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Starker Aufschwung in Indien lässt weltweites Verbrauchervertrauen im dritten Quartal auf Rekordhöhe steigen -- weniger Optimismus in anderen Schlüsselmärkten

New York (ots/PRNewswire)

Das weltweite Verbrauchervertrauen ist im dritten Quartal 2021 laut der Global Consumer Confidence Survey von The Conference Board® auf ein weiteres Rekordhoch gestiegen. Die Zuwächse des dritten Quartals sind jedoch hauptsächlich auf eine starke Erholung in Indien, dem ersten Land, das Anfang dieses Jahres von der Deltawelle gelähmt wurde, zurückzuführen, ebenso wie auf einen Rückgang in anderen großen Volkswirtschaften, in denen die hochinfektiöse Virusvariante das Wachstum beeinflusst hat.

Insgesamt stieg das weltweite Verbrauchervertrauen im dritten Quartal 2021 auf 115 von 109 im zweiten Quartal an. (Eine Zahl über 100 gilt als positiv.) Das Vertrauen stieg in 40 der 65 befragten Märkte (62 %) an, und Indien hat mit 57 Punkten die Nase ganz vorn. Ohne die Zahlen aus Indien wäre der Global Consumer Confidence Index von 108 im zweiten Quartal auf 106 im dritten Quartal abgefallen. Große Volkswirtschaften wie die USA, China, Mexiko, Australien, große Teile Osteuropas und mehrere kleinere asiatische Schwellenländer verzeichnen allesamt einen Rückgang beim Vertrauen, da Delta erneut Sperrungen, Fabrikschließungen, Unterbrechungen der Lieferkette, erhöhten Inflationsdruck und eine verzögerte Erholung am Arbeitsmarkt mit sich gebracht hat.

"Auch wenn das Verbrauchervertrauen weltweit nach wie vor historisch hoch ist, trübt die regionale Schwäche im Zusammenhang mit der Delta-Variante die Aussichten für die Ausgaben und die wirtschaftliche Wiederbelebung für den Rest des Jahres 2021", erklärte Dana Peterson, Chefökonomin des Conference Board. "Ungeachtet dieser Rückschläge bleiben die Konsumabsichten, die Beschäftigungsaussichten und die persönlichen Finanzen hoch und deuten auf eine anhaltende Erholung bis 2022 hin, für das wir ein Wachstum des weltweiten BIP um 3,9 % prognostizieren - ein voller Prozentpunkt über dem Durchschnitt nach der Großen Rezession (2011-2019)."

Die starke regionale Divergenz des Vertrauens im dritten Quartal folgt genau der Ausbreitung der Delta-Variante - Indien geht dabei optimistisch voran, nachdem es Anfang 2021 das Epizentrum des Virus war:

  • Asien verzeichnete im dritten Quartal den stärksten Vertrauenszuwachs in allen Regionen (+11 Punkte auf 126 Punkte). Diese Zahlen sind jedoch fast ausschließlich durch Indien entstanden. Insgesamt wurde in acht von 14 asiatischen Märkten einen Vertrauensrückgang, darunter China, Australien und Südkorea. Die Stimmung über die Beschäftigungsaussichten in Australien, Japan und Südkorea verschlechterte sich, blieb in der Region aber insgesamt positiv. In Märkten wie Indonesien, Japan, Südkorea und Thailand haben sich die Aussichten der Verbraucher hinsichtlich ihrer persönlichen Finanzen verschlechtert. In Märkten wie Australien, China, Indonesien und Südkorea verschlechterten sich die Konsumabsichten der Verbraucher.
  • Die Verbraucher in Nordamerika gehören zusammen mit dem Golf-Kooperationsrat (GKR) zu den zuversichtlichsten insgesamt. Die Vertrauensindikatoren in Nordamerika und im GKR entwickelten sich jedoch etwas von den Rekordhochs im Vorquartal zurück, da die Verbraucher in den USA (-4 Punkte auf 123) und Saudi-Arabien (-8 Punkte auf 122) - den beiden größten Märkten in diesen Regionen - angesichts der erneuten Virusbedrohung weniger zuversichtlich waren. In den USA könnte der Vertrauensrückgang aufgrund von Delta durch das Auslaufen der Arbeitslosenunterstützung noch verschlimmert worden sein. Ein angespannter Arbeitsmarkt und ein beschleunigtes Lohnwachstum werden jedoch wahrscheinlich dazu beitragen, die Bedenken hinsichtlich der Beschäftigung in naher Zukunft zu mildern.
  • Gestiegenes Vertrauen in Europa (+1 Punkt auf 93). Das Vertrauen in Osteuropa ging zurück, während sich in den wichtigsten westeuropäischen Volkswirtschaften ein gemischtes Bild zeichnet: Die nordischen Märkte im Norden (z. B. Frankreich, Deutschland, Großbritannien) verzeichneten wenig bis keine Stimmungsbesserung, die Märkte im Süden hingegen (z. B. Italien, Portugal, Spanien) wiesen höhere Werte auf. In der gesamten Region wirkten sich die Beschäftigungsaussichten nach wie vor negativ auf das Vertrauen aus, bei den Aussichten für ihre persönlichen Finanzen hingegen blieben die europäischen Verbraucher moderat optimistisch. Die Ausgabenvorstellungen gingen im dritten Quartal weiter zurück, wobei Russland den größten Rückgang verzeichnete. In einigen der größeren europäischen Volkswirtschaften wie Deutschland und Großbritannien blieben die Verbraucher jedoch hinsichtlich der Ausgaben optimistisch.
  • Das Vertrauen stieg im dritten Quartal in den größten Teilen Lateinamerikas (+ 5 Punkte auf 98), mit Ausnahme von Mexiko und Peru. Die Beschäftigungsaussichten und die persönlichen Finanzen in der Region verbesserten sich deutlich, bei den Ausgabenabsichten wurde ein leichter Anstieg verzeichnet. Trotz der Verbesserung blieben die Verbraucher sowohl hinsichtlich der Beschäftigungsaussichten als auch der Ausgaben pessimistisch. Infolgedessen waren die Sparabsichten hoch, was auf ein erhöhtes Maß an Vorsicht hindeutet. Ein Rückgang der COVID-19-Infektionen deutet auf einen günstigen kurzfristigen Ausblick in den kommenden Monaten hin. Die bevorstehenden geldpolitischen und fiskalpolitischen Straffungen könnten jedoch den Ausblick für 2022 trüben, insbesondere angesichts der weiterhin erhöhten Arbeitslosigkeit und Inflation.

