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Gstaad Saanenland Tourismus

Zwischen starkem Bergsommer und Verantwortung

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Qualität und nachhaltige Entwicklung rücken in den Fokus

Zwischen starkem Bergsommer und Verantwortung

Die Ferienregion Gstaad blickt auf einen starken Bergsommer 2026 zurück. Die Hotellogiernächte bewegen sich weiterhin auf sehr hohem Niveau, gleichzeitig berichten zahlreiche Leistungspartner von deutlich höheren Besucherfrequenzen. Mit rund 70 Prozent der Hotellogiernächte bleibt der Schweizer Heimmarkt das tragende Fundament. Der erfolgreiche Sommer wirft zugleich eine zentrale Frage auf: Wie lässt sich die Nachfrage so lenken, dass touristische Wertschöpfung, Erlebnisqualität und Lebensraum im Gleichgewicht bleiben?

Die Rückmeldungen von den Leistungspartnern zeichnen ein differenziertes Bild: Während sich die Hotelübernachtungen auf hohem Niveau stabilisiert haben, war die wahrgenommene Besucherfrequenz vielerorts höher als im Vorjahr. Dies deutet unter anderem auf eine stärkere Bedeutung von Tagesgästen, Chaletgästen und Ferienwohnungen hin. Hitzewellen in den Städten, steigende Temperaturen im Mittelmeerraum und die wachsende Nachfrage nach Sommercamps stärken gleichzeitig die Attraktivität von Alpenregionen als sommerliche Rückzugs- und Erlebnisräume. Internationale Unsicherheiten machten sich bei einzelnen Leistungspartnern bemerkbar, insbesondere in gewissen asiatischen Märkten zu Beginn der Sommersaison. Die breite Gästestruktur der Region mit einer starken Nachfrage aus der Schweiz, Europa und Nordamerika wirkte jedoch stabilisierend.

«Wir blicken auf einen starken Bergsommer zurück. Gleichzeitig ist es uns wichtig, die Entwicklung mit Augenmass zu gestalten und sowohl die Bedürfnisse der Einheimischen als auch unserer Gäste im Blick zu behalten», sagt Mediensprecherin Ariane Ludwig. «In den Sommermonaten Juli und August steht für uns nicht das Wachstum im Vordergrund, sondern die Sicherung von Qualität und Lebensraum. Unsere Heimat ist ein kostbares Gut. Deshalb setzen wir unsere Kommunikationsmassnahmen bewusst dort ein, wo noch Potenzial besteht und wir Nachfrage gezielt lenken können. Der Erfolg unserer Region entsteht dabei durch das gemeinsame Wirken von Hotellerie, Bergbahnen, Veranstaltungen, Gewerbe, Landwirtschaft und vielen weiteren Partnern. Unser Ziel ist eine nachhaltige touristische Wertschöpfung im Einklang mit der Lebensqualität vor Ort.»

Bergbahnen und Events tragen den starken Sommer

Auch bei den Bergbahnen zeigt sich ein stabiles bis erfreuliches Bild. Die Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) erreichten von Mai bis August Frequenzen auf Vorjahresniveau. Nach einem wetterbedingt verhaltenen Saisonstart brachte insbesondere der Juli einen deutlichen Aufschwung. «Nach dem Schwung des ersten Magic-Pass-Jahres ist es erfreulich, dass sich die Ersteintritte auf diesem Niveau halten liessen», sagt BDG-Geschäftsführer Matthias In-Albon. Auch für den Wasserngrat zeigte sich die Sommersaison erfreulich, zumal auch der Magic Pass deutlich spürbar ist.

Glacier 3000 zieht trotz eines Gästerückgangs von 12 % eine positive Bilanz der Sommersaison 2026. Der Sommer gewinnt weiter an Bedeutung, getragen von einer starken Nachfrage aus Nordamerika und der Schweiz sowie attraktiven Ganzjahresangeboten. Herausforderungen bleiben der Klimawandel und die zunehmenden Unsicherheiten auf den internationalen Märkten.

Die grossen Sommerveranstaltungen sorgten zusätzlich für Frequenz und internationale Aufmerksamkeit. Beim Swatch Beach Pro Gstaad waren über die fünf Turniertage 77 Prozent der Plätze auf dem Center Court ausgelastet. Das EFG Swiss Open Gstaad steigerte seinen Ticketverkauf gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent, verzeichnete vier ausverkaufte Turniertage und erreichte über die internationale TV-Ausstrahlung rund sechs Millionen Zuschauer. Gleichzeitig stammten 90 Prozent des Publikums aus der Schweiz.

