Research Industrial Systems Engineering (RISE) GmbH

Telematikinfrastruktur: Der RISE-Konnektor ist mit 7.11.2018 zugelassen. Auslieferung ab sofort.

Schwechat (ots) - Der RISE-Konnektor hat alle notwendigen Schritte des Zulassungsverfahrens erfolgreich durchlaufen und hat die Zulassung von der gematik für den sofortigen Rollout erhalten.

Der Konnektor sorgt für einen sicheren und vertraulichen Zugang zum Gesundheits­netz in Deutschland und kommt in Arztpraxen und Krankenhäusern als Sicherheits­komponente zum Einsatz. Der RISE-Konnektor ist kompatibel zu allen VPN-Zugangsdiensten.

Dr. Christian Schanes, Chef der Sicherheitsgruppe bei RISE, und viele Jahre mit den Themen der TI in Deutschland und dem Bau des Konnektors für die Telematik-Infrastruktur befasst, merkt dazu wie folgt an: "Mit unserem Konnektor erhält die deutsche Telematik­infra­struktur ein weiteres kompatibles Produkt mit hoher Evolutionsqualität. Das fördert die Marktvielfalt. Alle niedergelassenen Praxen und die Krankenhäuser in Deutschland haben dadurch bei der erforderlichen tech­nischen Ausstattung ihrer Einrichtung größere Freiheit bei der Auswahl ihrer Produkte und Dienstleistungen. Der RISE-Konnektor ist so konstruiert, dass die bald folgenden Ausbaustufen durch Software-Updates machbar sind und keinen Tausch der Hardware erfordern. Dies wird u.a. auch mit der anstehenden Intensi­vierung der Nutzung von Gesundheitsdaten über Zusatz­funktionen und dem Zugang via mobile Kanäle, wie dem Mobiltelefon bedeutend und nützlich sein."

RISE hat mit der serienmäßigen Produktion des Konnektors im Oktober begonnen und startet mit der Zulassung unmittelbar den Rollout der Konnektoren.

Der RISE-Konnektor kann bei mehreren Vertriebspartnern erworben werden, die entweder direkt auf die Ärztinnen und Ärzte zugehen oder den RISE-Konnektor in einem Bündel mit Kartenlesern und Zugangsdienst installieren. Jene Partner, die genannt werden wollen, sind unter www.rise-konnektor.de veröffentlicht.

Für die notwendigen langfristigen Dienste, Services, Wartungstätigkeiten und Betriebs­­formen ist umfassend und erfahren gesorgt. RISE betreibt und wartet u.a. Konnektoren seit 2005 erfolgreich und friktionsfrei im Umfeld von über 12.000 Praxen und mehr als 200 Krankenanstalten in Österreich.

Dr. Peter Wölfl, Co-Leiter der Gruppe Health-IT der RISE: "Wir erhöhen die Fertigung mit der heutigen Zulassung und werden 2018 noch deutlich über 10.000 Konnektoren fertigen lassen. Parallel zum Zulassungsverfahren hat RISE bereits die Arbeiten für den E-Health-Konnektor aufgenommen. Dieser wird nach seiner Zulassung einfach mittels Software-Update nachgerüstet. Der Feldtest für den E-Health-Konnektor ist für das zweite Halbjahr 2019 geplant. Zusatzlösungen wie z.B. der Rechenzentrums-Konnektor folgen auf Basis des zugelassenen, hochsicheren RISE-Konnektors 2019. RISE hat dafür die drei Varianten (Mini, Midi, Custom) vorgesehen. So basiert zB die Variante Midi auf einem technisch zweckmäßigen Verbund der bereits zugelassenen Konnektoren."

Prof. Dr. Thomas Grechenig, der mit seinem Team als Architekt für den nachhaltigen Bau landesweiter IT-Infrastrukturen weltweit tätig ist, und Frau Dr. Karin Kappel, Geschäftsführerin der RISE, erläutern Ihre Erfahrungen zu den Prinzipien der Zulassungs­verfahren der TI wie folgt: "Zulassungsverfahren durch gematik sind eine durchaus intensive Sache. Entwicklungsarbeiten und Durchlauf des Zulassungsverfahrens haben für uns mit Iterationen deutlich mehr als ein Jahr gedauert. Wir vermuten mit gutem Grund, damit trotzdem die schnellste aller bisherigen Konnektor-Zulassungen gewesen zu sein. Oft ertönt daher der Ruf nach "radikaler Simplifizierung" aus der Industrie. Als Architekten zu gesamtstaatlichen IT-Infrastrukturen sei dazu Stellung bezogen: Beschleunigen durch ein Mehr an Ressourcen, ja! Qualität und Konsistenz reduzieren, auf keinen Fall!

Warum? Ohne kontrollierten Standard, formalisierte Zulassung und ohne deren institutionelle Evolution gibt es prinzipiell keine Sicherheit einer Infrastruktur, sondern nur unkontrollierten Wildwuchs, der letztlich gleichzusetzen ist mit "frei zugäng­lich". Als Effekt landen intime persönliche Befunde irgendwann irgendwo im Netz.

Bürgerrechte, Konsumentenschutz und Gesetzgeber werden nicht kapitulieren im Digitalen. Das Thema der persönlichen digitalen Selbstbestimmung wird niemand abschaffen können. Ohne Sicherstellung stringenter, verlässlicher, institutioneller Prozesse würde es nie fairen Datenschutz für jene Endkonsumenten geben, denen dies wichtig ist. Diese Gruppe wächst überdies stetig.

Die deutsche Telematikinfrastruktur der Gesundheit ist in Qualität und Stringenz europaweit einzigartig und beispiel­gebend. Technik und Organisation solcher Technologien einem Prozess sauber unterzuordnen über etablierte und gesetzlich gut verwurzelte Institutionen wie die gematik und das BSI, das ist ein unaus­weichlicher Zukunftsschritt, der vielen Europäischen Staaten noch bevorsteht."

Zum RISE-Konnektor: Der österreichische Hochtechnologiehersteller RISE hat von der gematik Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH im Jahr 2017 den Zuschlag erhalten, einen Konnektor für die Telematikinfrastruktur zu entwickeln. Der Konnektor sorgt für einen sicheren und vertraulichen Zugang zum Gesundheitsnetz und kommt u.a. in Arztpraxen und Krankenhäusern als Sicherheits­komponente zum Einsatz. RISE setzte sich in einer europaweiten Ausschreibung der gematik gegen die/alle Mitbewerber durch.

Zur Telematikinfrastruktur: https://www.gematik.de/telematikinfrastruktur/

Zur RISE: Ab 2003 hatte die RISE ein mit dem Konnektor verwandtes Vor­gängersystem für das Gesundheitsnetz und die Arztpraxen in Österreich (GINA) geliefert und bis heute die Wartung und Weiterentwicklung durchgängig ausgeführt. Auf derselben technischen Basis wurden Anschlüsse für die Krankenhäuser etabliert und werden seit vielen Jahren erfolgreich betrieben. Die RISE hat als Europäischer Systemhersteller und Integrator neben der Herstellung von Sicherheitstechnik u.a. auch fundierte Erfahrung, wie ein landesweit verwendeter mobiler Endkonsumenten-Kanal mit einer sicheren Telematikinfrastruktur (TI) in Verbindung gebracht werden kann und hat dies z.B. in einem landesweiten Großprojekt "sicheres Bezahlen mit Maestro am Handy mit Kunden-Loyalty" in den Jahren 2014 - 2018 nachgewiesen.

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