

  Corporate News übermittelt durch euro adhoc. Für den Inhalt ist der
  Emittent/Meldungsgeber verantwortlich.
Unternehmen
Die weltwirtschaftliche Lage war im gesamten
ersten Halbjahr 2009 von der tiefgreifenden globalen Rezession 
gekennzeichnet. Das hatte deutliche negative Auswirkungen auf die 
Kundenindustrien des RHI Konzerns, wo der Nachfrageeinbruch in so gut
wie allen Branchen zu Produktionskürzungen im hohen zweistelligen 
Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr führte. Der Marktlage 
entsprechend waren der Auftragseingang und die Umsatzentwicklung des 
Weltmarkführers in Feuerfest RHI im ersten Halbjahr 2009 in allen 
Divisionen rückläufig.
Auf die geänderten Rahmenbedingungen hat RHI umgehend mit Struktur- 
und Kapazitäts-anpassungen, einem konzernweiten 
Kosteneinsparungsprogramm sowie einem Programm zur Senkung des 
Working Capitals reagiert. Diese Programme befinden sich in 
planmäßiger Umsetzung und ermöglichten RHI, im ersten Halbjahr 2009 
trotz des Markteinbruchs ein positives Betriebs-ergebnis (EBIT) zu 
erzielen. RHI Vorstandsvorsitzender Thomas Fahnemann: "RHI hat die 
Umstellung von einem Hochkonjunktur- zu einem Rezessionsszenario 
innerhalb weniger Wochen konsequent vollzogen und ist für die aktuell
sehr schwierige Markt- und Finanzlage entsprechend gerüstet."
Positives Betriebsergebnis - Nettoverschuldung abgebaut Der 
Konzernumsatz reduzierte sich gegenüber dem Rekordhalbjahr 2008 im 
ersten Halbjahr 2009 um 25,1% auf EUR 604,5 Mio. Damit lag der 
Umsatzrückgang des RHI Konzerns deutlich unter den Werten der 
Kundenindustrien, die teilweise Absatzeinbrüche von 40-50% hinnehmen 
mussten. Das EBITDA belief sich auf EUR 49,6 Mio (Vorjahr: EUR 122,7 
Mio), das EBIT war trotz der im 2. Quartal angefallenen 
Restrukturierungskosten von EUR 6,8 Mio mit EUR 21,4 Mio (Vorjahr: 
EUR 98,1 Mio) deutlich positiv. Der Konzerngewinn betrug in den 
ersten sechs Monaten EUR 2,3 Mio (Vorjahr: EUR 70,4 Mio).
Das Eigenkapital des RHI Konzerns erhöhte sich von EUR 181,8 Mio seit
Jahresbeginn um 8,2% auf EUR 196,7 Mio, sodass die Eigenkapitalquote 
weiter auf 15,6% (31.12.2008: 13,7%) verbessert wurde. Die 
Nettoverschuldung wurde im ersten Halbjahr 2009 um 17,8% auf EUR 
308,4 Mio abgebaut.
I. Halbjahr
in EUR Mio                              2009          2008      Veränderung
Umsatzerlöse                             604,5        806,8       -25,1%
EBITDA                                    49,6        122,7       -59,6%
EBITDA-Marge                              8,2%        15,2%       -46,0%
EBIT                                      21,4         98,1       -78,2%
EBIT-Marge                                3,5%        12,2%       -71,3%
Gewinn vor Ertragsteuern                   3,1         81,6       -96,2%
Gewinn aus dem
fortgeführten Geschäftsbereich             2,3         71,6       -96,8%
Verlust aus dem aufgegebenen
Geschäftsbereich                            0,0        -1,2         n.A.
Gewinn                                      2,3        70,4       -96,7%
Verwässerter Gewinn je Aktie (in EUR)       0,05       1,77       -97,2%
Division Stahl
Die Weltstahlproduktion sank als Folge der internationalen Rezession in den
ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21,1%. In der
Europäischen Union (-43,2%) und Nordamerika (-48,5%) waren besonders heftige
Einbrüche zu verzeichnen. Erst gegen Jahresmitte war eine Stabilisierung des
Stahlmarktes auf niedrigem Niveau feststellbar. In diesem negativen Umfeld
konnte RHI in Europa und Amerika Marktanteile gewinnen und in Asien zweistellige
Zuwächse beim Umsatz und Auftragseingang erzielen. Insgesamt führte die
schwierige Marktlage in der Division Stahl jedoch zu einem Rückgang des Umsatzes
auf EUR 317,1 Mio (Vorjahr: EUR 486,6 Mio).
Division Industrial Während die Division Industrial im ersten Quartal
2009 noch von bestehenden Aufträgen profitierte, mussten auch hier 
wie erwartet im zweiten Quartal Auftragsrückgänge verzeichnet werden.
Ursachen waren vor allem der starke Einbruch der Baukonjunktur sowie 
fehlende Projektfinanzierungen auf Kundenseite, die zu vermehrten 
Verschiebungen oder Stornierungen von Investitionsprojekten führten. 
Der Umsatz in der Division Industrial entwickelte sich im ersten 
Halbjahr 2009 dem Markt entsprechend rückläufig und lag bei EUR 275,2
Mio (Vorjahr: EUR 299,9 Mio).
Division Rohstoffe/Produktion In der Division Rohstoffe/Produktion 
war die Entwicklung im ersten Halbjahr 2009 wie schon im ersten 
Quartal von der geringen Auslastung und der damit verbundenen 
Fixkostenunterdeckung gekennzeichnet. Die Rohstoffpreise entwickelten
sich bis zur Jahresmitte weitestgehend stabil.
Ausblick Nach dem starken Auftragsrückgang im ersten Halbjahr sind zu
Jahresmitte 2009 Anzeichen einer gewissen Bodenbildung auf niedrigem 
Niveau erkennbar. Mit einem ersten Aufwärtstrend in der 
Feuerfestindustrie ist allerdings nicht vor Beginn des vierten 
Quartals zu rechnen. Deshalb wird 2009 ein schwieriges Jahr für RHI, 
wenngleich durch die massiven Gegensteuerungsmaßnahmen RHI davon 
ausgeht, gerade in diesem schwierigen Marktumfeld Marktanteile zu 
gewinnen und gegenüber dem Mitbewerb gestärkt aus der Krise hervor zu
gehen.
RHI wird sein Kosteneinsparungs- und Working Capital 
Reduktionsprogramm unvermindert fortsetzen. Positive Kosteneffekte 
werden im zweiten Halbjahr verstärkt ergebniswirksam werden. Weiters 
werden in allen Divisionen die Marketing- und Vertriebsaktivitäten 
forciert. Vor allem in den Emerging Markets werden derzeit mit gutem 
Erfolg neue Kunden akquiriert. RHI ist bestrebt, die Verkaufspreise 
in den kommenden Monaten weiterhin stabil zu halten.
Details zum Quartalsergebnis sowie die Onlineversion des 
Halbjahresfinanzberichts 2009 stehen auf der RHI Website 
www.rhi-ag.com zur Verfügung.

Rückfragehinweis:

RHI AG
Investor Relations
Mag. Barbara Potisk
Tel: +43-1-50213-6123
Email: barbara.potisk@rhi-ag.com

Branche: Feuerfestmaterialien
ISIN: AT0000676903
WKN: 874182
Index: ATX Prime, ATX
Börsen: Wien / Amtlicher Markt

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