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Erdbeben in Nepal: Mehr als 4000 Menschen in entlegenen Gemeinschaften erhielten Nothilfe von der Hilfsorganisation Medair

Erdbeben in Nepal: Mehr als 4000 Menschen in entlegenen Gemeinschaften erhielten Nothilfe von der Hilfsorganisation Medair
Together with local volunteers, Medair distributed shelter kits, including tarpaulin and rope, and other essential items such as soap to help families in Sindhupalchowk district, Nepal improve their temporary shelters and hygiene conditions. Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/pm/100056548 / Die... mehr

Lausanne (ots) - Über 4000 Menschen versorgte die Hilfsorganisation Medair in Dörfern in der Region Sindhupalchok in Nepal mit Notunterkünften und Hygiene-Sets. Sie hatten bislang keinerlei Hilfe erhalten.

Gemeinsam mit der Partnerorganisation Mission East konnte Medair über enge, kurvenreiche Strassen nach Bhotachaur vordringen. Die Gemeinschaft war seit dem Erdbeben am 25. April von Hilfslieferungen abgeschnitten.

Einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge ist Sindhupalchok die am schwersten betroffene Region in Nepal hinsichtlich der Todesfälle. Mehr als 2500 Menschen starben; über 700 Personen wurden verletzt.

"Die Dorfbewohner liefen von den Bergen herunter und wir verteilten an sie die Hilfsgüter", berichtet Nathalie Fauveau, Katastrophenhelferin von Medair. "Sie waren traumatisiert. Viele Häuser sind eingestürzt. Seither schlafen die Familien in selbstgebauten Unterkünften aus Holz, Blechteilen und Tüchern aus ihren zerstörten Häusern. Diese schützen sie etwas vor Kälte und Regen. Die Menschen waren so dankbar für unsere Hilfe. Sie bestanden darauf, uns zum Tee einzuladen, obwohl sie alles verloren haben."

In dieser Woche will Medair nach Haibung im Distrikt Sindhupalchok vordringen. Dort sollen mehr als 1000 Menschen mit lebenswichtigen Hilfsgütern wie Planen, Wasserkanistern und Solarlampen versorgt werden. Regen und Erdrutsche erschweren weiterhin den Zugang zu entlegenen Gemeinschaften. Auch die nahende Monsunzeit könnte die Hilfsaktionen enorm behindern.

"Die extrem steilen Strassen machen es nahezu unmöglich, in die hochgelegenen Orte zu fahren", so Nathalie Fauveau. "Deshalb kommen die Dorfbewohner zum Verteilungsort herunter. Doch bald müssen wir mit Helfern hinaufsteigen und dabei die Hilfsgüter über mehrere Stunden tragen. Das wird körperlich sehr anstrengend, aber wir wollen die Gemeinschaften unbedingt erreichen. Bislang ist keine andere Hilfsorganisation dorthin gelangt."

Medair versorgte zudem die Organisation Medecins du Monde im Distriktkrankenhaus von Sindhulpalchok mit Erste-Hilfe-Kits. Die Sets enthalten Medikamente. 10 000 Menschen können damit in den kommenden drei Monaten versorgt werden.

Kontakt:

Für Interviews mit Mitarbeitern in Nepal wenden Sie sich an
Nathalie Fauveau, Kommunikation Medair:
E-Mail comms-npl@medair.org, Telefon +977 98 03 45 69 85
oder an
Abigail Woodcock, Pressestelle:
E-Mail abigail.woodcock@medair.org, Telefon +41 (0)21 694 84 72 oder
+41 (0)78 635 30 95.


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