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Einschätzung der Comparis-Experten zum Coronavirus

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Unternimmt der Bund genug, um die Ausbreitung des neuen Coronavirus zu bremsen? Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf Finanzmärkte, Börsen und Vorsorgegelder? Erhalten Arbeitnehmer weiterhin Lohn, wenn sie in Quarantäne müssen? Die Comparis-Experten Frédéric Papp, Jean-Claude Frick und Felix Schneuwly geben eine Einschätzung zur aktuellen Lage und zu möglichen Auswirkungen.

Sie können diese Aussagen jederzeit gerne für Ihre Berichterstattung nutzen. Oder kommen Sie gerne direkt auf uns zu, wenn Sie spezifische Fragen an unsere Experten und Expertinnen haben. Im Anhang finden Sie Fotos der Experten, die Sie gerne für Ihre Zwecke verwenden können.

Freundliche Grüsse

Michael Kuhn

Mediensprecher Comparis

Telefon: 044 360 53 91

E-Mail: media@comparis.ch

www.comparis.ch

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Reisen: Mit einer Annullationskostenversicherung ist man auf der sicheren Seite - meistens

Egal ob ein Flug zu einem geschäftlichen Termin oder die Fahrt mit dem Zug in die Ferien - vielfach fliegt und fährt derzeit das mulmige Gefühl mit. Insbesondere dann, wenn das Reiseziel eines ist mit bestätigten Coronavirus-Fällen. Wer reist, muss in solchen Fällen abwägen zwischen persönlichem Sicherheitsbedürfnis und möglichen finanziellen Folgen bei Absage einer Reise. In solchen Momenten erinnern sich viele an eine Annullationskostenversicherung, die man vielleicht einmal abgeschlossen hat und jährlich bezahlt. Wer eine solche hat, kann in den meisten Fällen ohne finanzielle Verluste eine Reise stornieren und erhält das bereits bezahlte Geld häufig zurück. Dafür muss der Bund aber eine Reisewarnung für das entsprechende Land aussprechen oder gebuchte Veranstaltungen aufgrund des Coronavirus abgesagt werden.

Wer jetzt noch eine Reise bucht, muss das Risiko abwägen und den Blick in die Glaskugel werfen: Ist das Coronavirus bis zum Sommer besiegt, erübrigt sich die von vielen Reiseanbietern offerierte Zusatzversicherung. Wer auf Nummer sicher gehen will, schliesst die Zusatzversicherung ab. In jedem Fall aber lohnt es sich, zu prüfen, ob zum Thema Reisen nicht bereits ein Versicherungsschutz besteht. Mitunter ist man über die Kreditkarte versichert; allerdings gibt es dort gewisse Einschränkungen. Wie so häufig gilt in Versicherungsfragen: Der Blick ins Kleingedruckte gibt Aufschluss.

Fréderic Papp, Comparis-Finanzexperte

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Ruhe bewahren! Der Bund hat die Sache (derzeit) gut im Griff

Vieles ist im Zusammenhang mit dem Coronavirus nicht oder kaum bekannt. Und wie immer, wenn eine neue Krankheit auftaucht, beeinflussen nicht nur gesichertes Wissen und Vernunft unsere Gefühle und unser Handeln. Die Fülle an zum Teil höchst widersprüchlichen Informationen im Netz und in den Medien kann selbst Menschen, die sich um sachliche Information bemühen, überfordern und verunsichern. Politiker von links bis rechts, die sich ohne Fachkenntnisse zum Thema #COVID2019 profilieren, tragen ihren Teil zur Verunsicherung der Bevölkerung bei. Den Informationen und Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) darf man vertrauen. Sie werden laufend der sich rasch verändernden Lage angepasst.

