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20.04.2006 – 15:24

UN World Food Programme WFP

WFP warnt, Regenfälle kommen zu spät für Millionen, die Nahrungsmittelhilfe in Kenia brauchen.

Berlin (ots)

Nairobi - Das UN World Food Programme (WFP) warnte
heute, trotz der Regenfälle im Epizentrum der Dürregebiete in der 
Region brauchten Millionen von Nomaden und Bauern in Kenia auch 
weiterhin Hilfe, um ihr Leben wieder aufzubauen.
"Dieser Regen bringt nur wenig Linderung.  Zwar hat er jetzt den 
unmittelbaren Wassermangel gestillt, aber nun könnten die Menschen 
durch verschmutztes Wasser krank werden. Ihr Vieh stirbt weiter, weil
die Tiere zu schwach sind und wegen der kalten Temperaturen an 
Lungenentzündung verenden könnten", sagte WFP Landesdirektor Tesema 
Negash in Nairobi.
"Sogar normale Regenfälle können die Ernten nicht retten. Es gibt 
nach fünf Dürrejahren einfach keine schnelle Lösung."
Die Menschen, die alles verloren haben, werden auch im nächsten Jahr 
Nahrung und andere Hilfe brauchen.
Selbst wenn die Regenzeiten zum ersten Mal nach Jahren der Dürre 
normal ausfallen sollten, wird es Jahre dauern, bis die Nomaden und 
verarmten Bauern wieder auf eigenen Füssen stehen können.
"Die meistgefährdeten Menschen sind diejenigen, deren Vieh 
verendet ist oder die jetzt nicht mehr säen können, weil sie kein 
Geld für Saatgut und Dünger haben. Und mit dem Regen und 
Überschwemmungen in einigen Gebieten ist es schwieriger geworden, 
Menschen Nahrungsmittelhilfe zu bringen, da die Sandstrassen 
überschwemmt sind und Lastwagen nicht mehr durchkommen" fügte Negash 
hinzu.
Von den unpassierbaren Strassen hängt auch ab, wie viele Menschen 
im April versorgt werden können.
Momentan hat WFP keine Nahrungsmittelreserven für die Rationen dieses
Monats in den am schwersten betroffenen Gebieten von Mandera und 
Wajir im Nordosten Kenias.
In den letzten 4 Wochen haben in den Dürregebieten im Norden und 
Osten Kenias  insgesamt 2,9 Millionen Menschen  mehr als 28.000 
Tonnen Nahrungsmittelhilfe  von WFP bekommen.
In den nächsten 4 Wochen wird WFP die Zahl auf über 3 Millionen 
erhöhen, und zusätzlich noch 500.000 Kindern mit Schulspeisung 
helfen.
Aber WFP braucht noch 123 Millionen US Dollar von insgesamt 225 
Millionen US Dollar, um bis Februar nächsten Jahres bis zu 3,5 
Millionen Menschen mit Nahrungsmitteln zu helfen.
Im März und April musste WFP die Essensrationen wegen fehlender 
Finanz- und Sachspenden kürzen.
Die Zahl der von WFP versorgten Menschen ist stetig gestiegen - 
besonders in den am schlimmsten betroffenen Gebieten im Nordosten.
"Unsere Geberländer haben so vielen Menschen in dieser Dürre 
geholfen, aber es wäre tragisch, wenn sie, die so viel verloren 
haben, in den nächsten Monaten noch mehr leiden müssten, weil keine 
Gelder kommen", sagte Negash.
Pressekontakt:

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Bettina Lüscher, WFP Berlin, ++49-(0)-30-206149-0,
Handy ++49-(0)-170-9039479, bettina.luescher@wfp.org