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comparis.ch zur Stimmung unter ausländischen Arbeitnehmern in der Schweiz - Nicht auf den Schweizer Arbeitsmarkt fixiert

Zürich (ots)

Die Bankenkrise hat dem Wirtschaftsboom der
vergangenen Jahre abrupt den Todesstoss versetzt. Heute ist von 
Rezession die Rede, und Arbeitnehmer fürchten um ihren Arbeitsplatz. 
Angst vor Arbeitsplatzverlust umtreibt die jüngste Generation der 
Zuwanderer, die sehr gut ausgebildet ist, offenbar kaum. Der 
Internet-Vergleichsdienst comparis.ch hat bei rund 550 neu 
zugezogenen Ausländerinnen und Ausländern den Puls gefühlt: Fazit:
70 Prozent von ihnen haben keine Angst, wegen der Krise ihren Job zu 
verlieren.
Krise, Abbau, Depression - Schlagworte, die Tag für Tag über die 
Medienkonsumenten hereinbrechen. Nichtsdestotrotz herrscht unter 
ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Schweiz 
keine Weltuntergangsstimmung. Diesen Schluss legt eine
vom Internet-Vergleichsdienst comparis.ch durchgeführte Umfrage unter
543 ausländischen Ar-beitnehmerinnen und Arbeitnehmern nahe, die 
grösstenteils im Verlaufe der letzten beiden Jahre zugezogen sind. 
Die Umfrage-Teilnehmer wurden per E-Mail angeschrieben und zu ihrer 
persön-lichen Befindlichkeit befragt. Aufgrund der Dauerberieselung 
mit Hiobsbotschaften wollte compa-ris.ch insbesondere wissen, ob die 
Zuzüger Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes hätten.
Schweizer nicht bevorzugt
Das Resultat der Befragung zeugt von einem robusten Selbstbewusstsein
der Zuwanderer. Laut Umfrage empfinden 51 Prozent der Befragten das 
Arbeiten in der Schweiz als «angenehm»,
33 Prozent sogar als «sehr angenehm». Weiter ergab sich, dass rund 70
Prozent der Befragten das Schreckgespenst Arbeitslosigkeit nicht als 
unmittelbare persönliche Bedrohung wahrnehmen: 30 Prozent der 
Umfrage-Teilnehmer beantworteten nämlich die Frage, ob sie aufgrund 
der aktuel-len Wirtschaftslage Angst hätten, ihre Stelle zu 
verlieren, mit «Nein, überhaupt nicht», 39 Prozent mit «Nein, eher 
nicht». Offenbar haben die Zuwanderer auch nicht das bedrohliche 
Gefühl, bei einem Stellenabbau im Betrieb als erste über die Klinge 
springen zu müssen. 50 Prozent der Um-frage-Teilnehmer glauben 
jedenfalls nicht, «als Zuwanderer eher entlassen zu werden als ihre 
Schweizer Kollegen». Immerhin 29 Prozent der Befragten halten dies 
jedoch für «möglich».
Auf die Frage, in welchem Land sie im Fall eines 
Arbeitsplatzverlustes nach einer neuen Beschäf-tigung Ausschau halten
würden, antworteten 36 Prozent der Befragten mit «wieder in der 
Schweiz», 32 Prozent mit «in mehreren Ländern» und 22 Prozent mit «in
der Schweiz und in mei-nem Heimatland». Susanne Kentner, 
verantwortlich für den Comparis-Unternehmensbereich «Neu in der 
Schweiz»: «Die jüngste Zuwanderer-Generation scheint die 
Annehmlichkeiten des Schweizer Arbeitsmarktes zwar zu schätzen, aber 
darauf fixiert ist sie nicht. Der moderne Arbeitnehmer ist zum 
Globetrotter geworden.»
Doppeltes Einkommen - keine Kinder
Die 543 ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im 
Februar 2009 von compa-ris.ch befragt worden sind, gehören in ihrer 
grossen Mehrheit nicht der Kategorie der traditionellen Einwanderer 
an, die manuelle Tätigkeiten im Niedriglohnbereich ausführt. «Die 
Umfrage spiegelt das Selbstbewusstsein wider, das für die moderne 
Generation der Zuwanderer typisch ist», hält Susanne Kentner fest. 
«Wir haben es hier mit sogenannten Dinks ('Double Income, No Kids') 
zu tun.» Kentners Aussage wird durch folgende Zahlen gestützt: 75 
Prozent der Befragten sind zwi-schen 20 und 39 Jahre alt. 73 Prozent 
gaben an, über einen Abschluss einer Universität, Fach-hochschule 
oder einer Höheren Fachschule zu verfügen. 51 Prozent leben zwar mit 
dem Partner zusammen, die meisten haben aber keine Kinder, für die 
sie sorgen müssen. 82 Prozent erklärten explizit, nicht mit Kindern 
unter 18 Jahren zusammenzuleben. Unter den Umfrageteilnehmern war 
jeder Dritte deutscher Staatsangehöriger, 18 Prozent waren 
italienischer und 17 Prozent französi-scher Abstammung. Der Rest der 
Befragten verteilte sich auf eine Vielzahl von Nationalitäten.

Kontakt:

Richard Eisler
Geschäftsführer
Telefon: 044 360 52 95
E-Mail: media@comparis.ch
www.comparis.ch

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