Etwas kritischer darf man das schweizweite Verbot von Veranstaltungen mit 1’000 und mehr Teilnehmenden beurteilen. Der Bundesrat agiert hier auf dem schmalen Grat zwischen zu wenig tun und die Gesundheit der Bevölkerung gefährden und zu viel tun und die Freiheit der Bevölkerung unverhältnismässig einschränken sowie wirtschaftlichen Schaden anrichten. Das Ziel der Massnahmen ist nicht, die Ausbreitung des Virus zu stoppen, sondern zu verlangsamen, damit man Zeit gewinnt, auf drastischere Massnahmen verzichten kann und die Kapazitäten unseres medizinischen Versorgungssystems auch beim Höhepunkt ausreichen werden, um die Kranken zu versorgen. Zeit gewinnen ist auch wichtig, bis es einen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt. Wie immer in unserem Föderalismus wollen die Kantone auch noch etwas weiter gehen dürfen als der Bund. Damit das Wirrwarr nicht zu gross wird, legen Bund und Kantone nun auch einheitliche Kriterien für Veranstaltungen mit weniger als 1’000 Teilnehmenden fest. Ob die Massnahmen unserer Behörden stets angemessen und verhältnismässig sind, werden wir erst wissen, wenn wir alles überstanden haben. Da es um unsere Gesundheit geht, wollen sich die Verantwortlichen nicht den Vorwurf gefallen lassen, zu lange abgewartet und zu wenig getan zu haben.

Felix Schneuwly, Comparis-Gesundheitsexperte

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Dass in China Fabriken nicht produzierten, werden wir noch stärker spüren

Erst der abgesagte Mobile World Congress in Barcelona, dann die Gewinnwarnung von Apple und Microsoft - auch in der Tech-Branche sind die Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus nicht zu übersehen. Die Konsumenten werden sehr bald spüren, dass das nicht nur Probleme von Firmen sind. Noch sind zwar zum Beispiel neue Smartphones bei den grossen Herstellern relativ kurzfristig verfügbar, aber das dürfte sich bald ändern. So informierte zum Beispiel der grösste Online-Händler der Schweiz Digitec/Galaxus bereits über Lieferverzögerungen. Wir müssen uns auf längere Wartezeiten einstellen.

Viele Fabriken standen oder stehen auch immer noch still. Oder es liegen Schiffe in Häfen, die nicht losfahren oder deren Ladung nicht gelöscht wird. Weil im Bereich der Elektronik bis zu 90 Prozent aller Komponenten aus China kommen, trifft die Coronakrise die globalisierte Welt stark. Auf dem Portal Wish, bekannt für direkt aus China importierte Produkte zu günstigsten Preisen, werden derzeit schon Lieferzeiten von mehreren Wochen angekündigt. Aber angesichts der massiven Einschränkungen für Erkrankte, ist es ein vergleichsweise kleines Problem, wenn wir einen neuen Flachbildscreen oder die billige Sonnenbrille nicht sofort geliefert bekommen.

Jean-Claude Frick, Comparis-Digitalexperte

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Es droht ein enormer wirtschaftlicher Schaden

Grossanlässe werden reihenweise abgesagt, Fabriken temporär dicht gemacht, Flugreisen nicht angetreten - die Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft werden mit jedem Tag grösser. Was die Lage noch gefährlicher gestaltet: Es befällt eine bereits angeschlagene Konjunktur. Die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) reagierte bereits und senkte ihre weltweite Wachstumsprognose für 2020 um einen halben Punkt auf 2,4 Prozent. Im schlimmsten Fall droht gemäss OECD sogar ein Sturz auf 1.5 Prozent. Das wird tiefe Furchen in die Unternehmenszahlen ziehen und zahlreiche Gewinnwarnungen auslösen. Eine Zunahme von Kurzarbeit, der Arbeitslosigkeit und von Konkursen ist absehbar. Das Virus verunsichert auch Investoren, und Unsicherheit ist bekanntlich Gift für die Börsen. In den kommenden Wochen ist mit deutlich mehr Unruhe an den Aktienmärkten zu rechnen. Die Zinsen sind ebenfalls mit Corona infiziert.Sie sacken auf historische Tiefststände. Hypothekarnehmer profitieren davon ( hier mehr dazu). Geldgeber stehen indes auf der Verliererseite.

Fréderic Papp, Comparis-Finanzexperte

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