Alle Storys
Folgen
Keine Story von Ursapharm Arzneimittel GmbH mehr verpassen.

Ursapharm Arzneimittel GmbH

Europas Augengesundheit 2035: Mehr digitale Belastung, mehr Kurzsichtigkeit - Prävention wird zum Schlüsselfaktor
Delphi-Studie der WHU - Otto Beisheim School of Management im Auftrag von URSAPHARM

Saarbrücken/Düsseldorf (ots)

Studie prognostiziert deutlichen Anstieg von Sehproblemen und Augenerkrankungen in Europa: Digitalisierung, demografischer Wandel und veränderte Lebensgewohnheiten treiben den Versorgungsbedarf bis 2035 deutlich nach oben und machen Augengesundheit zu einer strategischen Herausforderung für das Gesundheitssystem.

Die Augengesundheit in Europa steht vor einem tiefgreifenden strukturellen Wandel. Eine aktuelle Delphi-Studie der WHU - Otto Beisheim School of Management im Auftrag des Pharmaherstellers URSAPHARM prognostiziert für das Jahr 2035 einen deutlichen Anstieg von Sehproblemen, insbesondere durch zunehmende Bildschirmarbeit, steigende Kurzsichtigkeit und eine alternde Bevölkerung. Gleichzeitig erwarten die befragten Expert*innen ein starkes Wachstum des europäischen Augenheilkundemarktes. Für die Studie bewerteten 57 Fachleute aus Wissenschaft, Medizin, Industrie und Regulierung insgesamt 14 Zukunftsprojektionen zur okulären Gesundheit in Europa.

"Unsere Ergebnisse zeigen klar: Augengesundheit wird in den kommenden Jahren kein Randthema mehr sein, sondern zu einem zentralen Bestandteil der öffentlichen Gesundheitsvorsorge werden", erklärt Studienautor Prof. Dr. Sascha L. Schmidt von der WHU. "Digitalisierung und demografischer Wandel verstärken sich gegenseitig - und setzen das visuelle System der Bevölkerung dauerhaft unter Druck."

Bildschirmarbeit als neuer Normalzustand

Nach Einschätzung der Expert*innen ist davon auszugehen, dass bis 2035 rund 80 Prozent aller Arbeitsplätze in Europa eine dauerhafte visuelle Fokussierung auf Bildschirme oder vergleichbare Displays erfordern. Homeoffice, KI-gestützte Prozesse und digitale Arbeitsabläufe beschleunigen diese Entwicklung weiter.

Mit der wachsenden Bildschirmnutzung steigt auch die Bedeutung des sogenannten Computer Vision Syndrome (CVS), das Symptome wie trockene Augen, Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen und Konzentrationsprobleme umfasst. Die Studie geht davon aus, dass CVS bis 2035 offiziell als Krankheit in die internationale Klassifikation (ICD) aufgenommen werden könnte.

"Eine solche Anerkennung würde erstmals standardisierte Diagnosen und gezielte Therapien ermöglichen und die gesellschaftliche Relevanz digitaler Augenbelastung sichtbar machen", so Schmidt.

Deutlicher Anstieg von Kurzsichtigkeit und trockenen Augen

Besonders deutlich fallen die Prognosen für jüngere Generationen aus: Mindestens 60 Prozent der unter 30-Jährigen in Europa könnten bis 2035 kurzsichtig sein - bedingt durch veränderte Lebensgewohnheiten wie die Überlastung der Augen im Nahbereich und den Mangel an Tageslicht. Gleichzeitig erwarten die Expert*innen, dass mehr als die Hälfte der europäischen Bevölkerung regelmäßig unter den Symptomen trockener Augen leiden wird. Als Hauptursachen gelten die weiter steigende Bildschirmnutzung in Schule, Studium, Beruf und auch im privaten Umfeld. Auch die zunehmende Verbreitung und Nutzung von Klimaanlagen stellt einen potenziellen Risikofaktor dar. Außerdem könnten Umweltfaktoren wie die Luftqualität in Städten oder der Klimawandel das Krankheitsbild der trockenen Augen begünstigen ebenso wie die zunehmende Alterung der Bevölkerung.

Europäischer Augenheilkundemarkt wächst deutlich

Parallel zum steigenden medizinischen Bedarf wächst auch der Markt: Der europäische Augenheilkundemarkt hat das Potenzial, sich bis 2035 im Vergleich zu 2025 zu verdoppeln. Wachstumstreiber sind insbesondere neue Technologien in Diagnostik, Therapie und Prävention - darunter Teleophthalmologie, KI-gestützte Screenings, smarte Linsen und individualisierte Behandlungskonzepte. Allerdings sehen die Expert*innen auch strukturelle Grenzen: Fachkräftemangel, regulatorische Rahmenbedingungen und Kosten könnten die Versorgungskapazitäten einschränken.

Prävention bleibt weitgehend freiwillig

Verbindliche politische Maßnahmen wie gesetzlich vorgeschriebene jährliche Augenuntersuchungen oder europaweite Bildschirmzeitbegrenzungen für Kinder gelten laut Studie als schwer umsetzbar. Stattdessen wird die Verantwortung für Prävention weiterhin primär beim Einzelnen liegen. Entsprechend realistisch erscheint ein Anstieg freiwilliger Schutzmaßnahmen. Laut Prognose ist davon auszugehen, dass mehr als 70 Prozent der Europäer*innen ihre Augen regelmäßig vor UV-Strahlung schützen werden. Und auch das Vertrauen in den Einfluss der Ernährung auf die Augengesundheit wird voraussichtlich weiter wachsen. Digitale Lösungen wie mobile Monitoring-Apps oder smarte Kontaktlinsen bieten zusätzliche Potenziale für Früherkennung und Prävention, stoßen jedoch weiterhin auf Akzeptanz- und Datenschutzbedenken.

"Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, Augengesundheit frühzeitig und ganzheitlich zu denken", sagt Christian Krensel, Global Director Marketing & Sales von URSAPHARM. "Für Healthcare-Unternehmen bedeutet das: Wir müssen noch stärker in Prävention, Aufklärung und innovative Versorgungslösungen investieren - damit steigender Bedarf nicht automatisch zu steigender Krankheitslast wird."

Fazit

Die Studie macht deutlich: Augengesundheit wird bis 2035 zu einem strategischen Thema für Gesundheitssysteme, Unternehmen und Gesellschaft. Der Übergang von reiner Behandlung hin zu einer echten Präventionskultur bleibt jedoch eine zentrale Herausforderung.

"Ob Europa diesen Wandel schafft, hängt vom Zusammenspiel aus politischem Willen, technologischer Innovation und individuellem Gesundheitsverhalten ab", fasst Studienautor Schmidt zusammen.

Die Studie wurde vom Center for Sports and Management (CSM) der WHU - Otto Beisheim School of Management im Auftrag der URSAPHARM Arzneimittel GmbH durchgeführt. Die wissenschaftliche Auswertung erfolgte unabhängig.

Weitere Informationen zur Studie und den vollständigen Bericht finden Sie hier: https://ursapharm.de/presse/

Pressekontakt:

dot.communications GmbH
Tel.: 089 - 530 797 23
Email: Ursapharm (at) dot-communications.de

Weitere Storys: Ursapharm Arzneimittel GmbH
Weitere Storys: Ursapharm Arzneimittel GmbH