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"Sprechsaal des Landes und Soziallabor zugleich" - Jubiläumsfeierlichkeiten vom 12. Juni 2010 zum 200jährigen Bestehen

    Zürich (ots) - 200 Jahre Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft - Die Gemeinnützigkeit im Aufbruch ins 21. Jahrhundert mit einem Theater in vier Szenen - Bundesrat Moritz Leuenberger spricht an der Jubiläumsfeier - SGG-Präsidentin Annemarie Huber-Hotz: "Freiwillig verpflichtet - das ist die Summe unseres Tuns"

    "Sprechsaal des Landes und Soziallabor zugleich"

    Jubiläumsfeierlichkeiten vom 12. Juni 2010 zum 200jährigen Bestehen

    Die Förderung der Solidarität gegenüber den Armen, die Freiwilligenarbeit und Gemeinnützigkeit sind auch 200 Jahre nach der Gründung der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft wichtige Pfeiler ihres Wirkens und bedeutend für den Sozialstaat Schweiz. Mit der Jubiläumsfeier hat die SGG heute auf ihr Schaffen zurückgeblickt und in einem Festakt im Zürcher Kongresshaus feierlich begangen.

    Seit nunmehr 200 Jahren übernimmt die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft Verantwortung gegenüber dem Staat und den Mitmenschen. Auch in wirtschaftlich und politisch schwierigen Zeiten mit tiefsten Erschütterungen hat die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft mit kreativen Engagement dem Staat vorausgedacht, in dem sie die allgemeine Wohlfahrt als neutrale Brücke und gemeinsamen Boden für das Handeln des Staates und jedes einzelnen nutzte.

    Die SGG als "Mutter" wichtiger gemeinnützig tätiger Organisationen

    Für SGG-Präsidentin Annemarie Huber-Hotz ist die Feier im Zürcher Kongresshaus "zuallererst eine festlich gewandete Erfolgsmeldung". Sie attestierte der SGG "Sinn für weite Horizonte und grosse Fragen", gepaart mit konkreten Anliegen und tatkräftigem Handeln. Als Beispiele nannte sie in ihrem Rückblick Katastrophenhilfe, den Einsatz für die obligatorische Volksschule, die Errichtung von Bildungsanstalten oder Versicherungsanstalten für Schwererziehbare, Arme und Behinderte, die Unterstützung von Auswanderern oder auch der Kauf des Rütli vor 150 Jahren. Weiter hat die SGG alleine oder mit Partnern im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Wohlfahrtsinstitutionen ins Leben gerufen. So etwa die Pro Juventute, die Pro Senectute, die Schweizer Berghilfe, die ZEWO oder die Pro Mente Sana. "Die Herausforderungen für unsere Gesellschaft und unsere Organisation werden auch im 21. Jahrhundert nicht abnehmen", sagte Huber-Hotz und kritisierte dabei auch Politik und Wirtschaft: "In der Politik enden die Gespräche meist in der Sackgasse und viele Wirtschaftsführer erachten es nicht für wichtig und nötig, sich mit sozialen Fragen über das hinaus zu befassen, was ihrer Gewinnmaximierung dient".  Auf der Basis sorgfältiger Abklärung der wirklichen Bedürfnisse sowie der Freiwilligenarbeit will die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft weiterhin "nicht nur der Sprechsaal des Landes, sondern auch ein Art Soziallabor sein."

    Bundesrat Moritz Leuenberger fordert die Mitgestaltung des Staates

    Als Ehrengast sprach Bundesrat Moritz Leuenberger zu der Jubiläumsgesellschaft im Kongresshaus in Zürich. Bundesrat Moritz Leuenberger nahm in seiner mit historischen und aktuellen Betrachtungen unterlegten Rede auf dem Titel des Jubiläumsbuches Bezug: er fühle sich "freiwillig verpflichtet" der SGG zum 200 Jahre Jubiläum zu gratulieren. Gemeinnützige, freiwillige Arbeit belege "innere Kraft der Menschen" sagte er und sprach sich für ein Zusammenwirken von praktischer Einzelhilfe der Bürger und systemischer Organisation des Staates aus. Zehn Milliarden Franken sei der Wert der Freiwilligenarbeit in der Schweiz, bezifferte er, um aber umgehend die heutige Ökonomisierung der Gesellschaft in Frage zu stellen. Applaus erhielt der Justizminister beim Aufruf, dass die Menschen an der "Gestaltung des Staates" mitarbeiten sollen. Für ihn selbst, so Leuenberger, gehörten nämlich politische Konzepte zum Gemeinwohl.

    Bilderbogen aus der Geschichte der SGG in vier Theaterszenen

    Umrahmt war die Feier von einem Theaterstück "Aktuell seit 200 Jahren", das die SGG von 1810 bis 2060 in vier Szenen darstellt. Rund um Originalzitate aus der Geschichte der SGG wurde ein bunter Bogen von Bildern über zweihundert Jahre Geschichte der Gemeinnützigkeit hin zu fünfzig Jahre Zukunft gespannt. Manchmal nachdenklich, manchmal komisch, manchmal einfach menschlich fliessen die Szenen ineinander über und spiegeln uns heute, gestern und morgen. Verantwortlich für die die Gäste begeisternden Vorstellung zeichnete die Gubcompanie, Christine Rinderknecht und Heinz Gubler. Beeindruckend interpretieren Anna Katharina Müller, Hans Rudolf Twerenbold, Ingo Ospelt, Anna Maria Tschopp und Samuel Eisenring gleich Dutzende von Figuren aus diesem Vierteljahrtausend.

ots Originaltext: SGG / SSUP
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