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Media Service: LafargeHolcim: Ex-Konzernchef Eric Olsen kritisiert im Verhör Präsident Beat Hess

Zürich (ots) - Eric Olsen, Ex-Konzernchef von LafargeHolcim, kritisiert den Verwaltungsrats-präsidenten Beat Hess im Zusammenhang mit der internen Aufarbeitung der Syrien-Affäre. Verhörprotokolle der französischen Ermittler, die der «Handelszeitung» vorliegen, zeigen, wie es zwischen Hess und Olsen im Frühjahr 2017 zum Zerwürfnis kam. Olsen wirft Hess insbesondere vor, bei der Untersuchung zu lange auf den Lafarge-VR Gérard Lamarche gesetzt zu haben. «Ich war im Visier von Beat Hess und Gérard Lamarche», wird Olsen in den Unterlagen zitiert. Weitere Aussagen aus dem Verhör ergeben, dass sich Olsen vor seinem Rücktritt an den Ägypter Nassef Sawiris wandte, von dem er sich Fürsprache im VR von LafargeHolcim erhoffte. E-Mails von Beat Hess an Olsen und den Verwaltungsrat zeigen ausserdem, wie sich der Ex-Lafarge-Mann Olsen mit dem Gremium um Zugang zum Untersuchungsdossier stritt. Die französischen Behörden ermitteln gegen die französische Vorgängerfirma des Zementkonzerns und ihre Verantwortlichen, die während des syrischen Konflikts eine Fabrik betrieben und Geld an Terrorgruppen zahlten. LafargeHolcim will sich zum Verfahren der Behörden in Paris nicht äussern. Firmensprecher Beat Werder betont aber, dass die interne Untersuchung ergebnisoffen und nicht gegen einzelne Personen gerichtet gewesen sei.

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