Das Menuhin Festival Gstaad blickt nach der ersten Saison unter Intendant Daniel Hope auf 52 Festivaltage, mehr als 100 Konzerte und Veranstaltungen sowie knapp 27’000 Besucher zurück. Auch der Hublot Polo Gold Cup Gstaad prägte den Veranstaltungssommer mit internationalem Polosport. Den traditionellen Abschluss des Bergsommers bildet die Züglete mit den traditionellen Alpabzügen sowie das Country Music Festival.

Wachstum lenken statt Spitzen weiter erhöhen

Mit der starken Nachfrage treten auch Herausforderungen deutlicher hervor. Verkehrsspitzen, hohe Frequenzen an einzelnen Orten und Tagen sowie steigende Erwartungen an Infrastruktur und Service verlangen nach einer koordinierten Weiterentwicklung. Hinzu kommen die Folgen des Klimawandels, die sich vom Gletscher über die Landwirtschaft bis zu den sommerlichen Besucherströmen bemerkbar machen.

«Der starke Sommer bestätigt die Attraktivität unserer Region. Gleichzeitig müssen wir Verkehrsplanung und Besucherlenkung so weiterentwickeln, dass wir Spitzen besser verteilen und die hohe Aufenthalts- und Lebensqualität für Gäste und Einheimische sichern», sagt Flurin Riedi, Tourismusdirektor von Gstaad Saanenland Tourismus. «Es geht darum, Potenziale gezielt zu nutzen, ohne die besonders stark nachgefragten Wochen zusätzlich zu belasten.»

Die weitere Entwicklung des Sommertourismus soll deshalb nicht allein an steigenden Frequenzen gemessen werden. Im Zentrum stehen wie in der gemeinsam formulierten Tourismusstrategie eine höhere Wertschöpfung, eine bessere zeitliche und räumliche Verteilung der Nachfrage sowie die Stärkung der Randzeiten – aber auch die Wahrung der «Ruhemonate» April und November. Die Erfahrungen des Sommers 2026 zeigen: Der Bergsommer gewinnt weiter an Bedeutung. Damit wächst auch die gemeinsame Verantwortung, seine Qualitäten langfristig zu erhalten.

Stimmen aus der Ferienregion Gstaad

Frédéric Delachaux, Geschäftsleitung & Verantwortlicher Marketing & Sales MOB:

«Die Sommersaison 2026 verlief für die MOB insgesamt erfreulich. Rückgänge in einzelnen Fernmärkten konnten teilweise durch eine höhere Nachfrage aus der Schweiz, Europa und den USA kompensiert werden. Gleichzeitig beobachten wir, dass Gäste bewusster auf Preise achten, während authentische und gut mit dem öffentlichen Verkehr erreichbare Angebote stark gefragt bleiben. Für die Zukunft stehen die Weiterentwicklung des Reiseerlebnisses und die Bewältigung von Spitzenkapazitäten im Fokus.»

Sonja Kurth, Koordinationsstelle Tourismus & Sport, Gemeinde Zweisimmen:

«Das Freibad Zweisimmen blickt auf eine Rekordsaison zurück. Besonders erfreulich ist, dass immer mehr Besucher aus dem Greyerzerland, dem Pays d’Enhaut und dem Niedersimmental die Badi entdecken. Gleichzeitig zeigt sich, dass Naherholungsangebote in den Bergen angesichts steigender Temperaturen weiter an Bedeutung gewinnen.»

Bernhard Tschannen, CEO Glacier 3000:

«Trotz eines anspruchsvollen internationalen Umfelds und leicht rückläufiger Gästezahlen gegenüber dem Vorjahr blicken wir auf eine solide Sommersaison zurück. Die Nachfrage aus Nordamerika und der Schweiz konnte Einbussen in einzelnen internationalen Märkten teilweise kompensieren. Die grössten Herausforderungen bleiben der Klimawandel und seine Auswirkungen auf den Gletscher sowie geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten. Insgesamt bestätigt die Saison die breite und stabile Ausrichtung von Glacier 3000 als Ganzjahresdestination.»

