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09.04.2019 – 08:19

Amgen Switzerland AG

Akutes Koronarsyndrom verursacht in der Schweiz im ersten Jahr Arbeitsausfälle in Höhe von 89 Arbeitstagen

Rotkreuz (ots)

Patienten haben nach akutem Koronarsyndrom (Myokardinfarkt oder instabile Angina pectoris) und Schlaganfall Arbeitsausfälle von 25% ihrer Jahresarbeitszeit.

In der Schweiz sind die indirekten Kosten für akutes Koronarsyndrom oder Schlaganfall mit den veröffentlichten direkten medizinischen Kosten vergleichbar und verdoppeln somit die Gesamtkosten dieser Ereignisse.

In der Schweiz sind die indirekten Kosten für akutes Koronarsyndrom oder Schlaganfall mit den veröffentlichten direkten medizinischen Kosten vergleichbar und verdoppeln somit die Gesamtkosten dieser Ereignisse. Amgen gab am Sonntag die Ergebnisse einer europäischen Studie bekannt, die neue Erkenntnisse zu den negativen Auswirkungen von akutem Koronarsyndrom und Schlaganfall auf die Produktivität von Patienten und pflegenden Personen sowie den damit verbundenen Kosten liefert. Die im European Journal of Preventive Cardiology, einer Zeitschrift der European Society of Cardiology, veröffentlichte Studie kommt zu dem Schluss, dass Patienten in Europa, die nach einem akuten Koronarsyndrom oder Schlaganfall wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren, im ersten Jahr krankheitsbedingte Arbeitsausfälle von 25 Prozent der Jahresarbeitszeit aufweisen. Hinzu kommen die Arbeitsausfälle der Menschen aus dem Umfeld der Patienten, die die Patienten pflegen und unterstützen. Diese verpassen 5% ihrer Jahresarbeitszeit.(1)

Der Studie zufolge fehlen in der Schweiz Patienten nach einem akuten Koronarsyndrom im Durchschnitt 79 Tage am Arbeitsplatz. Menschen, die diese Patienten pflegen, versäumen 10 weitere Arbeitstage in ihrem Job. Schlaganfallpatienten und diejenigen, die sie pflegen, verpassen durchschnittlich 42 bzw. 3 Arbeitstage. Mehr als 48 Prozent der Arbeitszeitverluste von Mykoardinfarkt- und Schlaganfallpatienten sind auf Krankenhausaufenthalte sowie Krankheitsurlaub nach dem Ereignis zurückzuführen. Darüber hinaus bleibt auch die Produktivität der Patienten nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz beeinträchtigt: Sowohl Herzinfarkt- als auch Schlaganfallpatienten verlieren im Durchschnitt jeweils 4 Arbeitstage durch einen so genannten Presenteeismus (wenn eine Person bei der Arbeit zwar anwesend, aber aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht voll leistungsfähig ist). Die mit Produktivitätsverlusten verbundenen indirekten Kosten belaufen sich auf CHF 25'708 für akutes Koronarsyndrom und CHF 13'097 für Schlaganfall, was mit den publizierten direkten Kosten vergleichbar ist und somit die wirtschaftliche Belastung in der Schweiz durch kardiovaskuläre Ereignisse verdoppelt.(2)

"Der Produktivitätsverlust in Zusammenhang mit kardiovaskulären Ereignissen ist erheblich. Diese Studie zeigt, dass die vollen finanziellen Kosten eines akuten Koronarsyndroms oder Schlaganfalls doppelt so hoch sein können wie die direkten medizinischen Kosten, wenn die Ausfallzeiten von Patienten und pflegenden Personen mitberücksichtigt werden. Kontinuierliche Bemühungen, modifizierbare kardiovaskuläre Risikofaktoren anzugehen und den Einsatz von lipidsenkenden Therapien zu optimieren, werden sich positiv auf die Gesundheit und Langlebigkeit der Bevölkerung auswirken und gleichzeitig die damit verbundene wirtschaftliche Belastung verringern" erklärt Professor François Mach, Leiter der Abteilung Kardiologie, Universität Genf.

