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Fraport: "Guter Tag für Luftfahrt und Region"
Grünes Licht für Bau der A380-Werft - Entscheidung begrüßt

Frankfurt/Main (ots)

Einen "guten Tag für die deutsche Luftfahrt
und die Region Rhein-Main" nannte die Fraport AG (FSE:FRA) die
heutige Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes in
Kassel für die Errichtung der im Süden des Frankfurter Flughafens
geplanten Wartungsbasis für die neuen Super-Airbusse A380.
Vorstandsvorsitzender Dr. Wilhelm Bender: "Jetzt ist der Weg frei für
eine neue Flugzeuggeneration in Frankfurt. Damit wird die
Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Luftfahrt-Standortes Frankfurt
entscheidend gestärkt. Arbeitsplätze werden gesichert, neue
geschaffen. Dies alles ist ein sehr positives Signal".
Fraport-Hauptkunde Lufthansa hat bekanntlich 15 der
doppelstöckigen A380 bestellt, von denen die ersten bereits 2007
geliefert werden sollen. Die Werft für Super-Airbusse am LH-Drehkreuz
Frankfurt muss bis dahin fertig und in Betrieb genommen worden sein.
Einen Alternativstandort auf dem Airportareal gab es wegen der Pläne
für das Terminal 3 auf jetzigem Gelände der Air Base und auch an
anderer Stelle nicht.
Bis 2015 kann damit die weltweit zweitgrößte A380-Flotte in
Frankfurt stationiert und gewartet werden. Der Bau der Wartungsbasis
und die damit verbundene Verlegung der Okrifteler Straße sollen
Anfang November beginnen. Den Bauantrag für die neue Werft hatte die
Lufthansa kürzlich eingereicht. Alle Beteiligten sind zuversichtlich,
dass die Baugenehmigung rechtzeitig zum Herbst vorliegen wird.
Bei einer für Fraport negativen Entscheidung der Kasseler Richter
wäre die LH gezwungen gewesen, ihre A380 dauerhaft anderswo (z.B. in
München) zu stationieren. Damit wären auch die mit der Wartung dieser
Jets verbundenen Arbeitsplätze nicht in Frankfurt geschaffen worden.
"Jetzt können wir unmittelbar nach dem Ende der
Vegetationsperiode, also ab September, mit den erforderlichen Fäll-
und Rodungsarbeiten zum Freimachen des Baufelds beginnen", erklärte
zur Kasseler Entscheidung der stellvertretende Vorstandsvorsitzende
der Fraport AG, Prof. Manfred Schölch. Er erinnerte daran, dass die
Flughafengesellschaft unter Inkaufnahme erheblicher Schwierigkeiten
für den Terminplan des Projekts auf das Wahrnehmen der sofortigen
Vollziehbarkeit des vorliegenden Planfeststellungsbeschlusses
verzichtet hatte.
Prof. Schölch sagte weiter, der Respekt vor dem Gericht, aber auch
die Vermeidung von emotionalen Spannungen bei den Klägern und
Flughafennachbarn habe dies erforderlich gemacht. Jetzt sei zu
hoffen, dass auch die Klägerseite sowie die Bürgerinitiativen und
Verbände die Entscheidungen des Gerichts akzeptieren und der
Projektbeginn nicht durch Behinderungsaktionen irgendwelcher Art
gestört werde.
Die in den Verfahren von Mörfelden-Walldorf, Raunheim und
Neu-Isenburg ebenfalls verkündeten Beweisbeschlüsse waren von Fraport
erwartet worden. "Das Gericht hatte in der mündlichen Verhandlung
deutlich gemacht, dass es zu den sich im Einzelfall an
Wartungsarbeiten anschließenden notwendigen Triebwerks-Probeläufen
noch Aufklärungsbedarf sieht", teilte Prof. Schölch weiter mit. Hier
sei, je nach Ergebnis der Beweisaufnahme, die Anordnung von
Schallschutzmaßnahmen denkbar, die Realisierung der Werft bleibe
jedoch hiervon unberührt. Allerdings rechne er mit einer Bestätigung
der von Fraport im Planfeststellungsverfahren vorgelegten
Lärmgutachten. Danach seien keine unzumutbaren Lärmauswirkungen im
Bereich der benachbarten Wohnbebauung zu befürchten.
In diesem Zusammenhang wies Prof. Schölch ergänzend darauf hin,
dass Fraport im Verfahren zum kapazitiven Ausbau des Flughafens
ohnehin vorsorglich Flächenbedarf für eine Schallschutzeinrichtung
für Triebwerks-Probeläufe geltend gemacht habe. Vorgesehen ist
hierfür der Bereich des jetzigen Zurollwegs zur A380-Werft, der dann
nach Westen verschoben würde.
Im Verfahren des BUND hat das Gericht einen Teil der
naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen nicht anerkannt und dem
Land Hessen eine Ergänzung des Planfeststellungsbeschlusses insoweit
aufgegeben. Die Fraport AG geht davon aus, dass dies ohne
Schwierigkeiten für das Projekt erfolgen kann.

Pressekontakt:

Fraport AG
Unternehmenskommunikation
Pressestelle (UKM-PS) Telefon:069 690-70555
60547 Frankfurt am Main Telefax: 069 690-55071

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