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26.06.2020 – 10:11

Kunstmuseum St.Gallen

Adrian Schiess, Malerei 1980-2020, 29. August 2020 bis zum 7. Februar 2021 im Kunstmuseum St.Gallen

Adrian Schiess, Malerei 1980-2020, 29. August 2020 bis zum 7. Februar 2021 im Kunstmuseum St.Gallen
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Adrian Schiess, Malerei 1980–2020, 29. August 2020 – 7. Februar 2021, Kunstmuseum St.Gallen

Erkundungen einer oszillierenden Malerei

Adrian Schiess, 1959 in Zürich geboren, gehört zu den prägenden Malern seiner Generation. Documenta, Biennale und internationale Einzelausstellungen haben ihn über die Landesgrenzen der Schweiz hinaus bekannt gemacht. Der Künstler beschäftigt sich mit grundlegenden Fragen zur Malerei. Er besetzt Räume, sodass diese nur noch zum Sehen benutzt werden können, und seine Malerei befreit unsere Wahrnehmung aus ihrer gewohnheitsmässigen Bindung an das alltäglich Gegebene.

Die Einzelausstellung Malerei 1980–2020 ist vom 29. August 2020 bis zum 7. Februar 2021 im Kunstmuseum St.Gallen zu sehen.

Die für sein Werk charakteristischen rechteckigen und meist vollflächig in einer Farbe lackierten Platten sind auf Holzlatten platziert, sodass sie über dem Parkettboden zu schweben scheinen. Sie erzeugen in jedem Moment einen anderen Eindruck und bewirken je nach Betrachtungswinkel und Lichteinfall raffinierte Schichtungen, welche das Bild völlig entmaterialisieren.

«Wenn Du es von der Praxis her betrachtest, dann ist nasse Farbe, solange sie nass ist, das heisst, solange sie noch verändert werden kann, immer glänzend. […] Diese Vorstellung von nasser Farbe, […], die chamäleonartig alle möglichen Bilder oder Formen oder Erzählungen oder was immer Du willst, aufnehmen kann, […], die ist mir wichtig.»

Adrian Schiess, 2020

Schiess thematisiert die Wahrnehmung und stellt gleichzeitig die grundlegende Frage nach dem Wesen der Malerei – buchstäblich. Indem die Farbplatten den Raum einnehmen und teilweise das Betreten der Säle verunmöglichen, schafft Schiess einen reinen Raum des Schauens, der Momente der Handlung mit Kontemplation verbindet. Paul Valérys Suche nach dem «Singenden» ist in gleichem Mass verbindlich wie die angestrebte Fremdheit des farbigen Abglanzes.

Adrian Schiess hat Projekte mit namhaften Architektinnen und Architekten realisiert. Seine Kunst ist eine enge Bindung eingegangen mit Bauten von Herzog & de Meuron, Gigon/Guyer oder Foster + Partners. Zur Ausstellung erscheint im Verlag DCV, Dr. Cantz’sche Verlagsgesellschaft, eine umfassende Anthologie der im Zusammenhang mit Architekturprojekten entstandenen Wandmalereien. Dieser zentrale Teil des Schaffens wird erstmals in seiner Gesamtheit sichtbar. Der Band ist in enger Zusammenarbeit mit Ulrich Loock entstanden und beinhaltet umfassende Gespräche mit Adrian Schiess, welche zentrale Momente seines Schaffens und die Entwicklung des Œuvres nachzeichnen.

Pressekontakt: kommunikation@kunstmuseumsg.ch

Gloria Weiss
Kunstmuseum St.Gallen, Leitung Kommunikation, T +41 71 242 06 84 
Sophie Lichtenstern
Kunstmuseum St.Gallen, Kommunikation, T +41 71 242 06 85 

www.kunstmuseumsg.ch