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KPMG-Studie: Die Versicherungsgesellschaften überdenken die globalen Ablaufmodelle

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Zürich (ots)

- Hinweis: Die Studie"Globalizing the Risk Business" (in 
     englischer Sprache) kann im pdf-Format unter 
     http://www.presseportal.ch/de/story.htx?firmaid=100001147  
     kostenlos heruntergeladen werden -
Gemäss einer neuen von KPMG International und
Economist Intelligence Unit durchgeführten Untersuchung im
Versicherungsbereich sind Konsolidierung, Regulierung, neue
Verteilerkanäle und neue Kundenansprüche nur einige der
Schlüsselfaktoren, die wesentlich zur Gestaltung der
Versicherungsbranche beitragen.
Bei der im Juni 2006 durchgeführten Untersuchung wurden 148
leitende Angestellte befragt. 52 Prozent der Befragten gaben an, neue
Märkte mittels Akquisition zu erschliessen, während Katastrophen oder
Ereignisse wie zum Beispiel die Terroristenattentate vom 11.
September oder die Flutwellen infolge der Hurrikane vom Vorjahr
veranschaulichen, wie sehr sich Risiken auf das gesamte
Versicherungswesen auswirken.
Jedoch wirft die Untersuchung einige Fragen auf: In welchem Masse
reagiert der Versicherungssektor auf diese neue Situation? Was
unternimmt die Industrie, um ihre Geschäftsmodelle an dieses neue
Umfeld anzupassen, und sind diese Massnahmen ausreichend? Bei dieser
Untersuchung werden auch die bedeutenden Anteile der
Wertschöpfungskette einer Versicherungsgesellschaft sowie die Pläne,
die dieser Sektor in diesen Bereichen anbieten kann, berücksichtigt.
Swen Wyssbrod, Partner, Financial Services von KPMG Schweiz, meint
dazu: "Angesichts der Globalisierung und den kürzlich erfolgten
Veränderungen auf dem Versicherungsmarkt müssen die
Versicherungsgesellschaften ihre Strategie und ihr Geschäftsmodell
überdenken, um ihre Stärken und Schwächen besser zu begreifen."
Die Befragten wurden aufgefordert, die verschiedenen Tätigkeiten
einer Versicherungsgesellschaft in Bezug auf die Gesamtauswirkung auf
ihre Wettbewerbsposition zu klassifizieren. Zuallererst wurden die
Kunden genannt. Kundendienst, Markenbildung sowie Verkauf und
Marketing wurden als die drei wichtigsten Bereiche einer
Versicherungsgesellschaft angeführt, dicht gefolgt von der
Produktentwicklung.
Was den Kundendienst anbelangt, gaben die Befragten die
Notwendigkeit an, die Schadensbearbeitungsverfahren zu verbessern (37
Prozent), die Qualität der Telefonkontaktstellen voranzutreiben (35
Prozent) und die Prozesse bezüglich Kontaktaufnahme mit den Beratern
zur Förderung der Kundenerfahrung weiter zu entwickeln (35 Prozent).
In den Bereichen Verkauf, Marketing und Markenbildung sind die Firmen
mit 64 Prozent bestrebt, eine gemeinsame, globale Marke zu
entwickeln, während gleichzeitig mit 55 Prozent die Schaffung von
Produkten angestrebt wird, die auf den nationalen und lokalen Bedarf
zugeschnitten sind.
Wenig überraschend war die Aussage von 61 Prozent der Befragten,
dass Risikomanagement wichtig sei für die Art und Weise, ihre
Wettbewerbsposition zu verwalten. Aber eine der grössten
Herausforderungen der Versicherungsgesellschaften ist der Umgang mit
dem globalen Risiko bei der Bekämpfung von Risikokonzentrationen, wie
zum Beispiel der Hurrikan Katrina. Drei Viertel der Befragten gaben
