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Fraport: Immobiliengeschäft wird zweites Standbein - Investitionsvolumen steigt

Frankfurt/Main (ots)

Der Vorstand der Fraport AG (FSE:FRA) will
das Immobiliengeschäft des Airportbetreibers zu einem zweiten
Kernbereich neben dem Flugbetrieb ausbauen. "Die Fraport ähnelt
längst einem Immobilienunternehmen mit Flugbetrieb," begründete der
Vorstandsvorsitzende Dr. Wilhelm Bender heute die neue
Immobilienstrategie.
Zusätzlich zur Vermarktung bestehender Flächen sollen deshalb in
den kommenden Jahren gezielt neue Ressourcen wie Mönchhofgelände,
Gateway Gardens und Airrail Center zur Entwicklung der Airport City
beitragen. Einen weiteren Meilenstein stellt das geplante Terminal 3
dar, dessen Errichtung die Wertigkeit der Flächen im Süden des
Flughafens entscheidend erhöhen soll. Mit steigendem
Luftfrachtaufkommen werden außerdem die CargoCity Nord und die
CargoCity Süd wachsen.
Die neue Immobilienstrategie von Fraport umfasst drei Schritte:
eine effizientere Bewirtschaftung bestehender Flächen, die
Entwicklung und Realisierung neuer Flächennutzungskonzepte im Rahmen
der Immobilien-Projektentwicklung und schließlich eine Steigerung der
unternehmerischen Flexibilität durch die Steuerung des
Immobilienvermögens nach einem Portfolio-Ansatz.
Im Geschäftsbereich Handels- und Vermietungsmanagement, der für
die Immobilienentwicklung und -vermarktung der Fraport AG
verantwortlich ist, sollen künftig alle Funktionen zusammengezogen
werden, die eine effektive Bewirtschaftung des Immobilienbestands und
dessen weitere Entwicklung ermöglichen. Dazu zählen auch die
Immobilien-Masterplanung, die kaufmännische Projektentwicklung und
das Objektmanagement. Ziel der Neustrukturierung ist die Schaffung
einer internen Einheit, die wie eine unabhängige
Immobiliengesellschaft wirtschaftet.
Hierdurch eröffneten sich strategische Optionen, so Bender, das
gesamte Immobiliengeschäft dann in eine eigenständige Gesellschaft
auszugründen oder als unabhängiges Segment weiterzuführen. Ein
weiterer Schritt wäre die mögliche Beteiligung von Kapitalgebern, sei
es durch die Überführung in einen Real Estate Investment Trust (REIT)
oder in eine Immobilien AG.
Grundbedingung sei allerdings, dass Bestand und Fortentwicklung
des Flughafenbetriebs sichergestellt bzw. unterstützt werden. "Wir
werden das Flughafengrundstück nicht verkaufen", sagte Bender. Das
zeige auch die Investitionsplanung für die kommenden Jahre. So habe
die Fraport AG das Investitionsvolumen für den Flughafenausbau und
die Modernisierung bestehender Terminalanlagen nochmals erhöht.
Im Hinblick auf die Kapazitätserweiterung des Flughafens seien
bereits 3,4 Milliarden Euro budgetiert. Zusätzlich wurden nun unter
anderem 170 Millionen Euro für die Anbindung des Fernbahnhofs an das
Passagiertransportsystem Sky Line sowie 130 Millionen Euro für die
Drainage der geplanten Landebahn Nord-West veranschlagt.
Gut drei Milliarden Euro wird die Fraport AG in den nächsten
Jahren außerdem in die Modernisierung und Erweiterung der
Terminalinfrastruktur im Norden des Frankfurter Flughafens
investieren. Seit 2005 wird dort bereits an der Erweiterung der Halle
C gearbeitet. Deren Neugestaltung kostet etwa 110 Millionen Euro und
liefert neben landseitiger Abfertigungskapazität gut 900 Quadratmeter
neue Shoppingfläche.
Ein weiteres Projekt stellt die Rückverlagerung des Flugsteigs C
dar, der künftig drei Gebäudepositionen für den A380 bieten wird.
Dieses Bauvorhaben ist mit 250 Millionen Euro veranschlagt. Darüber
hinaus wird mit dem Flugsteig A Null im Westen des Terminals 1 für
knapp 600 Millionen Euro ein neuer Gebäudeabschnitt entstehen. Neben
vier Abfertigungspositionen für den A380 sind hier rund 3.000
Quadratmeter Retailfläche geplant.
Hintergrundinformationen zum Immobiliengeschäft
Das Gelände des Frankfurter Flughafens ist größer als die
Frankfurter Innenstadt. Die Fläche des Airports entspricht in ihrer
Ausdehnung dem Areal zwischen der Messe im Frankfurter Westen, dem
Osthafen im Osten sowie den Stadtteilen Sachsenhausen im Süden und
Riederwald im Norden.
Gleichzeitig ist der Frankfurter Flughafen dank seiner
intermodalen Verknüpfung von Luftverkehr, Schienen- und Autobahnnetz
einer der attraktivsten Wirtschaftsstandorte in ganz Europa. Mehr als
500 Unternehmen sind direkt am Airport ansässig.
Der Flughafen zeichnet sich aus durch kontinuierliches Wachstum,
starke Kaufkraft, exzellente Infrastruktur, hohen Freizeitwert und
ein großes Einzugsgebiet.
Finanziell steuert die Vermarktung der Immobilie Flughafen bereits
heute mehr als die Hälfte zum operativen Ergebnis der Fraport AG bei.

Pressekontakt:

Fraport AG
Unternehmenskommunikation
Pressestelle (UKM-PS) Telefon: 069 690-70555
60547 Frankfurt am Main Telefax: 069 690-55071

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