30 Jahre IRG: Drei Jahrzehnte Solidarität bei extremen Naturereignissen
Bern (ots)
Die Interkantonale Risikogemeinschaft Elementar (IRG) blickt im Jahr 2026 auf ihr 30-jähriges Bestehen zurück. Seit 1996 regelt sie die solidarische Schadenfinanzierung schwerer Naturereignisse unter den Kantonalen Gebäudeversicherungen (KGV). Die IRG sorgt für Solidarität in ausserordentlichen Situationen. Damit stärkt sie das schweizerische Gebäudeversicherungssystem nachhaltig.
Bereits vor 30 Jahren haben die Kantonalen Gebäudeversicherungen (KGV) vorausschauend die Interkantonale Risikogemeinschaft (IRG) ins Leben gerufen. Als verlässliche Katastrophenversicherung bildet die IRG das Herzstück der Solidarität unter den KGV. Nach Naturgefahren-Ereignissen mit hohen Schadenssummen kommt es zu einer solidarischen Lastenverteilung unter den KGV und dem Interkantonalen Rückversicherungsverband (IRV). Im Zentrum dieser Solidarität steht die IRG. Ihr starker Wirkungsmechanismus bietet zusätzlichen Schutz bei grossen Elementarschäden. Jede KGV hat eine individuell festgelegte Grossschadengrenze. Wird diese Grenze überschritten, werden die Elementarschäden in der IRG solidarisch durch die KGV und den IRV getragen.
Die Interkantonale Risikogemeinschaft hat zwei Vorteile: Einerseits müssen die Kantonalen Gebäudeversicherungen (KGV) keinen zusätzlichen, teuren Rückversicherungsschutz einkaufen. Andererseits wird das Verlustrisiko auch bei aussergewöhnlich hohen Schadenssummen reduziert. Im Katastrophenfall springt somit die KGV-Gemeinschaft für eine oder mehrere KGV ein. Alle Mitglieder finanzieren diese Leistungen gemeinsam. Dadurch bleibt die Erfüllung des gesetzlichen Leistungsauftrags jeder einzelnen KGV jederzeit gewährleistet.
Die Bedeutung der Interkantonalen Risikogemeinschaft (IRG) wird durch mehrere Ereignisse eindrücklich bestätigt. So führten Lawinen, Überschwemmungen und der Sturm Lothar im Jahr 1999 zu Schäden von über einer Milliarde Franken. Im Jahr 2005 verursachten langanhaltende Niederschläge grossflächige Überschwemmungen in mehreren Kantonen. Langanhaltend schlechtes Wetter mit vielen Sommergewittern führten im Jahr 2021 wiederum zu Schäden von über einer Milliarde Franken. In Erinnerung bleibt insbesondere ein grosser Hagelzug, welcher von Wolhusen LU bis Baar ZG grossflächige Verwüstungen verursachte.
Seit drei Jahrzehnten stärkt die Interkantonale Risikogemeinschaft so die Resilienz der Schweiz gegen Naturgefahren. Ihr Rückversicherungsmodell, das primär auf der Solidarität unter den Kantonalen Gebäudeversicherungen selbst basiert, ist vor dem Hintergrund der klimatischen und meteorologischen Entwicklung aktueller denn je. Die IRG bildet eine bewährte und nachhaltige gemeinsame Basis, damit die KGV auch bei künftigen Extremereignissen verlässlich Hausbesitzende in Mitgliedskantonen schützen können.
Pressekontakt:
Rolf Meier
Medienstelle des Interkantonalen Rückversicherungsverbands (IRV)
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