Ivo Paroni, Geschäftsführer Wasserngrat:

«Immer mehr Menschen suchen in den Bergen Abkühlung, Ruhe und einen Ausgleich zum Alltag. Davon profitiert der Sommertourismus deutlich. Entscheidend wird sein, die Balance zwischen steigender Nachfrage und der hohen Qualität des Bergerlebnisses zu bewahren – denn genau diese Authentizität macht unsere Region aus.»

Daniel Hope, Intendant Menuhin Festival Gstaad:

«Nach meiner ersten Saison bin ich vor allem von der Neugier und Offenheit des Publikums begeistert. Gstaad und das Saanenland sind nicht einfach Kulisse für das Menuhin Festival, sondern Teil seiner Identität. In Zukunft möchte ich diese Verbindung weiter stärken und insbesondere die lokale Bevölkerung – von Schulkindern bis zu Erwachsenen – noch stärker in unser Festival einbeziehen.»

Ruedi Hählen, Co-Hüttenwart Grubenberghütte SAC:

«Wir dürfen auf eine erfolgreiche Sommersaison zurückblicken. Die Wochenenden waren praktisch durchgehend ausgebucht, gleichzeitig ist der Trend zum Hütten- und Weitwandern ungebrochen. Auffällig ist auch, dass sich die Saison immer weiter in den Frühling und Herbst ausdehnt. Auch die Zahl der Tagesgäste steigt erfreulich. Dazu tragen die PostAuto-Verbindung Saanen–Jaun sowie die zunehmende Beliebtheit der Grubenberghütte bei Gästen aus den Gstaader Chalets bei.»

Andrea Scherz, General Manager und Eigentümer Gstaad Palace:

«Die Sommersaison 2026 war für unser Haus in vielerlei Hinsicht eine Rekordsaison. Gleichzeitig haben uns auffallend viele Gäste auf die hohe Besucherfrequenz angesprochen. Das zeigt das grosse Potenzial des Sommertourismus, erinnert uns aber auch daran, wie wichtig es ist, die Qualität der Destination zu bewahren und die Tourismusströme so zu lenken, dass sich Gäste und Einheimische auch künftig gleichermassen wohlfühlen.»

David Perreten, Präsident Landwirtschaftliche Vereinigung Saanenland:

«Die Trockenheit hat auch im Saanenland Spuren hinterlassen. Weniger Futter, knappe Wasserreserven und die Unsicherheit über künftige Wetterextreme stellen die Landwirtschaft vor grosse Herausforderungen. Anpassungsfähigkeit, Vorsorge und die Unterstützung regionaler Produkte gewinnen deshalb weiter an Bedeutung.»

Christoph Romang, Eigentümer Schuhhaus Romang:

«Die Sommersaison 2026 verlief für unsere Branche solide, auch wenn sie nicht ganz an das Vorjahr anknüpfen konnte. Auf Grund des geringen Wetterwechsels haben auch die Kunden weniger Schuhe gekauft. Nach einem verhaltenen Juni entwickelten sich die Frequenzen im Juli und August erfreulich. Beim Umsatz liegen wir dennoch leicht unter dem Vorjahresniveau.»

Stefan von Grünigen, Mitglied der Geschäftsleitung Drogerie von Grünigen:

«Besonders erfreulich waren die deutlich höheren Frequenzen im Juni und Juli sowie die zahlreichen Familien in der Destination. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an die Servicequalität. Sorgen bereitet uns, insbesondere mit Blick auf die kommende Wintersaison, die angespannte Verkehrssituation rund um Gstaad. Hier braucht es rasch gute Lösungen.»

Kontakt für weitere Fragen:

Gstaad Saanenland Tourismus
Ariane Ludwig-Meichtry
Leitung Marketing & PR, Mediensprecherin
Tel.  +41 33 748 81 81
 ariane.ludwig@gstaad.ch 
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Gstaad Saanenland Tourismus als offizielle Destinationsmanagement-Organisation versteht sich heute als Tourismusentwickler und Lebensraum(mit)gestalter der Region. Sie setzt sich für die regionale Angebotsentwicklung ein, verantwortet das Destinationsmarketing und betreibt neben den acht Tourismusbüros in den Gemeinden Gsteig, Lauenen, Saanen und Zweisimmen auch diverse touristische Infrastrukturanlagen. Neben dem Support der Leistungsträger durch aktiven Austausch und Weitergabe von Fachkompetenz vernetzt Gstaad Saanenland Tourismus die verschiedenen Akteure entlang der touristischen Dienstleistungskette.
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