Die Rezessionsbedenken stiegen im dritten Quartal nach einem deutlichen Rückgang in diesem Jahr leicht an, die Bedenken der Verbraucher hinsichtlich Inflation und Klima sind hingegen gestiegen

  • Der Anteil der weltweiten Verbraucher, die der Meinung sind, ihr Land befinde sich in einer Rezession, stieg im dritten Quartal um 1 Prozentpunkt auf 61 %. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Höchststand der Pandemie von 86 %, deutet aber darauf hin, dass die COVID-19-Rezession zwar in den meisten großen Volkswirtschaften im Jahr 2020 endete, viele Verbraucher das jedoch anders wahrnehmen. Diese Diskrepanz könnte teilweise auf die anhaltende Erholung der Beschäftigung zurückzuführen sein, die der Wiederbelebung der Produktion tendenziell hinterherhinkt. Allerdings gingen 45 % der Verbraucher davon aus, dass die Wirtschaft in ihrem Land die Rezession innerhalb von 12 Monaten überwindet.
  • Angesichts der andauernden Ausbreitung der Delta-Variante auf der ganzen Welt stand die Gesundheit hinsichtlich der nächsten sechs Monaten weiterhin an der Spitze der größten Bedenken der Verbraucher weltweit. Der Anteil der Befragten, die sich diesbezüglich Sorgen machen (22 %), ging jedoch leicht zurück, wahrscheinlich weil die Impfkampagnen in Regionen mit Entwicklungsrückstand, vor allem in Asien und Lateinamerika, an Tempo zugelegt haben.
  • Die Wirtschaft (16 %) und die Arbeitsplatzsicherheit (12 %) haben weiterhin hohe Priorität. Erneute Störungen der Fabrikproduktion, der Lieferketten, der Reisebranche, der Ausgaben für persönliche Dienstleistungen und des täglichen Lebens ließen die Besorgnis über die wirtschaftliche Erholung wahrscheinlich weiter steigen, während in vielen Regionen die Erholung des Arbeitsmarktes, die Anfang dieses Jahres eingetreten war, verlangsamt oder sogar gestoppt wurde, da die Einstellungschancen und die persönlichen Dienstleistungen aufgrund der Delta-Variante Rückschläge erlitten hatten.
  • Unterdessen stiegen die Sorgen über steigende Preise (10 %) und die Erderwärmung (7 %) weiter an. Gerade der Anteil der Verbraucher, die sich im vergangenen Jahr Sorgen um das Klima gemacht haben, hat sich mehr als verdoppelt. Fast alle Regionen verzeichnen hier einen Aufwärtstrend. Die Sorgen hinsichtlich der Inflation verschärften sich in ganz Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten und in geringerem Maße auch in Europa.

Informationen zum Conference Board

Das Conference Board ist eine von Mitgliedern getragene Denkfabrik, die verlässliche Einblicke in die Zukunft bietet. Wir wurden 1916 gegründet und sind eine überparteiliche, gemeinnützige Organisation mit dem steuerfreien Status 501 (c) (3) in den Vereinigten Staaten. www.conference-board.org.

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Pressekontakt:

Jonathan.Liu@tcb.org
OR Joseph.DiBlasi@tcb.org

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