diesen Punkt als den einzigen bedeutenden Faktor bezüglich effektivem
Risikomanagement an. Das Konzept, den Risiken eines einzelnen
Geschäftsbereiches Kapital zuzuführen, wodurch es einfacher wird,
Risiko und Vergütung angemessen aufeinander abzustimmen, während den
Geschäftsbereichen selbst mehr Verantwortlichkeit zugewiesen wird,
wird von 56 Prozent der Befragten befürwortet; nach ihren Aussagen
könnte damit innerhalb von drei Jahren ein Leistungssystem
eingerichtet werden, bei dem die risikoabhängigen Leistungen an das
Wirtschaftskapital im Rahmen ihrer Verwaltungsberichtsverfahren
angepasst werden.
Etwas überraschend war die Aussage, dass Outsourcing scheinbar
keine attraktive Option für diesen Industriezweig darstellt, da
weniger als 8 Prozent der leitenden Angestellten die Absicht haben,
in den nächsten drei Jahren Prozesse auszulagern. Der Vorzug wird
gemeinsamen Dienstleistungsstellen gegeben, jedoch hat nur einer von
fünf Befragten die Absicht, IT-, Finanz- und Buchhaltungstätigkeiten
innerhalb der nächsten drei Jahre dorthin zu verlagern.
Ganz klar geht hervor, dass IT als wichtiger Faktor zur Erzielung
eines Wettbewerbsvorteils betrachtet wird, wobei diese Ansicht von 55
Prozent der Befragten geteilt wird; genannt werden: Verbesserung der
Produktivität (45 Prozent), beschleunigte Entwicklung neuer Produkte
(38 Prozent) und Verbesserung der Qualität (37 Prozent) als
wichtigste Faktoren, die zur Entwicklung der IT-Strategien
erforderlich sind. Indes gaben nur 21 Prozent der Befragten die
Absicht an, ihre IT-Abläufe innerhalb der kommenden drei Jahre gemäss
einem globalen Modell zu zentralisieren, womit deutlich wird, dass
viele Versicherungsgesellschaften zwar vorhaben, ihre Abläufe durch
Standardisierung der IT-Systeme und -abläufe auszubauen und zu
entwickeln, aber viel Zeit erforderlich ist, bevor dieses Ziel
erreicht werden kann.
Swen Wyssbrod schliesst daraus: "Für Versicherungsgesellschaften
hat ein neues Zeitalter begonnen, in dem Globalisierung dieses
Gewerbe dazu zwingt, seine Geschäftsmodelle neu zu überdenken.
Während bezüglich neu überdachter kundenorientierter Strategien
hinsichtlich Handelsmarken, Marketing und Produktentwicklung einige
Fortschritte erzielt wurden, muss in den Bereichen Risikomanagement,
Outsourcing und insbesondere IT noch viel getan werden."
Weitere Ergebnisse der Untersuchung "Globalizing the Risk
Business" (in englischer Sprache) können von der Website www.kpmg.ch
herunter geladen werden.
KPMG International ist ein weltweit führender Verbund von
Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften und beschäftigt rund
104'000 Mitarbeiter in 144 Länder. Die Tätigkeiten von KPMG Schweiz
sind in der KPMG Holding (dem Schweizer Mitglied von KPMG
International) zusammengefasst. Unter diesem Dach beschäftigt KPMG in
der Schweiz rund 1'470 Mitarbeitende an dreizehn Standorten. Im
Geschäftsjahr 2005 erzielte KPMG Schweiz einen Umsatz von 367
Millionen Franken, was einem Wachstum von 12.9 Prozent gegenüber dem
Vorjahr entspricht. Weiterführende Informationen finden Sie unter
www.kpmg.ch.

Kontakt:

Sandra Ehrensperger
Corporate Communications
Tel. +41/44/249'27'97
Mobile +41/79/746'46'69
E-Mail: kpmgmedia@kpmg.ch

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