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KPMG-Studie: Corporate Responsibility als strategischer Faktor

Zürich (ots)

Eine neue Studie von KPMG hat ergeben, dass sich
das Berichtswesen zu Umwelt- und Sozialfragen sowie zur
Unternehmensführung bei den weltweit grössten Unternehmen etabliert
hat. In der Schweiz bestehen nach wie vor beträchliche Unterschiede
im Reporting zwischen internationalen Grossbetrieben und KMU.
80 Prozent der Global-Fortune-250-Unternehmen veröffentlichen
inzwischen in unabhängigen Berichten oder als Teil der
Jahresabschlussberichte Daten zu Umwelt und Sozialfragen sowie zur
Unternehmensführung (environmental, social, and governance (ESG)
data). Bei der letzten von KPMG durchgeführten Studie im Jahr 2005
waren es nur 50 Prozent der Unternehmen. Lord Hastings, Global Head
of Citizenship and Diversity bei KPMG, bemerkte hierzu: "Diese
Ergebnisse deuten auf einen klaren Richtungswechsel hin, bei dem das
ESG-Berichtswesen bei den weltweit grössten Unternehmen zur Norm wird
und keine Ausnahme mehr ist."
Die KPMG Studie "International Survey on Corporate Responsibility
Reporting"  ist bis heute die umfassendste Umfrage zu diesem Thema.
Neben den Global-Fortune-250-Unternehmen enthielt die Stichprobe auch
die nach Einnahmen 100 grössten Unternehmen in 22 Ländern. Die auf
nationale Ebene beschränkten Unternehmen liegen hinter den
Global-Fortune-250-Unternehmen zurück, da hier nur 45 Prozent solche
Berichte veröffentlichen. Die Zahlen variieren jedoch je nach Land.
In Mexiko und der Tschechischen Republik veröffentlichen
Beispielsweise weniger als 20 Prozent solche Berichte, in Japan und
Grossbritannien dagegen über 90 Prozent.
Schweiz übernimmt führende Rolle in Corporate Responsibility
Auf der Grundlage dieser Studie kann man die Swiss-N100-Unternemen
in zwei unterschiedliche Gruppen aufteilen. In der ersten Gruppe sind
grosse multinationale Unternehmen vertreten, die bei der Anwendung
der Best Practices führend sind und in der zweiten Gruppe sind mehr
oder weniger mittelgrosse Unternehmen vertreten, die gerade damit
beginnen, ein formales Berichtswesen zur Nachhaltigkeit und Corporate
Responsibility anzuwenden. Finanzdienstleistungs- und
Pharmaunternehmen sind in der Schweiz führend im Berichtswesen. Auf
der Berichtsagenda der Schweizer Unternehmen stehen zunehmend
Informationen zum Klimawandel und CO2-Ausstoss.
Emad Bibawi, Partner,  Internal Audit, Risk and Compliance
Services, KPMG Schweiz fügt hinzu: "Unsere interne Untersuchung hat
für die Schweiz in den vergangenen fünf Jahren ein enormes Wachstum
beim Berichtswesen der Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit
aufgezeigt.  Wir glauben auch, dass die Schweiz aufgrund ihrer Lage,
Tradition und Infrastruktur in Zukunft eine führende Rolle bei der
weltweiten Diskussion um Nachhaltigkeit spielen wird."
Innovation und Ethik sind wichtigste Antriebsfaktoren
Die Studie zeigt, dass Innovation und ethische Erwägungen die
wichtigsten Antriebsfaktoren für das Berichtswesen sind, während
Risikomanagement im Vergleich zum Jahr 2005 in der Rangliste gesunken
ist.  Etwa die Hälfte der Global-Fortune-250-Unternehmen hat die
geschäftlichen Möglichkeiten der ESG-Faktoren und des Berichtswesens
für den Wert des Unternehmens entdeckt. Die Studie ergab, dass die
Mehrzahl der Unternehmen inzwischen das Berichtswesen zur
Nachhaltigkeit auf einer Unternehmensstrategie zur Corporate
Responsibility gründet - einschliesslich definierter Ziele. Drei
Viertel der Global-Fortune-250-Unternehmen geben an, dass sie eine
solche Strategie etabliert haben.
Es gibt auch Verbesserungsmöglichkeiten: 40 Prozent der
Global-Fortune-250-Unternehmen und 55 Prozent der 100 grössten
Unternehmen in 22 Ländern machen in ihren Jahresabschlussberichten
überhaupt keine ESG-Angaben - auch nicht zu Themen wie Risiken im
Zusammenhang mit der Wertschöpfungskette oder Klimawandel.
"Das ist etwas überraschend, da Firmen den unternehmerischen Wert
von Nachhaltigkeit erkennen und da zunehmend deutlich wird, dass
unternehmerische Verantwortung den Shareholder Value erhöht", sagt
Emad Bibawi weiter. "Man würde erwarten, dass Kommunikationskanäle
wie beispielsweise der Jahresabschlussbericht und die
Jahreshauptversammlung dazu genutzt werden, den  Aktieninhabern die
ESG-Leistung des Unternehmens zu vermitteln."
Die Studie ist auch wichtig für die Überwachung von Trends bei der
Zusicherung eines ESG-Berichtswesens.  Die Zahl der Unternehmen, die
formale Zusicherungen geben, ist in diesem Jahr mit 40 Prozent
wesentlich höher, nachdem diese Zahl in den Studien aus dem Jahr 2002
und 2005 bei 30 Prozent lag. Die beiden wichtigsten von den
Unternehmen in der Studie genannten Antriebsfaktoren für eine
Zusicherung waren die Qualitätsverbesserung der Berichtsdaten und die
Bekräftigung der Glaubwürdigkeit bei wichtigen Interessenvertretern.
Die Studie ergab weiter, dass die Verwendung von
Zusicherungsstandards zunimmt, genauso, wie die Verwendung von
Berichtsstandards in Form der Sustainability Reporting Guidelines der
Global Reporting Initiative (GRI), die derzeit alle
Global-Fortune-250-Unternehmen für das ESG-Berichtswesen anwenden.
Im Allgemeinen ergab die Studie, dass Unternehmen sich auf einen
strategischeren Ansatz des ESG-Managements und ESG-Berichtswesens zu
bewegen und dass die Praktiken offenbar weiterentwickelt werden. "Wir
führen diese internationale Studie alle drei Jahre durch, weil wir
denken, dass das ESG-Berichtswesen wertvoll und dauerhaft ist", sagte
Emad Bibawi abschliessend. "In den kommenden Monaten und Jahren
werden Unternehmen für Anleger, Kunden und das gehobene Management
noch wertvoller werden, da wir an einer Erneuerung eines stabileren
weltweiten Wirtschaftssystems arbeiten, dass sicher über mehr
Transparenz, Rechenschaftspflicht und Informationen verfügen wird im
Hinblick auf Ethik, Unternehmensführung und wichtige nichtfinanzielle
Risiken."

Kontakt:

KPMG AG
Stefan Mathys
Head of Public Relations
Tel.: +41/44/249'27'74
Mobile: +41/79/227'98'31
E-Mail: kpmgmedia@kpmg.ch
Internet: http://www.kpmg.ch

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