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Wie «No Billag» ein SRG-Monopol schaffen würde

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Zürich (ots) - Am 4. März 2018 stimmt die Schweiz über die «No-Billag»-Initiative ab. Wird diese angenommen, werden die Empfangsgebühren abgeschafft. Der SRG bliebe nur die Finanzierung über den Werbemarkt. Das würde zu einer Bedrängung der anderen Veranstalter führen: Im Radio- und Fernsehmarkt könnte wieder ein Monopol entstehen.

Befürworter der Initiative erhoffen sich ein reichhaltigeres Angebot bei Radio und Fernsehen. Aber die Menge der verfügbaren Werbegelder, die in schweizerische Programmangebote gesteckt werden, ist zu klein. Genauer gesagt: 593 Millionen Franken. Zum Vergleich: 2016 gab die SRG alleine für den Bereich Information in Radio und TV in allen vier Sprachregionen 605 Mio. Franken aus.

Die Befürworter möchten freiwillige Beiträge einführen: Jeder zahlt, was er nutzt. Aber bisherige Erfahrungen zeigen: Nur wenn das Angebot für alle frei zugänglich ist, hat man die Nutzer und kann auch Werbung verkaufen. Wenn es dagegen nur zahlenden Kunden offen steht, schrumpft die Nutzerzahl derart massiv, dass man auch kaum mehr Werbeerlöse verbuchen kann.

Bei den Radiosendern ist davon auszugehen, dass die nationale Radiowerbung zu 80 bis 90 Prozent in die SRG-Programme fliessen würde. Im Radiomarkt käme es ohne Gebühren also zu einem SRG-Monopol - ein Zustand wie vor 1982.

Und beim Fernsehen? Die SRG müsste ihre Werbeeinnahmen um den Faktor 1.7 erhöhen, um ein TV-Programm in allen drei grossen Sprachregionen zu ermöglichen. Die zunehmende zeitversetzte Nutzung und Überspringung der Werbeblöcke machen Fernseh-Werbung aber zunehmend weniger attraktiv für die Werbetreibenden.

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