394 Patienten (196 Fälle mit akutem Koronarsyndsrom und 198 Schlaganfälle) aus sieben europäischen Ländern beantworteten den validierten Productivity Cost Questionnaire (iPCQ) des Institute of Medical Technology Assessment (iMAT). Alle Patienten kehrten drei bis zwölf Monate nach dem Ereignis wieder an ihren Arbeitsplatz zurück. In der Schweiz waren 24 Herzinfarkt- und 35-Schlaganfall-Patienten involviert. In den untersuchten europäischen Ländern waren 61 Prozent der durch kardiovaskuläre Ereignisse verlorenen Arbeitstage auf Krankenhausaufenthalte und Krankheitsfälle unmittelbar nach dem Ereignis zurückzuführen.(3) Die Studie ergab, dass Herzinfarktpatienten in der Schweiz ähnlich viel Zeit im Krankenhaus und im Krankenstand verlieren wie im europäischen Durchschnitt, aber mehr Zeit nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz verloren geht: durch kurzfristige Ausfälle und Presenteismus. Aufgrund der in der Schweiz spezifischen Versorgungsabläufe von Schlaganfallpatienten hatten die in die Studie aufgenommenen Patienten nur leichte kognitive Einschränkungen, die mit relativ niedrigen Kosten einhergehen. Produktivitätseinbussen in der Bevölkerung haben auch eine negative psychosoziale Folge für die Patienten und ihre Familien. Einige der befragten Patienten mussten ihren Arbeitsplatz und ihren Beruf wechseln, ihre Arbeitszeiten verkürzen oder sie benötigten Unterstützung von Freunden und Familie. Die Studie konzentrierte sich nur auf die Patienten, die in der Lage waren, wieder ins Arbeitsleben zurückzukehren.

Bitte sehen Sie den Link, um die veröffentlichte Arbeit online zu lesen: https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/2047487319834770

Über die Studie

Die länderübergreifende Querschnittsstudie wurde in Belgien, Frankreich, Polen, Portugal, Spanien, in der Schweiz und im Vereinigten Königreich durchgeführt. Die Patienten wurden im Zeitraum September 2016 bis November 2017 im Rahmen einer Routineuntersuchung entweder von einem Krankenhauskardiologen oder von einem Neurologen rekrutiert. Das Durchschnittsalter der Patienten in der Studie betrug 53 Jahre - sowohl in Europa als auch in der Schweiz. Um für die Studie in Frage zu kommen, mussten die Patienten drei bis zwölf Monate vor dem Rekrutierungsbesuch wegen akutem Koronarsyndrom oder Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden sein, eine bezahlte Beschäftigung haben und während des Krankenhausaufenthaltes aufgrund eines kardiovaskulären Ereignisses eine lipidsenkende Therapie erhalten haben. Die Patienten wurden mit dem vom Institut für Medizintechnologiebewertung der Erasmus-Universität Rotterdam entwickelten iPCQ befragt. Die Ausfalltage der Personen, die die Patienten pflegten, wurden ermittelt, indem die Patienten gefragt wurden, wie viele Tage sie die Hilfe von Angehörigen benötigten und wie lange sie diese benötigen werden. Die Ausfallstunden wurden entsprechend mit den Lohnkosten des jeweiligen Landes multipliziert - in der Schweiz mit den Lohnkosten von 2017 (CHF 61/Stunde). Die Studie wurde von Amgen finanziert.

Über Amgen

Amgen ist ein weltweit führendes unabhängiges BiotechnologieUnternehmen, das mit nahezu 20.000 Mitarbeitern in fast 100 Ländern weltweit seit über 35 Jahren vertreten ist. In der Schweiz arbeiten wir an unserem Standort in Rotkreuz mit rund 320 Mitarbeitern täglich daran, Patienten zu helfen. Weltweit profitieren jährlich Millionen von Patienten mit schweren oder seltenen Erkrankungen von unseren Therapien. Unsere Arzneimittel werden in der Nephrologie, Kardiologie, Hämatologie, Onkologie, Knochengesundheit und bei diversen entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Wir verfügen über eine vielfältige Pipeline und werden bald Biosimilars mit in unser Portfolio aufnehmen.

Referenzen/Fussnoten: 
(1)Kotseva K. et al., Patient and Caregiver Productivity loss and 
indirect costs associated with cardiovascular events in Europe. 
European Journal of Preventive Cardiology 0(00) 1-8. 2019. 
(2)Fussnote: Die im Manuskript veröffentlichten Werte sind 
kaufkraftbereinigt und betragen 23'160 EUR für ACS und 11'799 EUR für
Schlaganfall und wurden mit den in EuroStat 2017 veröffentlichten 
Umrechnungskursen in Schweizer Franken umgerechnet: 1 EUR = 1.11 CHF.
(3)Kotseva K. et al., Patient and Caregiver Productivity loss and 
indirect costs associated with cardiovascular events in Europe. 
Poster presentation at European Society of Cardiology (ESC) congress,
Munich, Germany; August 25-29, 2018. 

Kontakt:

Amgen Switzerland AG
Presse.ch@amgen.com
Sonja Luz, Tel.: +41 41 369 03 71