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LIGNA+ HANNOVER 2007 zeigt Innovationen in der Rundholzvermessung

Hannover (ots)

- Holz wird automatisch gut: messen, sortieren, kontrollieren
In Europa werden in diesem Jahr 110 Millionen Kubikmeter (cbm) 
Nadelschnittholz produziert - eine unvorstellbar große Menge. Und 
doch ist jeder Holzstamm, bevor er in die Säge gekommen ist, 
vermessen, einer Güteklasse zugeordnet und kontrolliert worden. Zuvor
bestimmten Zollstock, Metermaß, Bindfaden, die ehrwürdigen 
"Tegernseer Gebräuche" und vor allem viel Vertrauen die 
Verkaufsgespräche über Maß und Qualität des Rundholzes. Die neuesten 
Methoden und Verfahren der Vermessung von Rundholz werden während der
LIGNA+ HANNOVER 2007 (14. bis 18. Mai) konzentriert in der Halle 27 
und auf dem Freigelände zu sehen sein.
Die Ansprüche des Marktes, die Produktionstechniken und die 
Produktionsabläufe sowie zunehmende Qualitätsansprüche - 
beispielsweise beim Bauholz durch die DIN-Vorschriften - zwangen zu 
neuen Verfahren in der Holzvermessung. Erst 1994 konnten sich aber 
der Deutsche Forstverein und der Verband der Sägewerksbesitzer auf 
einen Anforderungskatalog zur Vermessung und Sortierung des Holzes am
Sägewerkseingang ("Werksvermessung") einigen. Die Zeiten, in denen 
Holz einfach zersägt und zugeschnitten wird, in der Hoffnung, 
irgendwo und irgendwann einen Käufer dafür zu finden, waren endgültig
vorbei. Damit ein Sägewerk wirtschaftlich arbeitet, muss genau 
kontrolliert werden, welche Hölzer in welcher Menge zu welchem 
Zeitpunkt in die Produktion genommen werden. Die Vermessung und 
Sortierung kann schon im Wald oder beim Zwischenhändler erfolgen, in 
der Regel erfolgt sie heutzutage - zumindest im deutschsprachigen 
Raum - bei der Anlieferung im Werk.
Gleichgültig, wo ein Messwerkzeug eingesetzt wird, muss es drei 
Kriterien erfüllen:  Es muss zuverlässig messen, also bei gleichem 
Material und gleichem Messvorgang das gleiche Ergebnis anzeigen, es 
muss gültig sein, also das, was es messen soll, auch tatsächlich 
messen, und es muss objektiv sein, das Ergebnis muss unabhängig sein 
von den Personen, die den Messvorgang steuern. Die Anforderungen an 
das eigentliche Messwerkzeug sind identisch, doch die an das 
Messgerät, die Datenerfassung und Datenübertragung an die 
angeschlossenen Sortier- und Transportwagen sind abhängig davon, an 
welchem Ort die Anlage eingesetzt wird: im Wald, im Werk oder direkt 
an der Säge. Das weist darauf hin, dass die Vielfalt der Messgeräte 
groß ist. Dazu kommt, dass der scheinbar einfache Messvorgang 
tatsächlich höchst diffizil ist.
Bis zu Beginn dieses Jahrhunderts basierten die meisten 
Rundholzvermessungsanlagen auf einer Licht-Laser-Technik. Sie 
lieferte zwar genaue Dimensionsdaten (Länge, Durchmesser), aber nur 
ungenaue Angaben über die Stammkontur. Heute ist eine 
dreidimensionale Darstellung und damit auch die Erfassung der 
Stammkontur Stand der Technik. Inzwischen wurden auch Anlagen 
entwickelt, die eine Erfassung der inneren Holzqualität ermöglichen 
und damit eine Sortierung vor der Säge. Dadurch kann die Ausbeute 
eines Sägewerks durch die Vermeidung von Fehlschnitten deutlich 
gesteigert werden.
Auf der LIGNA wurde im Jahr 2001 erstmals eine 
Holzvermessungsanlage auf Röntgenbasis präsentiert, mit der 
beispielsweise Metallkörper im Stamm erkannt oder Jahresringbreiten 
bestimmt werden konnten. Aus den verschiedenen Messmethoden haben 
sich Röntgenbild, Ultraschall und Thermografie als die wichtigsten 
herauskristallisiert, um die innere Rundholzqualität zu erkennen. Sie
liefern so viele Daten, dass die Verarbeitung und Aufbereitung nur 
elektronisch erfolgt, wobei neben der Bildschirmanzeige der Daten 
eine Selektion der Ergebnisse ausgedruckt wird. So kann jeder 
einzelne Stamm einer bestimmten Fuhre oder einem bestimmten Konto 
zugeordnet werden. Eine Möglichkeit zur Optimierung der 
Prozessabläufe in der Bereitstellungskette Wald-Werk ist die 
Einführung der Radio Frequency Identifikations-Technologie (RFID) 
mittels Transpondern zur Rundholzkennzeichnung.
Die immense wirtschaftliche Bedeutung des Mess- und 
Sortiervorganges inklusive der Produktionskontrolle hat - verbunden 
und zugleich angetrieben durch immer rationellere Fertigungstechniken
- zu großen, vor wenigen Jahren noch unvorstellbaren Fortschritten 
geführt und damit einen großen Beitrag zur Produktivität der 
Sägewerke geleistet. Die Fortschritte in der Mess- und Sortiertechnik
sind vor allem durch die Anwendung und Anpassung von Methoden, die in
anderen Diagnose-Bereichen (Röntgen, Ultraschall, Laser) entwickelt 
worden sind, erzielt worden. Da diese "Quellen" des technischen 
Fortschritts weiter sprudeln und die Anforderungen zur besseren 
Erkennung der Qualität des Holzes immer spezifischer werden, sind 
auch auf der LIGNA+ HANNOVER 2007 weitere Innovationen in der 
automatisierten Rundholzvermessung zu erwarten.
Weitere Informationen zum gesamten Programm der LIGNA+ HANNOVER 
2007 sowie zu einzelnen Angebotsschwerpunkten stehen im Internet 
unter www.ligna.de und www.handwerk-holz-mehr.de.
Pressekontakt:

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Ansprechpartnerin für die Redaktion bei der Deutschen Messe:
Anja Brokjans
Tel. 0511 / 89-3 16 02
E-Mail: anja.brokjans@messe.de

Weitere Pressetexte und Fotos finden Sie unter:
www.ligna.de/presseservice

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